Schottwand mit Sandsäcken bei Hochwasser

Wen muss ich anrufen, wenn der Keller unter Wasser steht?

Wen muss ich anrufen, wenn der Keller unter Wasser steht?

Es kommt immer öfter vor, dass der Kel­ler unter Was­ser steht, in die­sen Fäl­len weiß man meis­tens nicht was zu tun ist, wen man anru­fen soll und wel­che die wich­tigs­ten Maß­nah­men sind. Wenn der Kel­ler unter Was­ser steht, dann ist das unter Umstän­den sehr ärger­lich und kann teu­er wer­den. Wir zei­gen Ihnen des­halb heu­te, wen Sie anru­fen müs­sen, wenn der Kel­ler unter Was­ser steht und wie Sie das in Zukunft vermeiden.

Doch zunächst beant­wor­ten wir Ihnen Ihre bren­nends­te Frage:

Wen muss ich anru­fen, wenn der Kel­ler unter Was­ser steht? Das wich­tigs­te ist erst­mal: Ruhe bewah­ren. Stel­len Sie den Strom aus und gehen Sie zunächst nicht ins Was­ser. Schau­en Sie ob Schad­stof­fe im Was­ser sind und, ob Sie den Strom aus­stel­len kön­nen. Soll­ten sich Schad­stof­fe im Was­ser befin­den oder soll­ten Sie den Strom nicht aus­stel­len kön­nen, dann alar­mie­ren Sie die Feu­er­wehr. Wei­ter­hin soll­ten Sie auch danach Ihre Ver­si­che­rung anru­fen, die Ihnen hel­fen wird, den Scha­den rich­tig aufzunehmen. 

Dies sind erst­mal die wich­tigs­ten Sofort­maß­nah­men, die Sie tun soll­ten, um Ihre Gesund­heit zu scho­nen. Die nächs­ten Schrit­te erklä­ren wir Ihnen nun.

Die wichtigsten Maßnahmen, wenn der Keller unter Wasser steht

Die Maß­nah­men, um ein Gesund­heits­ri­si­ko aus­zu­schlie­ßen ken­nen Sie nun. Solang Sie auf die Feu­er­wehr war­ten kön­nen Sie die Gele­gen­heit nut­zen, um Fotos zu machen. Machen Sie so vie­le Fotos wie mög­lich. Soll­te dies nicht mög­lich sein, dann war­ten Sie auf die Feu­er­wehr und las­sen Sie die Fotos von die­ser schie­ßen. Die Fotos sind spä­ter wich­tig, wenn es um die Scha­dens­über­nah­me durch die Ver­si­che­rung geht.

Doch las­sen Sie uns zunächst auf die ver­schie­de­nen Sze­na­ri­en ein­ge­hen, die bei Ihnen gera­de vor­herr­schen könn­ten. Fol­gen­des könn­te bei Ihnen gera­de passieren:

Was­ser fließt durch Fens­ter oder Türen und setzt den Kel­ler unter Was­ser: Es kann Sie zwar im ers­ten Moment etwas erschre­cken aber solan­ge es sich nur um wenig Was­ser han­delt, dann soll­te kein grö­ße­rer Scha­den ent­ste­hen. Ver­su­chen Sie somit zuerst das Was­ser etwas auf­zu­hal­ten. Dafür kön­nen Sie Hand­tü­cher vor das Fens­ter oder die Tür legen. Wie vor­hin erwähnt, soll­ten Sie vor­sichts­hal­ber Bil­der für die Ver­si­che­rung machen, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob blei­ben­de Schä­den ver­ur­sacht wur­den. Die­se die­nen spä­ter als Beweis.

Es fließt etwas Was­ser durch den Kanal in den Kel­ler (Dusche, Toi­let­te oder Abfluss): In die­sem Fall soll­ten Sie etwas vor­sich­ti­ger sein. Es könn­te näm­lich sein, dass das Was­ser kon­ta­mi­niert ist und sich Fäka­li­en und ande­re Din­ge dar­in befin­den. Auch in die­sem Fall soll­ten Sie ver­su­chen das Was­ser an einer wei­te­ren Aus­brei­tung zu hin­dern. Dies gelingt eben­falls ganz gut mit Handtüchern.

Ihr Kel­ler steht etwa 30 cm unter Was­ser?: Hier soll­ten Sie sehr vor­sich­tig sein, denn sogar ein paar Zen­ti­me­ter kön­nen gro­ße Fol­gen für Ihre Gesund­heit haben. Hier müs­sen Sie unter­schei­den, ob es sich um kla­res oder trü­bes Was­ser han­delt. Bei trü­ben Was­ser soll­ten Sie Haut­kon­takt ver­mei­den und bei kla­rem Was­ser soll­ten Sie alle Risi­ken aus­schlie­ßen. Auch wenn kei­ne Gefahr durch Strom­schlä­ge besteht, soll­ten Sie vor­sichts­hal­ber den Strom aus­stel­len. Wenn Sie Ölfil­me oder ande­re Che­mi­ka­li­en im Was­ser sehen kön­nen, dann müs­sen Sie auf alle Fäl­le die Feu­er­wehr rufen und abwar­ten, bis die­se kommt. Also, wenn der Kel­ler so unter Was­ser steht, wen rufen Sie an? – Genau, die Feuerwehr!

Sie haben über 30 cm Was­ser im Kel­ler: Hier soll­ten Sie beson­ders vor­sich­tig sein. Gehen Sie in die­sem Fall vor wie bei einem klei­ne­ren Hoch­was­ser und beach­ten Sie, dass je höher das Was­ser steigt, des­to höher ist die Wahr­schein­lich­keit, dass das Was­ser ver­un­rei­nigt wur­de und für Sie eine Gefahr besteht. Selbst, wenn Sie das Was­ser selbst aus­pum­pen könn­ten, weil Sie eine Pum­pe zu Hau­se haben soll­ten Sie die Feu­er­wehr rufen. Soll­ten Sie näm­lich ver­un­rei­nig­tes Was­ser aus dem Kel­ler pum­pen, dann kann die­ser Feh­ler sehr teu­er wer­den. Es ist in Deutsch­land ver­bo­ten Schmutz­was­ser in das öffent­li­che Was­ser­netz einzuspeisen.

Bei der Doku­men­ta­ti­on für die Ver­si­che­rung soll­ten Sie neben dem Scha­den auch die Höhe des Was­ser­stands fest­hal­ten. Um dies zu tun, kön­nen Sie ein Meter­maß in das Was­ser hal­ten und ein Foto schie­ßen. Außer­dem soll­ten Sie fest­hal­ten woher das Was­ser kommt. Es kann Ihnen wei­ter­hel­fen, wenn Sie die Not­fall­num­mer Ihrer Ver­si­che­rung anru­fen, um den genau­en Ablauf zu klären.

Der Keller steht unter Wasser: Das passiert nachdem die Feuerwehr den Keller ausgepumpt hat!

Wenn Ihre Kel­ler unter Was­ser stand, Sie die Feu­er­wehr ange­ru­fen haben, Sie die Bil­der für die Ver­si­che­rung geschos­sen haben, der Kel­ler vom Was­ser befreit wur­de und den ers­ten Schock über­stan­den haben, dann soll­ten Sie fol­gen­der­ma­ßen weitermachen:

Noch­mals den Hoch­wa­ser­scha­den im Kel­ler doku­men­tie­ren: Nach­dem das Was­ser aus dem Kel­ler ent­fernt wur­de, soll­ten Sie noch­mal Fotos machen, vor allem von zer­stör­ten Gegen­stän­den, Wän­den, Fens­tern und allem, was offen­sicht­lich zer­stört aus­sieht. Wenn Sie nicht fest­stel­len konn­ten, woher das Was­ser kam, dann soll­ten Sie nun auch die Ursa­che wei­ter ergrün­den. Bevor Sie irgend­wel­che Gegen­stän­de ent­sor­gen, spre­chen Sie bit­te vor­her mit Ihrer Ver­si­che­rung. Die­se wol­len meist wis­sen, wel­che Gegen­stän­de in wel­chem Grad zer­stört wurden.

Lüf­tung des Kel­lers: Sie soll­ten schnellst­mög­lich Luft in den Raum las­sen, wenn es mög­lich ist, die Feuch­tig­keit muss näm­lich her­aus­ge­las­sen wer­den. Öff­nen Sie also alle Fens­ter, Türen und Öff­nun­gen, die für Durch­luft sor­gen kön­nen. Natür­lich soll­ten Sie dar­auf ach­ten, dass wäh­rend des Lüf­tens nicht mit wei­te­rem Regen zu rech­nen ist.

Elek­tro­nik prü­fen las­sen: Las­sen Sie alle elek­tro­ni­schen Gerä­te, die sich im Was­ser befan­den, vor dem Ein­schal­ten prü­fen. Die Gerä­te könn­ten näm­lich einen Scha­den genom­men haben und Kurz­schlüs­se erzeugen.

Wän­de trock­nen: Dies ist ein sehr wich­ti­ger Schritt. Am bes­ten ist es, wenn Sie direkt einen Bau­trock­ner auf­stel­len, um die Feuch­tig­keit aus den Wän­den und aus dem Boden zu holen. Natür­lich erst, nach­dem die Ver­si­che­rung grü­nes Licht dafür gege­ben hat. Der Kel­ler ist erst bei einer Luft­feuch­tig­keit unter 60% im Normalzustand.

Scha­den besei­ti­gen: Nun soll­ten Sie alle ent­stan­de­nen Schä­den besei­ti­gen, zur Säu­be­rung der Wän­de und Böden soll­ten Sie jedoch vor­sichts­hal­ber Hand­schu­he und eine Atem­mas­ke tra­gen. Das Risi­ko Ihrer Gesund­heit zu scha­den ist näm­lich zu hoch, vor allem, wenn das Was­ser kon­ta­mi­niert war. Wenn der Kel­ler wie­der tro­cken ist, der größ­te Scha­den besei­tigt und alles wie­der nor­mal ist, dann kann es an die Her­stel­lung des Ursprungs­zu­stands gehen. Ihre Ver­si­che­rung kann Ihnen hier­bei wei­ter­hel­fen und zahlt außer­dem das Erset­zen von Gegen­stän­den und Möbeln. Wenn Sie kei­ne Ver­si­che­rung haben, dann müs­sen Sie sich lei­der selbst dar­um kümmern.

Wer bezahlt, wenn Wasser im Keller war?

Dies ist eine Fra­ge, die nicht so ein­fach zu beant­wor­ten ist. Es kommt näm­lich dar­auf an, wel­che Schä­den ent­stan­den sind, wie und wie Sie abge­si­chert sind. Im schlimms­ten Fall müs­sen Sie alles selbst bezahlen.

Wer bezahlt das Kel­ler aus­pum­pen der Feu­er­wehr? Wenn Sie nach einem Fluss­hoch­was­ser den Kel­ler unter Was­ser hat­ten, dann zahlt die­se Rech­nung meis­tens die Gemein­de oder Stadt. Bei Stark­re­gen sieht das jedoch lei­der etwas anders aus. In vie­len Fäl­len müs­sen Sie näm­lich den Feu­er­wehr­ein­satz selbst bezah­len. Die Feu­er­wehr hilft der Bevöl­ke­rung bei Not­stän­den, wel­che das Leben, die Gesund­heit und lebens­wich­ti­ge Ver­sor­gun­gen gefähr­den. Wenn gan­ze Land­stri­che vom Hoch­was­ser betrof­fen sind, dann sieht die Sache bereits anders aus, dies ist näm­lich ein Not­stand. Ein Feu­er­wehr­ein­satz kann Sie über 500,00 € kos­ten. Die Rech­nung erhal­ten Sie von der Gemein­de oder Stadt.

Was zahlt die Ver­si­che­rung, wenn der Kel­ler unter Was­ser stand? Hier wird die gan­ze Sache etwas kom­pli­zier­ter. Abhän­gig vom Erleb­nis zahlt näm­lich eine ande­re Ver­si­che­rung. Bei einem Rück­stau durch den Kanal benö­ti­gen Sie Bei­spiels­wei­se eine Ele­men­tar­scha­den­ver­si­che­rung in der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung. Eben­so ist es, wenn das Was­ser von Außen in den Kel­ler läuft. Wenn Sie hin­ge­gen eine Gebäu­de­ver­si­che­rung mit zusätz­li­cher Über­schwem­mungs­ver­si­che­rung abge­schlos­sen haben, dann zahlt die­se nur bei Was­ser­ein­tritt von außen. Für alle beweg­li­chen Din­ge, die durch das Was­ser im Kel­ler zer­stört wur­den, zahlt eine Haus­rats­ver­si­che­rung mit Elementarschaden-Baustein.

Wenn Sie also kei­ne pas­sen­de Ver­si­che­rung abge­schlos­sen haben, dann blei­ben Sie lei­der auf den kos­ten sit­zen. Eine Ver­si­che­rung nach dem ers­ten Hoch­was­ser abzu­schlie­ßen wird jedoch fast unmög­lich. In die­sem Fall hilft Ihnen nur ein rich­ti­ger Hoch­was­ser­schutz. Wie Ihnen dies gelingt, zei­gen wir Ihnen im nächs­ten Abschnitt!

Wie kann man verhindern, dass beim nächsten Mal wieder Wasser im Keller ist?

Um beim nächs­ten mal Was­ser um Kel­ler zu ver­mei­den kann Ihnen ein Hoch­was­ser­schutz hel­fen. Dafür haben Sie meh­re­re Möglichkeiten.

Am bes­ten ist es wenn Sie uns anru­fen und sich von uns bera­ten lassen.

Durch unse­re kos­ten­freie Hoch­was­ser­schutz-Bera­tung fin­den und instal­lie­ren wir deutsch­land­weit und vor Ort  für Sie die sichers­te Lösung gegen die Flu­ten. Opti­mal abge­stimmt auf Ihre Bedürf­nis­se als besorg­ter Immo­bi­li­en­be­sit­zer tref­fen wir gemein­sam die Wahl eines eta­blier­ten Schutz­sys­tems. Damit Sie trotz star­kem Regen und anschwel­len­den Flüs­sen wie­der beru­higt schla­fen können! 

Natür­lich kön­nen Sie sich auch selbst auf die Suche nach den pas­sen­den Hoch­was­ser­schutz­sys­te­men bege­ben. Eine Lis­te mit Links fin­den Sie hier:

Hoch­was­ser­schutz fürs Haus: https://www.hochwasserschutz-profis.de/hochwasserschutz-haus/

Hoch­was­ser­schutz für Gara­gen: https://www.hochwasserschutz-profis.de/mobiler-hochwasserschutz-garagentor/

Hoch­was­ser­schutz für Türen: https://www.hochwasserschutz-profis.de/hochwasserschutz-fuer-eingangstueren-das-optimale-finden/

Hoch­was­ser­schutz für Fens­ter: https://www.hochwasserschutz-profis.de/hochwasserschutz-kellerfenster/