Wann zahlt die Versicherung bei Starkregen? Ein Überblick!

Wann zahlt die Versicherung bei Starkregen? Ein Überblick!

Stark­re­ge­n­er­eig­nis­se kom­men in Deutsch­land immer öfter vor. Die Schä­den, die durch Stark­re­gen ent­ste­hen kön­nen, kön­nen ziem­lich kost­spie­lig werden.

In den meis­ten Fäl­len ist die Fol­ge: Was­ser dringt in den Kel­ler oder in die Wohn­räu­me ein. Das Tücki­sche:  Stark­re­gen ist unbe­re­chen­bar, Sie kön­nen jah­re­lang ver­schont blei­ben und kön­nen dann inner­halb von kür­zes­ter Zeit mehr­mals betrof­fen sein.

Was ist ein Stark­re­ge­n­er­eig­nis? Bei einem Stark­re­ge­n­er­eig­nis nie­selt es erst ein wenig, danach wird der Regen immer stär­ker, bis es wie aus Eimern schüttet. 

Die Stra­ßen lau­fen vol­ler Was­ser. Stark­re­gen dau­ert nur eine kur­ze Zeit, ein Stark­re­ge­n­er­eig­nis kann inner­halb von Minu­ten kom­men und genau­so schnell wie­der ver­schwin­den. Es gibt also kaum einen Unterschied. 

In die­sem Arti­kel wer­den wir klä­ren, wann viel Regen für Sie zu einem Pro­blem wer­den könn­te, was man tun kann, um Schä­den durch Stark­re­gen vor­zu­beu­gen und wer bei einem Was­ser­scha­den durch Stark­re­gen die anfal­len­den Kos­ten übernimmt.

Wann wird viel Regen zu einem Problem?

Um zu wis­sen, wann viel Regen zu einem Pro­blem für Sie wer­den könn­te, muss man sich die äuße­ren Fak­to­ren anschau­en und analysieren:

Tro­cken­heit des Bodens: Wenn es lan­ge nicht gereg­net hat und die Grün­flä­che, die sich in der Nähe oder direkt um Ihr Haus befin­det tro­cken ist und kaum Was­ser auf­neh­men kann, dann wird es problematisch.

Das Pro­blem ist Ihnen sicher­lich bekannt, wenn Sie Ihren Rasen bewäs­sern und das Was­ser nicht in der Erde ver­si­ckert, son­dern abfließt. Ins­be­son­de­re im Som­mer kön­nen die­se Pro­ble­me auf­tre­ten. Eine tro­cke­ne Rasen­flä­che kann plötz­lich auf­tre­ten­de Was­ser­mas­sen viel schlech­ter auf­neh­men als eine Feuchte.

Ober­flä­chen­ver­schluss: Hier sieht es ähn­lich aus. Wenn Sie wenig Grün­flä­che ange­legt haben und sich eher Beton, Asphalt oder ähn­li­ches, dann ist die Flä­che des Bodens ver­schlos­sen und somit sucht sich das Was­ser einen ande­ren Weg und fließt dann zu den tiefs­ten Punk­ten. Sie sind also in die­sem Fall gefähr­de­ter, als jemand, der mehr Grün­flä­che hat als Sie.

Kanal­sys­tem der Gemein­de oder Stadt: Die Kanal­sys­te­me sind meis­tens nicht dafür aus­ge­legt, hohe Men­ge an Was­ser auf­zu­neh­men und abzu­trans­por­tie­ren. Die­se sind näm­lich schon ziem­lich alt und damals wur­de nicht viel Erd­bo­den ver­schlos­sen, wie es heu­te der Fall ist.

Ein wei­te­res Pro­blem sind Blät­ter, Äste, Dreck oder Sons­ti­ges, wel­che das Kanal­sys­tem ver­stop­fen und somit das Ablau­fen des Was­sers erschwe­ren. Es kann eben­falls zu Pro­ble­men kom­men, wenn die Kanal­sys­te­me nicht regel­mä­ßig gerei­nigt und gesäu­bert werden.

Eige­ner Abfluss: Das­sel­be Pro­blem besteht auch bei Ihrem eige­nen Abfluss. Wenn die Regen­rin­nen vol­ler Schmutz, Blät­ter sind und der Abfluss im Kel­ler schon län­ger nicht mehr sau­ber gemacht wur­de, dann kann das Was­ser nicht mehr rich­tig abflie­ßen und fließt im schlimms­ten Fall in Ihr Haus.

Lage des Hau­ses: Die Lage des Hau­ses spielt eine wich­ti­ge Rol­le beim Ent­ste­hen von Über­schwem­mun­gen durch Stark­re­gen. Wenn Sie Bei­spiels­wei­se kei­nen Kel­ler haben und Ihr Haus höher steht als das der Nach­barn, dann soll­ten Sie vor Über­schwem­mun­gen durch Stark­re­gen rela­tiv sicher sein.

Wenn Sie hin­ge­gen einen gro­ßen Kel­ler besit­zen und das letz­te Haus in einer abfal­len­den Stra­ße sind, dann kön­nen Sie mit den Pro­ble­men durch Stark­re­gen rechnen.

Somit wis­sen wir nun, dass je ver­schlos­se­ner der Boden um Ihr Haus ist, je klei­ner und älter das Kanal­sys­tem der Stadt oder Gemein­de umso dich­ter der eige­ne Abfluss und je tie­fer das Haus liegt, des­to höher ist die Wahr­schein­lich­keit, dass Sie von Stark­re­gen über­rascht und über­schwemmt wer­den können.

Was kann ich tun, um Schäden durch Starkregen vorzubeugen?

Soll­ten Sie noch nie von Stark­re­gen betrof­fen wor­den sein, sind sich aber nicht sicher, ob es auch bei Ihnen dazu kom­men könn­te? Dann ist es wich­tig, dass Sie wis­sen was Sie tun kön­nen um im Ernst­fall mög­li­chen Schä­den vorzubeugen.

Es gibt ver­schie­de­ne Maß­nah­men, die Sie ergrei­fen kön­nen, um einem Scha­den vor­zu­beu­gen. Dazu haben wir für Sie die nach­fol­gen­de Lis­te zusammengestellt:

  • Boden und Tür­schwel­len erhö­hen: Wenn bei Ihnen weder eine Schwel­le noch eine Erhö­hung am Kel­ler­ein­gang oder Licht­schacht vor­han­den sein soll­te, dann soll­ten Sie sich die­se gege­be­nen­falls zule­gen. Meis­tens han­delt es sich nur um ein paar Zen­ti­me­ter Stark­re­gen, die­se kön­nen jedoch unbe­hin­dert eindringen.
  • Über­da­chung: Es kann ziem­lich hilf­reich sein, den Kel­ler­ein­gang durch eine Über­da­chung zu schüt­zen, somit wird das Was­ser direkt umgeleitet.
  • Rück­stau­klap­pe ein­bau­en: Soll­ten Sie die­se noch nicht besit­zen, dann soll­ten Sie eine Rück­stau­klap­pe auf jeden Fall ein­bau­en las­sen. Alter­na­tiv kön­nen Sie eben­falls Absperr­bla­sen gegen Hoch­was­ser kau­fen. Die­se wer­den in die Kanä­le und Roh­re gescho­ben. Es gibt näm­lich nichts schlim­me­res, als brau­nes Was­ser, wel­ches durch die Toi­let­te in das gan­ze Bad und die ange­schlos­se­nen Räu­me läuft.
  • Was­ser­mel­der instal­lie­ren: Ein Was­ser­mel­der sen­det ein akus­ti­sches Signal, wenn er mit Was­ser in Berüh­rung kommt. Die Sys­te­me gibt es sogar mit einer pas­sen­den App für die Mel­dung auf dem Han­dy. Sol­che Was­ser­mel­der kön­nen Sie in unse­rem Part­ner­shop kaufen.
  • Hoch­was­ser­schutz kau­fen: Die bes­te Lösung ist es, sich den pas­sen­den Hoch­was­ser­schutz zuzu­le­gen. Es ist immer bes­ser etwas für den Fall der Fäl­le daheim zu haben, als nicht vor­be­rei­tet zu sein, wenn es benö­tigt wird. Wir hel­fen Ihnen ger­ne bei Ihrer Aus­wahl der für Sie geeig­ne­ten Sys­te­me. Sie kön­nen uns dafür ger­ne per E‑Mail oder tele­fo­nisch kon­tak­tie­ren.

Was­ser­mel­der                                                                 mobi­ler Hoch­was­ser­schutz                                                                     sta­tio­nä­rer Hochwasserschutz

Regel­mä­ßi­ge Maß­nah­men um Schä­den durch Stark­re­gen zu vermeiden: 

  • Wet­ter­mel­dun­gen beach­ten: Schau­en Sie öfter in den Wet­ter­be­richt oder legen Sie sich War­napps zu, um die Mel­dun­gen über Stark­re­gen zu ver­fol­gen. Es gibt mitt­ler­wei­le sogar Apps, die die Ent­wick­lung des Regens alle 15 Minu­ten vorhersagen.
  • Kanä­le prü­fen: Schau­en Sie ab und an nach den Abflüs­sen und auch nach dem Gul­ly vor Ihrem Haus. Soll­ten die­se vol­ler Unrat oder Blät­ter sein, dann säu­bern Sie die­se oder mel­den Sie dies bei der Stadt oder Gemein­de damit die Abflüs­se gerei­nigt werden.
  • Dach­ent­wäs­se­rung prü­fen: Hal­ten Sie die­se eben­falls durch regel­mä­ßi­ge Rei­ni­gung sau­ber, um zu ver­mei­den, dass Regen­was­ser nicht rich­tig abflie­ßen kann.

Wei­te­re Maß­nah­men bei Starkregen: 

  • Zugän­ge schlie­ßen: Schlie­ßen Sie bei Stark­re­gen alle Fens­ter und Türen, ansons­ten über­nimmt Ihre Ver­si­che­rung den Scha­den nicht!
  • Wich­ti­ge Din­ge in Sicher­heit brin­gen: Lagern Sie alle wich­ti­gen Gegen­stän­de am bes­ten auf Rega­len oder direkt auf dem Dach­bo­den. Das­sel­be gilt natür­lich für Che­mi­ka­li­en, Far­ben und Öl.
  • Nach­bar schu­len: Wenn Sie einen Hoch­was­ser­schutz kau­fen, dann infor­mie­ren Sie Ihren Nach­barn dar­über, wie er die­sen ein­set­zen kann, wenn Sie nicht zu Hau­se sein sollten.
  • Wich­ti­ge Din­ge griff­be­reit haben: Stel­len Sie sich eine Not­fall­map­pe mit allen wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen und Num­mern zusam­men, die Sie im Ernst­fall benötigen.

All die genann­ten Maß­nah­men kön­nen natür­lich nur bedingt für einen Schutz sorgen. 

Wann zahlt die Versicherung bei Schäden durch Starkregen?

Soll­ten Sie einen Was­ser­scha­den durch Stark­re­gen erlit­ten haben, ohne vor­her eine ent­spre­chen­de Ver­si­che­rung zu besit­zen, dann haben wir lei­der kei­ne guten Nach­rich­ten. Sie müs­sen näm­lich in die­sem Fall für alle Schä­den selbst aufkommen.

Wenn Ihr Gebäu­de beschä­digt wur­de über­nimmt das nor­ma­ler­wei­se die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung. Die regu­lä­re Absi­che­rung bezahlt jedoch nur, wenn es durch Blitz- oder Sturm­schä­den Pro­ble­me gab. Die Ver­si­che­rung bezahlt also, wenn Ihr Dach abge­deckt wird und dadurch Regen das Mau­er­werk beschädigt.

Die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung zahlt jedoch nicht, wenn es zu einer Über­schwem­mung im Haus über Türen oder Fens­ter kommt.

Dies muss sepa­rat ver­si­chert wer­den. Dafür gibt es Ele­men­tar­scha­den­ver­si­che­run­gen. Der Bau­stein inner­halb der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung zahlt aller­dings auch nur die Schä­den, die am Gebäu­de selbst ent­ste­hen. Soll­ten Schä­den durch Stark­re­gen wegen einer feh­len­den Rück­stau­klap­pe oder deren Ver­sa­gen ver­ur­sacht wor­den sein, dann muss dies eben­falls im Nor­mal­fall extra mit der Ver­si­che­rung abge­stimmt werden.

Für alle Gegen­stän­de inner­halb des Hau­ses gibt es die Haus­rats­ver­si­che­rung. Die­se beinhal­tet also Klei­der, Möbel, Unter­la­gen, elek­tro­ni­sche Gerä­te und wei­te­res. Hier ist es jedoch wie bei der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung: alle Schä­den, die durch Stark­re­gen ver­ur­sacht wur­den müs­sen extra ver­si­chert wer­den und sind in der nor­ma­len Haus­rats­ver­si­che­rung nicht beinhaltet.

Soll­te Ihr Auto durch Stark­re­gen in Mit­lei­den­schaft gezo­gen wor­den sein, kommt dafür die Teil­kas­ko­ver­si­che­rung auf. Dies gilt eben­falls nur, wenn Sie nicht grob fahr­läs­sig gehan­delt haben.

Soll­ten Sie die Feu­er­wehr geru­fen haben, dann zah­len Sie die­se in der Regel selbst. Die Rech­nung dafür erhal­ten Sie von der Gemein­de oder Stadt.

Wenn Sie kei­ne pas­sen­de Ver­si­che­rung abge­schlos­sen haben und das Was­ser unge­hin­dert flie­ßen konn­te, blei­ben Sie auf den Kos­ten sit­zen. Wenn Sie anschlie­ßend eine Ver­si­che­rung abschlie­ßen möch­ten, wird es für Sie fast unmög­lich eine zu bekommen.

Weitere Fragen zu wann zahlt die Versicherung bei Starkregen?

Ist eine Stark­re­gen Ver­si­che­rung sinn­voll? Ja, eine Ver­si­che­rung gegen Stark­re­gen ist sinn­voll. Die Stark­re­ge­n­er­eig­nis­se neh­men immer mehr zu. Ein Scha­den kos­tet Sie schnell mal 7.000 € wäh­rend die Ele­men­tar­scha­den­ver­si­che­rung nur ein paar Euro mehr im Jahr kostet.

Wer haf­tet bei Sturm­schä­den am Auto durch Dach­zie­gel? Wenn Dach­zie­gel, Äste oder Bäu­me von einem Grund­stück aufs Auto fal­len, kön­nen Sie sich zunächst an den Grund­stücks­ei­gen­tü­mer wen­den. Die­ser muss jedoch nur den Scha­den­er­satz bezah­len, wenn ihn kei­ne Schuld trifft.

Soll­ten Sie wei­te­re Fra­gen rund um das The­ma Hoch­was­ser­schutz haben, ver­ein­ba­ren Sie ger­ne einen kos­ten­lo­sen Bera­tungs­ter­min mit uns oder kon­tak­tie­ren Sie uns direkt.

Wir freu­en uns von Ihnen zu hören!