Hochwasserschutz für Fenster – Teil 3

Hur­ri­kan Sturm@lunamarina / depositphotos.com

Hochwasserschutz für Fenster: 

So finden Sie den Idealen Schutz für Ihr Haus! 

Ohne, dass Sie einen teuren Fehler begehen!

Teil 3

 

Persönliche Anforderungen beim Hochwasserschutz fürs Fenster: 

Wie schon erwähnt, gibt es neben den Punk­ten, die Sie kaum ver­än­dern kön­nen und eher mit den äuße­ren Umstän­den zu tun haben, auch die per­sön­li­chen Anfor­de­run­gen für Ihren pas­sen­den Hochwasserschutz. 

 

Was ist damit gemeint: 

  • Sie legen Wert auf ein schö­nes Erschei­nungs­bild des Hau­ses und ein Sys­tem, wel­ches Sie an die Haus­tür boh­ren müs­sen, kommt Ihnen nicht in die Tüte
  • Sie ken­nen sich tech­nisch nicht so aus und wol­len ein Sys­tem, wel­ches super ein­fach zu bedie­nen ist 
  • Sie haben lie­ber ein Sys­tem, wel­ches per­ma­nent instal­liert ist, weil Sie oft nicht zu Hau­se sind und nicht reagie­ren könn­ten, wenn es soweit ist

Nur um eini­ge Bei­spie­le zu nennen. 

Jetzt geht es an die Detail­ar­beit, denn wir wol­len ja, dass Sie mit Ihrer Wahl heu­te und in Zukunft zufrie­den sind. 

Zu den per­sön­li­chen Anfor­de­run­gen zählen: 

 

Bedie­ner des Systems

Egal wel­ches Hoch­was­ser­schutz-Sys­tem, jedes muss irgend­wann bedient wer­den.Selbst auto­ma­ti­sche Sys­te­me bedür­fen Pfle­ge und jeman­den, der danach schaut. Sie müs­sen also, bevor Sie einen Kauf täti­gen, Fol­gen­des festlegen: 

Wer baut das Sys­tem auf? Ist es ein Nach­bar, ein Kind, eine älte­re Per­son, oder Sie selbst? Hier ist es wich­tig, fest­zu­stel­len, was die­se Per­son im Stan­de ist zu heben, tra­gen oder zu mon­tie­ren. 2 Stun­den lang 20 kg schwe­re Sand­sä­cke durch die Gegend schlep­pen, ist sogar für jeman­den, der kör­per­lich fit ist, eine Tortur. 

Wie vie­le Per­so­nen brau­chen Sie? Es gibt Sys­te­me, die erfor­dern min­des­tens 2 Per­so­nen zum Auf­bau. Ande­re wie­der­um kön­nen leicht allei­ne auf­ge­baut werden. 

Kann die Per­son das Sys­tem tra­gen? Wie oben schon ange­spro­chen, geht es dar­um, ob die Per­son, die das Sys­tem auf­baut in der Lage ist, ein schwe­res Sys­tem zu heben oder, ob Sie doch lie­ber eine leich­te­re Vari­an­te wäh­len sollten. 

Kann die Per­son das Sys­tem bedie­nen? Sand­sä­cke sind bei­spiels­wei­se nicht so ein­fach zu bedie­nen, wie es auf den ers­ten Blick aus­sieht. Fra­gen Sie sich also, ob der Anwen­der in der Lage ist, das Sys­tem ein­zu­bau­en. Im Zwei­fel soll­ten Sie lie­ber ein­fa­che Sys­te­me verwenden. 

 

Ver­füg­bar­keit des Bedieners

Hoch­was­ser, gera­de bei Stark­re­gen, hat Sie oft schnel­ler über­rascht, als es Ihnen lieb ist. 

Bevor Sie also jeman­den fest­le­gen, der das Sys­tem oder die Sys­te­me bedie­nen soll, soll­ten Sie sich fra­gen, wie schnell der Bedie­ner reagie­ren kann. 

Vor allem bei Stark­re­gen ist der Fak­tor Zeit essen­zi­ell. Bei Fluss­hoch­was­ser kön­nen Sie die­sen Punkt etwas vernachlässigen. 

Ist der Bedie­ner am Ort? Bei star­kem Regen müs­sen Sie schnell reagie­ren kön­nen. Ist der, der das Sys­tem ein­baut, vor Ort? 

Wie schnell kann der Bedie­ner vor Ort sein? Wenn der Bedie­ner nicht vor Ort ist, wie schnell kann er da sein, um das Sys­tem ein­zu­bau­en? Gera­de bei Berufs­tä­ti­gen ein wich­ti­ger Punkt. 

Wie oft ist er nicht ver­füg­bar? Fah­ren Sie mehr­mals im Jahr auf eine Geschäfts­rei­se und sind dann nicht daheim? Dann lohnt es sich etwas mehr Geld zu inves­tie­ren, um ein dau­er­haf­tes und abso­lut dich­tes Sys­tem zu kaufen. 

Gestal­tet sich die Ver­füg­bar­keit des Bedie­ners als schwie­rig, kön­nen wir Ihnen nur zu Sys­te­men raten, die per­ma­nent ver­baut werden. 

 

Logis­tik des Systems

Ent­schei­den Sie sich für ein Sys­tem, wel­ches das Was­ser vom Haus fern hält und damit auch von Ihren Fens­tern und Türen, erfor­dern die­se Sys­te­me meist etwas mehr Fach­wis­sen, Arbeit und Ressourcen. 

In die­sem Fall müs­sen Sie sicher­stel­len, dass die­se Res­sour­cen und Rah­men­be­din­gun­gen vor­han­den sind. 

Gera­de bei Fluss­hoch­was­ser kann es Sinn machen, dass Was­ser gar nicht erst an das Haus flie­ßen zu las­sen, da die Gefahr bestehen kann, dass Ihr Mau­er­werk vom Was­ser durch­drun­gen wird. 

Eine umfas­sen­de Bera­tung kann Ihnen hel­fen, die rich­ti­ge Stra­te­gie zu ent­wi­ckeln und umzu­set­zen (LINK)

Wel­che Rah­men­be­din­gun­gen benö­ti­gen Sie, um das Sys­tem sicher ein­zu­set­zen? Hier eini­ge Punk­te, die Sie beach­ten sollten: 

 

  • Arbeits­ein­satz des Bedie­ners oder der Bedie­ner – Müs­sen Sie das Sys­tem eini­ge Minu­ten oder sogar Stun­den auf­bau­en? Wenn ja, müs­sen Sie die­se Zeit in Ihre Über­le­gun­gen für den pas­sen­den Hoch­was­ser­schutz mit ein­be­zie­hen. Gera­de Sand­sä­cke und ähn­li­che Sys­te­me sind mit enor­men Arbeits­auf­wand verbunden. 
  • Erfah­rung – Es gibt Sys­te­me, die Sie nur mit Erfah­rung im Feu­er­wehr­be­reich auf­bau­en kön­nen. Dazu zäh­len vor allem was­ser­ge­stütz­te Sys­te­me, die man nur mit­tels Hydrant und Feu­er­wehr­schlauch fül­len kann. 
  • Ele­men­te wie Strom, Was­ser oder Erde – Brau­chen Sie zusätz­li­che Res­sour­cen, um das Sys­tem auf­zu­bau­en? Wenn Sie für die Sand­sä­cke, die Sie auf­bau­en wol­len eine Ton­ne Sand benö­ti­gen, dann soll­te die­ser am bes­ten schon vor­han­den sein, bevor eine Über­schwem­mung droht. Haben Sie hin­ge­gen ein Sys­tem, wel­ches mit Strom funk­tio­niert, müs­sen Sie sicher­stel­len, dass eine Strom­ver­sor­gung auch wäh­rend des Hoch­was­sers gewähr­leis­tet ist. 
  • Auf­bau­dau­er – Es gibt Sys­te­me, die kön­nen in ein paar Sekun­den auf­ge­baut wer­den, wäh­rend ande­re erst nach meh­re­ren Stun­den ste­hen. Abhän­gig von der Art des Hoch­was­sers soll­ten Sie auch die Auf­bau­dau­er in Ihre Kauf­ent­schei­dung mit einbeziehen. 

 

Sicher­heit

Im Hoch­was­ser­schutz geht es doch im Grun­de dar­um, dass Sie vor Hoch­was­ser sicher sind. 

Des­halb wid­men wir dem The­ma Sicher­heit einen eige­nen Text­ab­schnitt. Es gibt Hoch­was­ser­schutz-Sys­te­me, die abso­lut dicht sind und ande­re, die unter gewis­sen Vor­aus­set­zun­gen über­haupt nicht funk­tio­nie­ren. Ob das Sys­tem, für dass Sie sich ent­schei­den, eher zu der ers­ten oder der zwei­ten Kate­go­rie gehört, fin­den Sie lei­der erst im Ernst­fall her­aus. Vie­le Haus­be­sit­zer haben bei die­sem Punkt schon ordent­lich Lehr­geld bezahlt. Wenn Sie hier eine zwei­te Mei­nung haben möch­ten, kön­nen Sie uns ger­ne anru­fen, oder eine E‑Mail schreiben.

Die ver­schie­de­nen Hoch­was­ser­schutz-Sys­te­me las­sen sich grob in fol­gen­de Sicher­heits­stu­fen aufteilen: 

 

100 % Dicht: Um eine Garan­tie geben zu kön­nen, dass ein Sys­tem dicht ist, kommt der Ver­käu­fer des Sys­tems vor­bei, um es fach­ge­recht ein­bau­en zu las­sen. Hier­zu zäh­len Magnet­schotts, Flutschotts, hoch­was­ser­dich­te Fens­ter und ähn­li­che Sys­te­me. Wenn Ihr Kel­ler­fens­ter kom­plett geschützt wer­den muss, soll­ten Sie auf jeden Fall ein abso­lut dich­tes Sys­tem wählen. 

Tropf­was­ser­men­gen: Sys­te­me, die man selbst ein­bau­en kann, sind oft nicht ganz dicht. Die Men­gen an Was­ser, die durch das Sys­tem flie­ßen, sind aller­dings mini­mal und kön­nen nach ein paar Stun­den Stand­zeit ein­fach mit einem Lap­pen auf­ge­nom­men wer­den. Gera­de, wenn Sie das Fens­ter nur halb abdich­ten müs­sen, kön­nen Sie zu sol­chen Sys­te­men greifen. 

Mehr als Tropf­was­ser­men­gen: Mobi­le Hoch­was­ser­schutz­sys­te­me, die weder von Ihnen, noch von einem Mon­ta­ge­team ein­ge­baut wer­den, las­sen oft etwas mehr Was­ser durch, als fest instal­lier­te Sys­te­me. Trotz­dem sind die Was­ser­men­gen, die durch das Sys­tem sickern, beherrschbar. 

Gera­de, wenn Sie einen was­ser­un­emp­find­li­chen Boden haben, kön­nen Sie zu sol­chen Sys­te­men greifen. 

Undicht: Auch, wenn es Para­dox klingt, gibt es Sys­te­me, die undicht sind und das Was­ser fast unge­hin­dert durch das Fens­ter flie­ßen las­sen. Neben den schwar­zen Scha­fen der Bran­che, die sol­che Sys­te­me ver­kau­fen, sind vor allem Anwen­dungs­feh­ler oder Fehl­käu­fe Schuld am Systemversagen. 

Nun haben Sie einen Über­blick über die Mög­lich­kei­ten und sind dem idea­len Hoch­was­ser­schutz für Ihr Fens­ter ein Stück näher gekom­men. Wie Sie sehen, gibt es nicht das eine per­fek­te Hoch­was­ser­schutz-Sys­tem. Es gibt vie­le unter­schied­li­che Grund­vor­aus­set­zun­gen und genau­so vie­le Sys­te­me. Am Ende ist es vor allem eine Fra­ge Ihrer per­sön­li­chen Prä­fe­ren­zen und Anforderungen. 

Sie müs­sen sich auch im Kla­ren dar­über sein, dass jeder Vor­teil meist auch einen Nach­teil mit sich bringt. 

Des­halb hier eini­ge Fak­to­ren, die sich mit Ihren Sicher­heits­an­for­de­run­gen bei­ßen können: 

 

Ästhe­tik: Sie legen auf eine makel­lo­se Optik wert und möch­ten Ihre Fens­ter nicht mit Schie­nen ver­schan­deln? Dann haben wir mög­li­cher­wei­se schlech­te Nach­rich­ten für Sie. Einen 100 % dich­ten Hoch­was­ser­schutz, den man von außen nicht sieht, gibt es nicht. Sie müs­sen sich also ent­schei­den, ob Sie eher auf Optik, oder Dicht­heit wert legen möchten. 

Alter­na­ti­ven zu den fest instal­lier­ten Sys­te­men sind etwas undich­te mobi­le Systeme. 

Bedie­nung: Die schwers­ten Sys­te­me sind meist auch die Dich­tes­ten. Wenn Sie also schwer heben kön­nen, müs­sen Sie an die­sem Punkt Abstri­che machen oder etwas mehr Geld aus­ge­ben, um eine ein­fa­che Hand­ha­bung und eine hohe Abdich­tung zu gewährleisten. 

Preis: Sie haben es wahr­schein­lich schon geahnt, aber je dich­ter ein Sys­tem ist, des­to höher ist auch meist der Preis, den Sie dafür zah­len müs­sen. Wenn Sie ein Sys­tem ein­bau­en las­sen, ist es zwar dich­ter, aber auch das Mon­ta­ge­team will bezahlt wer­den. Bau­en Sie ein Sys­tem hin­ge­gen selbst ein, spa­ren Sie sich die Mon­ta­ge­kos­ten, büßen aber Dich­tig­keit ein. 

War­tung: Kos­ten, die regel­mä­ßig bei abso­lut dich­ten Sys­te­men anfal­len, sind War­tungs­kos­ten und der Aus­tausch von Dich­tun­gen. Sie wol­len ja sicher­stel­len, dass alles ord­nungs­ge­mäß funk­tio­niert. Bei mobi­len Sys­te­men fal­len die­se Kos­ten kaum an, dafür müs­sen Sie aber selbst schau­en, dass die Sys­te­me so arbei­ten, wie sie sollen. 

 

Wie dicht muss Ihr Sys­tem also sein? Sie haben es sicher­lich schon fest­ge­stellt, es kommt dar­auf an.

Wenn Sie mit ein paar Trop­fen Was­ser im Haus klar­kom­men, kön­nen Sie sicher ein paar Euro spa­ren, soll­te Ihr Fens­ter aber kom­plett von Was­ser umschlos­sen sein, kön­nen wir Ihnen nur drin­gend dazu raten, ein kom­plett dich­tes Sys­tem zu nehmen. 

Über­schwem­mun­gen Regen @fotofoster1 / depositphotos.com

 

Bud­get kurz- und langfristig

Wenn wir nun schon beim Preis ange­langt sind, lohnt es sich zu erwäh­nen, dass auch die­ser Punkt sorg­sam über­legt sein muss. 

Ein Fehl­kauf kann Sie schnell hun­der­te von Euro kos­ten. Nicht nur die­ses Jahr, son­dern auch die Jah­re darauf. 

Wel­ches Geld Sie inves­tie­ren soll­ten, sowohl kurz- als auch lang­fris­tig und wo Sie ruhig den Rot­stift anset­zen kön­nen, damit beschäf­ti­gen wir uns jetzt. 

Sie haben mitt­ler­wei­le ver­stan­den, dass sich eini­ge Aspek­te im Hoch­was­ser­schutz nicht ver­ein­ba­ren las­sen, also hier noch mal eini­ge Bei­spie­le zur Auffrischung:

  • Abso­lut dich­te Sys­te­me sind meist teu­rer, als Sys­te­me, die etwas Was­ser hereinlassen
  • Wenn Sie einen Groß­teil der Arbeit über­neh­men, wird es meist güns­ti­ger für Sie
  • Haben Sie ein­fa­che Rah­men­be­din­gun­gen, wird der Schutz Ihres Fens­ters ein­fa­cher und günstiger

 

Die ent­schei­den­de Fra­ge lau­tet nun: Wie viel Geld wol­len oder müs­sen Sie aus­ge­ben, um vor dem nächs­ten Hoch­was­ser sicher zu sein? 

Wenn Sie uns auf­merk­sam gefolgt sind, soll­ten Sie aktu­ell schon ein ers­tes Bauch­ge­fühl dafür haben, was Sie bereit sind aus­zu­ge­ben bzw. was Sie wohl aus­ge­ben soll­ten, um den per­fek­ten Hoch­was­ser­schutz zu erhalten. 

Hat­ten Sie einen Scha­den von 20.000 € und meh­re­re Mona­te Arbeit, um alles wie­der instand zu setzen? 

Hat­ten Sie ein paar Zen­ti­me­ter Hoch­was­ser und konn­ten sich mit Tüchern behel­fen, um das Was­ser vom Ein­drin­gen abzuhalten? 

Je nach­dem wie viel Scha­den Sie hat­ten, müs­sen Sie bereit sein, etwas mehr Geld zu investieren. 

Eine gute Nach­richt vor­weg! In der Regel kos­tet Hoch­was­ser­schutz nur 1/10 von dem, was er Ihnen an Zeit , Scha­den und Ärger erspart. 

Trotz­dem soll­ten Sie nicht mehr Geld aus­ge­ben, als Ihnen die Sache wert ist. Ganz einfach. 

Scheint Ihnen ein Preis zu hoch zu sein, gehen Sie noch mal durch die von Ihnen erstell­te Lis­te und fra­gen Sie sich, ob der Preis für Ihre Anfor­de­run­gen gerecht­fer­tigt ist. Wenn nicht, gehen Sie auf die Suche nach Alternativen. 

Für zu güns­ti­ge Ange­bo­te, gilt natür­lich das Glei­che, nur in die ande­re Richtung. 

Sie kön­nen von 20,00 € – 5.000,00 € und mehr ver­schie­dens­te Ange­bo­te bekom­men, es hängt stark von Ihren Gege­ben­hei­ten und per­sön­li­chen Prä­fe­ren­zen ab. 

An die­ser Stel­le kön­nen wir nur noch mal dar­auf auf­merk­sam machen, Sie kön­nen offen mit uns reden und uns all Ihre Beden­ken offen kom­mu­ni­zie­ren. Selbst wenn Sie eine Mei­nung eines unbe­tei­lig­ten Drit­ten brau­chen, sind wir für Sie da. (TELEFONNUMMER und EMAIL

Auch auf die Gefahr hin, dass wir uns manch­mal wie­der­ho­len, wol­len wir doch, dass Sie die Lek­tio­nen und Schlüs­se aus die­sem Arti­kel ver­in­ner­li­chen, bevor Sie sich für ein Hoch­was­ser­schutz­sys­tem entscheiden. 

Die Fak­to­ren, die Sie beim Preis, neben den oben ange­stell­ten Über­le­gun­gen berück­sich­ti­gen soll­ten, sind: 

 

Dich­tig­keit: Mitt­ler­wei­le wis­sen Sie, dass mit einer hohen Dich­tig­keit, auch ein höhe­rer Preis ein­her­geht. Den­ken Sie dar­an, dass Sie die­se Ent­schei­dung vor allem an den Umwelt­fak­to­ren fest­ma­chen soll­ten. Muss Ihr unter erdi­ges Kel­ler­fens­ter kom­plett ver­schlos­sen wer­den, soll­ten Sie etwas mehr Geld für ein dich­tes Sys­tem ausgeben. 

 

Ent­sor­gungs­kos­ten: Ent­sor­gungs­kos­ten fal­len natür­lich nicht bei allen Sys­te­men und Pro­duk­ten an. 

Beson­ders bei mobi­len Sys­te­men kön­nen Sie mit die­sem Kos­ten­punkt rech­nen. Sand­sä­cke bei­spiels­wei­se müs­sen nach einem Hoch­was­ser fach­ge­recht ent­sorgt wer­den. Je öfter Sie also mit Hoch­was­ser zu tun haben, des­to öfter wür­den hier Ent­sor­gungs­kos­ten anfallen. 

Eine kur­ze Kos­ten­auf­stel­lung über die nächs­ten Jah­re gibt Ihnen Aus­kunft dar­über, ob es sich dann nicht lohnt am Anfang etwas mehr zu investieren. 

 

Wie­der­ver­wend­bar­keit und Halt­bar­keit: Die­ser Punkt geht oft Hand in Hand mit den Ent­sor­gungs­kos­ten. Wenn wir bei Sand­sä­cken blei­ben, muss man fest­stel­len, dass die­se zwar immer wie­der ver­wend­bar sind, je nach Qua­li­tät aber nur ein paar mal hal­ten und dann neu gekauft wer­den müs­sen. Kau­fen Sie hin­ge­gen Poly­mer­sä­cke für den Hoch­was­ser­schutz, kön­nen Sie die­se nur ein­mal ver­wen­den und müs­sen danach neu gekauft wer­den. Bei den teu­re­ren Sys­te­men, die ver­baut wer­den, fällt die­ser Punkt nicht ins Gewicht. 

 

Arbeits­ein­satz: Da wir nun schon bei Sand­sä­cken sind, kön­nen wir gleich beim Arbeits­ein­satz wei­ter machen, um Ihnen zu ver­deut­li­chen, was Sand­sä­cke eigent­lich an Arbeits­ein­satz kosten. 

Hier spie­len wir mal ein fik­ti­ves Sze­na­rio durch. 

Sie müs­sen ein Fens­ter 100 cm breit und 50 cm hoch abdich­ten. Ein­mal mit Sand­sä­cken und ein­mal mit einem Alu-Dammbalken-System

Kos­ten für Sand­sä­cke: ca. 150,00 €

Kos­ten für Alu-Damm­bal­ken: ca. 550,00 €

Arbeits­auf­wand für Sand­sä­cke: 1 Anwen­der muss eine Stun­de lang etwa 70 Sand­sä­cke (20 kg je Sack) von A nach B tra­gen, wenn die­se schon gefüllt sind. Bei zwei Hel­fern dau­ert das gan­ze logi­scher­wei­se 30 Minu­ten.  Sie brau­chen dafür etwa 1400 Kg Sand. *Anga­ben des THW 

Natür­lich sind die Zah­len beim Pri­vat­an­wen­der gerin­ger, dies soll aber ver­deut­li­chen, was mit Arbeits­auf­wand gemeint ist. 

Arbeits­auf­wand für Alu-Damm­bal­ken: Mon­ta­ge des Sys­tems im Vor­aus dau­ert etwa 30 Minu­ten. Der Ein­satz des Sys­tems kann von einem Anwen­der inner­halb von 5 Minu­ten statt­fin­den, indem man Alu-Bal­ken, die etwa 2–3 kg wie­gen von A nach B trägt. 

Das Alu-Damm­bal­ken-Sys­tem ist zwar etwas teu­rer in der Anschaf­fung, dafür mit weni­ger Arbeits­ein­satz und Zeit zu bedienen. 

 

War­tun­gen: Wie oben schon mal ange­spro­chen, fal­len auch War­tun­gen bei vie­len Sys­te­men an.

Je dich­ter das Sys­tem sein muss, des­to auf­wen­di­ger sind auch die Wartungen. 

In regel­mä­ßi­gen Abstän­den, meist alle zwei Jah­re, muss ein Fach­mann bei Ihnen vor­bei­kom­men und die Dich­tun­gen austauschen. 

Bei einem Magnet­schott bei­spiels­wei­se muss alle zwei Jah­re geschaut wer­den, dass alle Dich­tun­gen in Ord­nung sind. Als Faust­for­mel kön­nen Sie mit War­tungs­kos­ten von 5 bis 10 Pro­zent der Anschaf­fungs­kos­ten alle zwei Jah­re rechnen.

Wei­ter­hin gilt, je öfter Sie ein Sys­tem im Ein­satz haben, des­to öfter soll­ten Sie jeman­den danach schau­en lassen. 

Sie ken­nen nun auch die rele­van­ten Fak­to­ren für den Preis. 

 

Die alles entscheidende Frage, die sich daraus ergibt, ist nun: 

Welches System sollen Sie zum Schutz des Fensters wählen und wie können Sie nun vorgehen? 

 

  1. Sie haben nun alle Details auf die Sie ach­ten soll­ten auf einem Zet­tel ste­hen. Brin­gen Sie die­se  Punk­te nun in eine E‑Mail.
  2. Damit Sie schnel­ler ein Ange­bot bekom­men, ist es rat­sam, wenn Sie Bil­der mit Maßen der Fens­ter an die E‑Mail hängen. 
  3. Danach suchen Sie im Inter­net nach pas­sen­den Fir­men, die Sys­te­me ver­trei­ben, die Ihnen auf Anhieb zusa­gen (Hören Sie auf Ihren Bauch) 
  4. Sie fin­den deren E‑Mail-Adres­sen und sen­den nun die vor­be­rei­te­te E‑Mail an min­des­tens 5 Firmen. 
  5. Alter­na­tiv kön­nen Sie das auch tele­fo­nisch machen, es wür­de aber län­ger dauern. 
  6. Nach­dem Sie die ers­ten Rück­mel­dun­gen haben, suchen Sie sich das zu Ihrem Bud­get und Ihren Anfor­de­run­gen pas­sen­de Sys­tem her­aus und bestel­len es.
  7. Sie sind nun opti­mal gegen Hoch­was­ser abgesichert. 

 

Alter­na­tiv kön­nen Sie uns auch ein­fach kon­tak­tie­ren und spa­ren sich damit Schrit­te 1–6. Wenn Sie aller­dings sowie­so schon bis hier gele­sen haben, soll­ten Sie nun auch die letz­ten Schrit­te gehen. 

Unse­re E‑Mail-Adres­se ist vertrieb@hochwasserschutz-profis.de.

 

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