Wie bekämpft man Hochwasser? Maßnahmen für den Hausschutz

Wie bekämpft man Hochwasser? Maßnahmen für den Hausschutz

Ein Hoch­was­ser zu bekämp­fen kann ganz schön kom­pli­ziert sein. Zumin­dest wenn einem die nöti­ge Erfah­rung fehlt. Des­halb möch­ten wir Ihnen heu­te alle Maß­nah­men für den Haus­schutz zei­gen, die bei der Hoch­was­ser­be­kämp­fung hel­fen. Denn die wenigs­ten Men­schen wis­sen wirk­lich wie man mit einem Hoch­was­ser umgeht.  Sie wer­den nach der Lek­tü­re die­ses Arti­kels zu den weni­gen Men­schen gehö­ren, die wis­sen, wie man Hoch­was­ser wirk­lich bekämp­fen kann.

Denn nicht alle Hoch­was­ser gleich. Je nach­dem von wel­chem Hoch­was­ser Sie betrof­fen sind, müs­sen Sie even­tu­ell unter­schied­li­che Maß­nah­men ergrei­fen. Aus die­sem Grund ist es sehr wich­tig, dass Sie ver­ste­hen, wie Sie rich­tig vor­sor­gen, damit das Hoch­was­ser spä­ter kei­ne Chan­ce hat Scha­den anzurichten.

Wie man Hoch­was­ser bekämpft und alle Maß­nah­men für den Haus­schutz stel­len wir Ihnen in die­sem Arti­kel genau­er vor, damit Ihr Haus auf jeden Fall tro­cken bleibt! Sie kön­nen uns außer­dem jeder­zeit für eine per­sön­li­che Bera­tung kontaktieren!

Inhaltsverzeichnis

  • Hoch­was­ser bekämp­fen: Hoch­was­ser­ri­si­ko bestimmen
  • Finan­zi­ell gegen das Hoch­was­ser ankämpfen
  • Bau­li­che Maß­nah­men zur Bekämp­fung des Hochwassers
  • Alle Hoch­was­ser­sys­te­me auf einen Blick
  • Kön­nen Sie das Hoch­was­ser nun bekämpfen?
Hoch­was­ser in Frankfurt

Hochwasser bekämpfen: Hochwasserrisiko bestimmen

Bevor wir uns mit den ein­zel­nen Sys­tem zum Hoch­was­ser­schutz beschäf­ti­gen kön­nen, soll­ten wir uns zunächst anse­hen wie man das Risi­ko für Hoch­was­ser bestimmt. Denn nur wenn Sie wis­sen, von wel­chem Hoch­was­ser Sie betrof­fen sind, kön­nen Sie her­aus­fin­den wie Sie das Hoch­was­ser bekämp­fen können.

Die zwei größ­ten Hoch­was­ser­ge­fah­ren sind Fluss­hoch­was­ser und Stark­re­gen. Die­se sind für die meis­ten Schä­den, durch Hoch­was­ser, in Deutsch­land ver­ant­wort­lich. Grund­sätz­lich gibt es drei ver­schie­de­ne Hochwasserarten.

  1. Fluss­hoch­was­ser
  2. Sturz­flut
  3. Sturm­flut

Die Sturm­flut kommt aber haupt­säch­lich nur an Küs­ten wie der Ost- und Nord­see vor. Die Sturz­flut ist die gefähr­lichs­te Art von Hoch­was­ser, weil sie sehr plötz­lich kommt. Sie ist also kaum vor­her­zu­se­hen. Dabei hat sie eine enor­me Kraft und reißt alles in ihrer Umge­bung mit sich.

Das Fluss­hoch­was­ser tritt nur bei Flüs­sen oder Seen auf, wenn es meh­re­re Tage hin­ter­ein­an­der stark reg­net. Dann läuft das Was­ser über das Ufer. Eigent­lich läuft es ab und sickert in den Boden. Wenn der Unter­grund aber mit Beton ver­sie­gelt oder durch Frost ver­här­tet ist, dann über­schwemmt das Was­ser das Gelände.

Folgende Dinge sollten Sie tun, um das Risiko für eines der oben genannten Hochwasser zu erkennen:

  • Soll­ten Sie neben einem Bach oder an der Küs­te leben
    • Beob­ach­ten Sie die­se Was­ser­quel­le. Soll­te das Was­ser stark anstei­gen, dann kann das ein Zei­chen für Hoch­was­ser sein
  • Infor­mie­ren Sie sich in den regio­na­len Medi­en ob vor einem Hoch­was­ser gewarnt wird und neh­men Sie die­se War­nung ernst!
  • Soll­ten Sie grund­sätz­lich in einem Hoch­was­ser­ge­biet leben, kön­nen Sie auch ent­spre­chen­de Apps nut­zen, wel­che Sie auf dem Lau­fen­den halten
  • Ach­ten Sie außer­dem auf den Wetterbericht
    • Reg­net es meh­re­re Tage stark hin­ter­ein­an­der, ist die Wahr­schein­lich­keit für ein Fluss­hoch­was­ser groß
  • Infor­mie­ren Sie sich auch über ver­gan­ge­ne Hoch­was­ser in Ihrem Wohngebiet

Im Inter­net kön­nen Sie eben­falls her­aus­fin­den, wie stark ihr Wohn­ge­biet  von Hoch­was­ser betrof­fen ist. Dazu gibt es näm­lich vom GDV ein Zonie­rungs­sys­tem:

  1. Gefähr­dungs­klas­se 1 Sehr gerin­ge Wahr­schein­lich­keit – Hoch­was­ser sta­tis­tisch sel­te­ner als ein­mal alle 200 Jahre
  2. Hoch­was­ser-Gefah­ren-Klas­se 2: Nied­ri­ge Wahr­schein­lich­keit – Hoch­was­ser sta­tis­tisch ein­mal alle 100 bis 200 Jahre
  3. Gefähr­dungs­klas­se 3: Mitt­le­re Wahr­schein­lich­keit – Hoch­was­ser sta­tis­tisch ein­mal alle 10 bis 100 Jahre
  4. Gefähr­dungs­klas­se 4: Hohe Wahr­schein­lich­keit – Hoch­was­ser alle 10 Jah­re oder öfter

Bei Stark­re­gen:

  • Stark­re­gen lässt sich kaum vor­her­sa­gen und ist des­halb sehr gefähr­lich für Ihr Haus. Es ist schwie­rig die­ses Hoch­was­ser zu bekämpfen
  • Infor­mie­ren Sie sich beim Wet­ter­be­richt. Es könn­ten auch Apps hel­fen, damit Sie recht­zei­tig reagie­ren können
    • Ach­tung: Vor allem im Som­mer kommt es oft zu Starkregen
  • Sie kön­nen sich nach Pro­duk­ten zur Früh­erken­nung von Stark­re­gen umse­hen. Bei­spiels­wei­se Was­ser­mel­der oder Wetterstationen

Nun wis­sen Sie, wie Sie das Risi­ko für ein Hoch­was­ser recht­zei­tig erken­nen kön­nen. Dies wird Ihnen hel­fen gegen das Hoch­was­ser anzu­kämp­fen. Zudem kön­nen Sie nun grob ein­schät­zen, von wel­chem Hoch­was­ser Sie betrof­fen sein könnten.

Doch Sie soll­ten nicht nur das Risi­ko für Hoch­was­ser ermit­teln, son­dern auch finan­zi­ell recht­zei­tig vor­sor­gen. Wie Sie das tun, erklä­ren wir Ihnen im nächs­ten Abschnitt.

Finanziell gegen das Hochwasser ankämpfen

Hoch­was­ser kön­nen extrem ins Geld gehen. Vor allem wenn die­se Schä­den anrich­ten. Umso wich­ti­ger ist es, dass Sie finan­zi­ell recht­zei­tig vor­sor­gen, damit Sie nicht selbst für die Kos­ten auf­kom­men müssen.

Ein Hoch­was­ser kos­tet durch­schnitt­lich näm­lich um die 6600 €.

Das kann näm­lich für vie­le Leu­te ein gro­ßes Pro­blem sein. Aus die­sem Grund soll­ten Sie sich nach ent­spre­chen­den Ver­si­che­run­gen umse­hen. Das wich­ti­ge ist, dass Sie sich vor dem Hoch­was­ser um eine Ver­si­che­rung küm­mern müssen.

Vie­le Ver­si­che­run­gen wol­len Sie nicht mehr auf­neh­men, wenn Sie bereits ein Hoch­was­ser hat­ten. Küm­mern Sie sich des­halb recht­zei­tig um eine Versicherung.

Wir emp­feh­len Ihnen eine Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung und eine Haus­rat­ver­si­che­rung mit Ele­men­tar­scha­den­schutz. Nur mit die­sen zusätz­li­chen Bau­stei­nen des Ele­men­tar­scha­den­schutz kön­nen Sie sich sicher sein, dass die Ver­si­che­rung den Scha­den über­neh­men wird. Dann kön­nen Sie auch finan­zi­ell gegen das Hoch­was­ser ankämpfen.

Hier zwei wei­ter­füh­ren­de Arti­kel zu die­sem Thema:

Neben dem finan­zi­el­len Aspekt ist es auch wich­tig, dass Sie ent­spre­chen­de Bau­maß­nah­men ergrei­fen. Was Sie tun kön­nen, erfah­ren sie im fol­gen­den Abschnitt.

Bauliche Maßnahmen zur Bekämpfung des Hochwassers

Um sich opti­mal vor einem Hoch­was­ser schüt­zen zu kön­nen, ist auch wich­tig, die ent­spre­chen­den Bau­maß­nah­men zu ergrei­fen. Nur mit den rich­ti­gen Hoch­was­ser­schutz­sys­te­men, kön­nen Sie sich sicher sein, dass Ihr Zuhau­se tro­cken bleibt und das Hoch­was­ser effek­tiv bekämpfen.

Eine Mög­lich­keit, um dem Hoch­was­ser vor­sorg­lich ent­ge­gen zu wir­ken, ist das Bau­en von Schwel­len. Je nach­dem wie hoch das Was­ser ist, kann eine Schwel­le meist schon aus­rei­chen. Das hilft vor allem zeit­lich. Denn bei Stark­re­gen fehlt einem oft die Zeit recht­zei­tig reagie­ren zu kön­nen. Die­se Schwel­len kön­nen Sie an allen wich­ti­gen Öff­nun­gen anbrin­gen. Dadurch hat das Was­ser bei Stark­re­gen kei­ne Chan­ce direkt in Ihr Haus zu laufen.

Manch­mal hilft es auch, wenn Sie das Was­ser umlei­ten. Dazu kön­nen Sie Regen­rin­nen nut­zen. Wenn Sie sich zum Bei­spiel ent­schei­den ein Dach über den Kel­ler­ab­gang zu bau­en, kann das Was­ser zuerst auf das Gras flie­ßen, bevor es den Kel­ler­ab­gang her­un­ter­läuft. Das spart Ihnen Zeit und kann sogar ein Hoch­was­ser kom­plett verhindern.

Eine wei­te­re Lösung ist das Rück­stau­ven­til! Beson­ders älte­re Häu­ser ten­die­ren einen Rück­stau in der Kana­li­sa­ti­on zu ver­ur­sa­chen. Das Was­ser kann sich stau­en  oder das Grund­was­ser steigt und drückt sich dann durch die Kanä­le zurück in das Haus. Dass bemer­ken Sie an der brau­nen Brü­he, wel­che aus Dusche, Toi­let­te oder dem Ablauf im Kel­ler kommt. Hier hilft nur der Ein­bau eines Rück­stau­ven­tils. Das kann jede Hei­zungs­fir­ma erledigen.

Ver­wen­den Sie außer­dem was­ser­dich­tes Mate­ri­al bei der Aus­klei­dung Ihres Kel­lers. Wenn es für Sie kein Pro­blem ist, dass Was­ser in den Kel­ler läuft, dann soll­ten Sie zumin­dest dar­auf ach­ten, dass der Boden aus Beton besteht und nicht Par­kett. So beu­gen Sie Schä­den vor.

Was­ser­dich­te Fens­ter und Türen sind essen­ti­ell für den Hoch­was­ser­schutz. Sie kön­nen Ihre  aktu­el­len Fens­ter und Türen gegen was­ser­dich­te aus­tau­schen. Das ist zwar nicht ganz güns­tig, dafür haben Sie aber das Hoch­was­ser lang­fris­tig bekämpft. Alle Infor­ma­tio­nen zu die­sem The­ma kön­nen Sie in unse­rem Arti­kel über was­ser­dich­te Fens­ter und was­ser­dich­te Türen fin­den.

Was Sie außer­dem zu den ein­zel­nen Sys­te­men zum Hoch­was­ser­schutz wis­sen soll­ten, fin­den Sie im nächs­ten Abschnitt.

Alle Hochwassersysteme auf einen Blick

Es gibt mitt­ler­wei­le wirk­lich vie­le Mög­lich­kei­ten um Hoch­was­ser zu bekämp­fen. Dabei eig­net sich nicht jede Hoch­was­ser­sper­re für jede Öff­nung. Wir zei­gen einen, wel­che Sys­te­me oft ein­ge­setzt wer­den und was Sie dazu wis­sen sollten.

Hochwassersperren für Fenster:

Beim Hoch­was­ser­schutz mit Fens­tern soll­ten Sie beach­ten, dass Kel­ler­fens­ter anders abge­dich­tet wer­den müs­sen, als bei­spiels­wei­se Fens­ter über der Erde. Für unter­ir­di­sche Fens­ter emp­fiehlt es sich, die­se kom­plett abzu­dich­ten. So kann man sicher­ge­hen, dass wirk­lich kein Was­ser austritt.

Falls Sie mehr zum The­ma Hoch­was­ser­schutz bei Fens­tern wis­sen möch­ten, kön­nen Sie sich ger­ne fol­gen­den Arti­kel ansehen.

Dam Easy Hochwasserschutz-Barriere

Hochwassersperren für Türen:

Auch beim The­ma Hoch­was­ser­schutz für Türen haben wir eini­ge Arti­kel, wel­che Sie mög­li­cher­wei­se inter­es­sie­ren könn­ten. Bei Türen ist es ähn­lich, wie mit Fens­tern. Kel­ler­tü­ren soll­ten grund­sätz­lich eher kom­plett abge­dich­tet werden. 

Haus­tü­ren hin­ge­gen kön­nen meist auch nur halb abge­dich­tet wer­den. Zum Bei­spiel mit einem Damm­bal­ken­sys­tem. Ob dies auch auf Ihre Situa­ti­on zu trifft, muss man kon­kret feststellen.

Hochwasserbarrieren bei Kanälen:

Bei Kanä­len haben Sie eigent­lich nicht sehr vie­le Mög­lich­kei­ten. Sie kön­nen ent­we­der ein Rück­stau­ven­til ein­set­zen las­sen. Das ver­hin­dert, dass das Was­ser aus dem Kanal wie­der aus der Dusche kommt. Oder Sie kön­nen eine Absperr­bla­se in WC, Dusche oder den Ablauf ein­set­zen. Die Absperr­bla­se wird auf­ge­pumpt und hält das Was­ser eben­falls zurück.

Hier ein Link zu Absperr­bla­sen: https://howashop.de/products/absperrblase

Können Sie das Hochwasser nun bekämpfen?

Abschlie­ßend hof­fen wir sehr, dass wir Ihnen alle Maß­nah­men zum Hoch­was­ser­schutz aus­rei­chend erklä­ren konn­te. Ein Hoch­was­ser zu bekämp­fen, muss nicht schwer sein, wenn man weiß wie es geht. Umso wich­ti­ger ist es, von vor­ne­her­ein vor­zu­sor­gen, damit das Hoch­was­ser erst gar nicht die Chan­ce bekommt Scha­den anzu­rich­ten. So soll­ten Sie nun einen gro­ben Über­blick haben, wie Sie ein Hoch­was­ser bekämp­fen können.

Ger­ne kön­nen Sie sich auch direkt an uns wenden.

  • Durch unse­re kos­ten­freie Hoch­was­ser­schutz-Bera­tung fin­den und instal­lie­ren wir deutsch­land­weit und vor Ort  für Sie die sichers­te Lösung gegen die Flu­ten. Opti­mal abge­stimmt auf Ihre Bedürf­nis­se als besorg­ter Immo­bi­li­en­be­sit­zer tref­fen wir gemein­sam die Wahl eines eta­blier­ten Schutzsystems.

Damit Sie trotz star­kem Regen und anschwel­len­den Flüs­sen wie­der beru­higt schla­fen können!