Lichtschacht gegen Regen schützen: So gehts auch bei Ihnen!

Lichtschacht gegen Regen schützen: So geht’s auch bei Ihnen!

Hef­ti­ge Nie­der­schlä­ge tre­ten immer öfter auf. Da kann es vor­kom­men, dass Sie ihren Licht­schacht gegen Regen schüt­zen müs­sen, sonst kommt es zu einer Überschwemmung.

Lei­der kön­nen hier gro­ße Schä­den ent­ste­hen, vor allem wenn das Was­ser durch den Licht­schacht ins Haus oder in den Kel­ler kommt. Sie soll­ten wis­sen, ab wann Regen zu einem Pro­blem wer­den kann, damit Sie rich­tig han­deln und das Haus vor Hoch­was­ser schüt­zen kön­nen. Genau des­halb haben wir die­sen Arti­kel für Sie geschrie­ben. Haupt­säch­lich wer­den wir uns mit dem The­ma „Licht­schacht gegen Regen schüt­zen“ beschäftigen.

Wir wer­den in fol­gen­de The­men genau­er eingehen: 

  1. Licht­schacht gegen Regen schüt­zen: Wann wird viel Regen zum Problem?
  2. Wie schüt­ze ich mein Haus und mein Licht­schacht vor Starkregen?
  3. Wel­che bau­li­chen Maß­nah­men schüt­zen mei­nen Kel­ler und mei­nen Licht­schacht vor Hochwasser?
  4. Wie kann ich mei­nen Kel­ler mit Hoch­was­ser­schutz absichern?

Lichtschacht gegen Regen schützen: Wann wird viel Regen zum Problem?

Um zu erken­nen, ob der Stark­re­gen für Sie zum Pro­blem wer­den kann und Ihren Licht­schacht über­flu­ten kann, müs­sen wir uns die äuße­ren Fak­to­ren ansehen:

  • Ober­flä­chen­ver­schluss: Schau­en Sie sich in Ihrem und im Gar­ten des Nach­barn genau um. Wenn Sie nicht viel Grün­flä­che sehen, dann sind Sie gene­rell gefähr­de­ter als jemand, der kom­plett auf grü­ner Flä­che lebt. Denn je mehr Flä­che des Bodens durch Beton, Asphalt oder ähn­li­ches ver­schlos­sen wird, des­to eher ist es wahr­schein­lich, dass das Was­ser sich einen ande­ren Weg sucht und dann zum tiefs­ten Punkt fließt. Im schlimms­ten Fall müs­sen Sie dann den Licht­schacht gegen den Regen schützen.
  • Tro­cken­heit des Bodens: Ähn­lich sieht es aus, wenn es lan­ge nicht gereg­net hat und die Grün­flä­che, die Sie haben sehr tro­cken ist und kaum Was­ser auf­neh­men kann. Vor allem im Som­mer kön­nen Pro­ble­me auftreten.

  • Kanal­sys­tem der Gemein­de oder Stadt: Die Kanal­sys­te­me sind lei­der meis­tens nicht dafür aus­ge­legt, hohe Men­gen an Was­ser auf­zu­neh­men und abzu­trans­por­tie­ren. Das liegt vor allem dar­an, dass die­se schon sehr alt sind und damals noch nicht so viel Erd­bo­den ver­schlos­sen wur­de, wie es heu­te ist. Außer­dem kann es pro­ble­ma­tisch wer­den, wenn das Kanal­sys­tem, durch Blät­ter, Äste, Dreck oder sons­ti­ges ver­stopft ist, die das Ablau­fen des Was­sers erschwe­ren. Auch wenn die Kanal­sys­te­me nicht regel­mä­ßig gerei­nigt und gesäu­bert wer­den, könn­te es zu Pro­ble­men für Sie kommen.
  • Eige­ner Abfluss: Das­sel­be Pro­blem besteht natür­lich auch bei Ihrem eige­nen Abfluss. Wenn die Regen­rin­nen vol­ler Schmutz, Blät­ter sind und der Abfluss im Kel­ler schon län­ger nicht mehr sau­ber gemacht wur­de, kann das Was­ser nicht mehr rich­tig abflie­ßen und fließt dann im schlimms­ten Fall in Ihr Haus.
  • Lage des Hau­ses: Die Lage des Hau­ses spielt natür­lich eben­falls eine Rol­le. Wenn Sie Bei­spiels­wei­se kei­nen Kel­ler haben und Ihr Haus steht höher als das der Nach­barn, soll­ten Sie vor Stark­re­gen und fol­gen­den Über­schwem­mun­gen rela­tiv sicher sein. Wenn Sie das letz­te Haus in einer abfal­len­den Stra­ße und einen gro­ßen Kel­ler haben, kön­nen Sie mit Pro­ble­men rechnen.

Bei all die­sen Bedin­gun­gen wird star­ker Regen für Sie zum Pro­blem. Doch natür­lich kann es auch ein­fach vor­kom­men, dass so immense Was­ser­mas­sen vom Him­mel fal­len, dass Sie selbst bei guter Vor­be­rei­tung über­schwemmt wer­den. Der ein­zi­ge Lösungs­weg ist dann der Schutz des Licht­schach­tes gegen Stark­re­gen.  Auf die­se Mög­lich­keit gehen wir nun ein.

Wie schütze ich mein Haus und mein Lichtschacht vor Starkregen?

Wenn Sie neu bau­en, dann soll­ten Sie bereits in der Pla­nungs­pha­se den Archi­tek­ten auf das The­ma Hoch­was­ser­schutz und Stark­re­gen anspre­chen. Dabei soll­ten Sie klä­ren wel­che bau­li­chen Maß­nah­men sinn­voll sind. Fol­gen­de Infor­ma­tio­nen zur Über­schwem­mungs­ge­fähr­dung soll­ten bei der Pla­nung des Hau­ses berück­sich­tig werden:

  • Gibt es Hoch­was­ser­ge­fähr­dungs­kar­ten und Stark­re­gen­ge­fähr­dungs­kar­ten, die dar­über Aus­kunft geben wie stark das Haus hoch­was­ser­ge­fähr­det ist?
  • Was tut die Gemein­de zur Über­flu­tungs­vor­sor­ge bzw. was ist geplant? Ist ein Deich oder mobi­le Hoch­was­ser­schutzs­sys­te­me vor­han­den? Wer­den Flä­chen zur Zwi­schen­spei­che­rung von Was­ser bereitgestellt? 

Fol­gen­des soll­te mit dem Archi­tek­ten bespro­chen werden:

  1. Ver­si­cke­rungs­fä­hi­ge Flä­chen erhal­ten – Es soll­te so wenig Flä­che wie mög­lich beto­niert oder asphal­tiert wer­den, denn je weni­ger Flä­che ver­sie­gelt ist, des­to bes­ser kann das Was­ser ver­si­ckern. Ein hoher Anteil ver­si­cke­rungs­fä­hi­ger Flä­chen hilft bei Stark­re­gen und zahlt sich auch finan­zi­ell aus.
  2. Haus höher bau­en oder abschir­men – Wenn Sie neu bau­en, dann soll­ten Sie Grund­stü­cke in der Mul­den­la­ge oder am Fuß eines Hangs mei­den. Außer­dem soll­te das Gelän­de nach Mög­lich­keit so gestal­tet wer­den, dass gering­fü­gi­ge Über­flu­tun­gen dem Haus nichts tun kön­nen. So kann das Gebäu­de bei­spiels­wei­se höher gesetzt wer­den oder das Gelän­de fällt etwas vom Haus ab, damit das Was­ser gut abflie­ßen kann. Kann brau­chen Sie auch nicht Ihren Licht­schacht vor Stark­re­gen schützen.
  3. Zusätz­li­che Was­ser­spei­cher anle­gen – Ergän­zen­de Sam­mel­be­häl­ter hel­fen, die Fol­gen eines Stark­re­gens zu mini­mie­ren. Die­se fan­gen Was­ser auf und kön­nen den Abfluss ver­zö­gern. Sol­che Hilfs­mit­tel sind vor allem wich­tig, wenn der Erd­bo­den selbst kei­ne gute Saug­kraft besitzt. Der klas­si­sche Was­ser­spei­cher ist die Regen­ton­ne, davon gibt es heut zu Tage ver­schie­de­ne Designs. Als unter­ir­di­sche Depots kön­nen Sie Zis­ter­nen nutzen.
  4. Rück­stau­klap­pe ein­bau­en – Wie bereits erwähnt kön­nen extre­me Nie­der­schlä­ge die Kana­li­sa­ti­on in kur­zer Zeit völ­lig über­las­ten. Einen effek­ti­ven Schutz davor bie­tet eine Rück­stau­klap­pe. Die­se ver­hin­dert, dass Was­ser, Abwas­ser und schlimms­ten­falls Fäka­li­en in das Haus drü­cken. Für die­sen Schutz ist jeder Haus­be­sit­zer selbst ver­ant­wort­lich, die Kom­mu­nen haf­ten grund­sätz­lich nicht für auf­kom­men­de Schä­den. Auch die Ver­si­che­rer machen Leis­tun­gen im Scha­den­fall davon abhän­gig, dass eine Rück­stau­klap­pe ver­baut wurde.
  5. Haus­ein­gän­ge mit Stu­fen oder Schwel­len schüt­zen – Alle Haus­ein­gän­ge soll­ten nach Mög­lich­keit über eine Stu­fe oder eine klei­ne Ram­pe ver­fü­gen und nicht eben­erdig lie­gen, damit Ober­flä­chen­was­ser nicht so leicht in das Gebäu­de ein­drin­gen kann. Auch die Ober­kan­ten von Kel­ler­trep­pen oder Licht­schäch­ten soll­ten im Ide­al­fall min­des­tens zehn bis fünf­zehn Zen­ti­me­ter aus dem Boden her­aus ragen. Wenn es mög­lich ist, kön­nen Licht­schäch­te auch mit spe­zi­el­len Deckeln oder Glas­bau­stei­nen was­ser­dicht ver­schlos­sen wer­den. Tie­fer lie­gen­de Gara­gen kön­nen sich über brei­te Boden­schwel­len auf der Kup­pe der Ram­pe schüt­zen lassen.
  6. Hoch­was­ser­schutz an den Öff­nun­gen: Wenn es trotz allen Maß­nah­men nicht aus­rei­chen soll­te, ein­fach nur Schwel­len zu bau­en, müs­sen Sie zu Hoch­was­ser­schutz grei­fen. Sie haben bei jeder Öff­nung am Haus ande­re Sys­te­me, die Ihnen hel­fen sich vor Stark­re­gen zu schüt­zen. Hier eine klei­ne Aus­wahl an wei­ter­füh­ren­den Artikeln:

Wei­te­re Sys­te­me haben wir auch direkt in die­sem Arti­kel etwas wei­ter unten aufgezeigt.

Welche baulichen Maßnahmen schützen meinen Keller und meinen Lichtschacht vor Hochwasser?

Wenn das Was­ser durch die Kana­li­sa­ti­on ins Haus drückt oder es sogar durch die Wän­de kommt, dann sieht der Schutz des Kel­lers vor Hoch­was­ser etwas schwie­rig aus. Gera­de bei älte­ren Häu­sern feh­len Rück­stau­klap­pen, die das Was­ser nor­ma­ler­wei­se am Ein­drin­gen durch den Kanal ver­hin­dern. Wenn das Was­ser über meh­re­re Stun­den am Haus steht und sich durch die Wän­de drückt, müs­sen die­se nach­träg­lich geschützt werden.

Fol­gen­de Mög­lich­kei­ten haben Sie:

  • Rück­stau­klap­pe – Soll­te das Was­ser durch Abflüs­se, Toi­let­ten oder die Dusche ins Haus flie­ßen, liegt es womög­lich dar­an, dass kei­ne Rück­stau­klap­pe ver­baut wur­de. Die­se nach­träg­lich ein­zu­bau­en kos­tet unge­fähr 500,00 bis 1500,00 Euro, abhän­gig davon, wie das Kanal­sys­tem bei Ihnen auf­ge­baut ist und wie schwie­rig der Zugang für den Hand­wer­ker ist. Alter­na­tiv kön­nen Sie auch Absperr­bla­sen nut­zen, die in Kanal­ein­gän­ge gesteckt wer­den, um sie danach auf­zu­pum­pen. Die­se Pro­duk­te fin­den Sie in unse­rem Part­ner­shop. Hier der Link dazu: https://howashop.de/products/absperrblase
  • Kel­ler flu­ten – Hier­für ist die Vor­aus­set­zung, dass das Mau­er­werk geschützt ist und kei­ne Wert­sa­chen im Kel­ler gela­gert werden.
  • Mau­er­werk von innen – Wenn Sie Ihren Kel­ler flu­ten möch­ten und vor­her durch einen Fach­mann grü­nes Licht dafür bekom­men haben, kön­nen Sie dafür eine spe­zi­el­le Fir­ma beauf­tra­gen oder es selbst tun. Im Prin­zip gibt es ver­schie­de­ne Far­ben und Dicht­mas­sen, die auf die Kel­ler­wand auf­ge­tra­gen oder inji­ziert wer­den. Die­se Arbei­ten kos­ten etwa 40,00 bis 60,00 Euro pro qm.
  • Mau­er­werk von außen – Für die­se Maß­nah­me muss vor­her die Außen­mau­er unter der Erde frei­ge­legt wer­den. Danach wird die Mau­er mit einem spe­zi­el­len Dicht­ver­fah­ren was­ser­dicht ver­schlos­sen. Die Kos­ten hier­für sind sehr hoch. Mit 1000,00 bis 2000,00 € pro Meter kön­nen Sie hier rechnen.
  • Vor­keh­run­gen tref­fen – Sie soll­ten beden­ken, dass für das Flu­ten des Kel­lers gewis­se Vor­keh­run­gen getrof­fen wer­den müs­sen. Dazu zäh­len Bei­spiels­wei­se das Höhen­la­gen von Steck­do­sen, den Kel­ler aus­zu­räu­men und wich­ti­ge Gegen­stän­de nicht im Kel­ler zu lagern. Den­ken Sie außer­dem an Möbel, Schrän­ke und elek­tri­sche Geräte.
  • Was­ser­dich­ter Licht­schacht ein­bau­en: Wei­ter­hin gibt es auch was­ser­dich­te Licht­schäch­te, die Sie ein­bau­en kön­nen. Dann kann das Was­ser auch ein­fach in den Licht­schacht lau­fen, ohne das ein Scha­den entsteht.

Oder die­se Lösung, die Sie im Bild sehen. Hier­bei han­delt es sich um Acryl­schotts mit Luke. Dadurch kann kein Regen mehr durch den Licht­schacht in den Kel­ler gelan­gen. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen dazu fin­den Sie hier: https://www.hochwasserschutz-profis.de/hochwasserschutz-kellerfenster/

Wie kann ich meinen Keller mit Hochwasserschutz absichern?

Abhän­gig davon, durch wel­che Öff­nung das Was­ser in Ihren Kel­ler gelangt, müs­sen Sie auch die ent­spre­chen­de Schutz­maß­nah­me ergreifen.
Hier haben Sie ein paar Bei­spie­le, wie ein Schutz gegen Hoch­was­ser im Kel­ler aus­se­hen könnte:

  • Kel­ler­tür: Wenn das Was­ser hier­durch kommt, kön­nen Sie sich dage­gen schnell absi­chern. Das Hoch­was­ser­schutz-Sys­tem soll­ten Sie je nach Stau­hö­he wäh­len, die Sie für den effek­ti­ven Schutz errei­chen müs­sen. Bei wenig Hoch­was­ser unter 20 cm rei­chen meis­tens Sand­sä­cke, wel­che jedoch ziem­lich arbeits­in­ten­siv sind. Wenn Sie es etwas ein­fa­cher haben möch­ten, kön­nen Sie auch was­ser­ge­füll­te Schläu­che oder PE-Sper­ren nut­zen. Ansons­ten kön­nen auch Schlän­gel hel­fen. Wenn das Was­ser über 20 cm im Kel­ler steht, soll­ten Sie lie­ber zu Alu-Damm­bal­ken, Magnet­schotts oder ähn­li­chen Sys­te­men grei­fen. Mehr Infor­ma­tio­nen dazu fin­den Sie in unse­rem Arti­kel Hoch­was­ser­schutz für eine Kellertür
  • Kel­ler­fens­ter: Hier bleibt meis­tens nur die Opti­on das Fens­ter kom­plett abzu­dich­ten. Sie kön­nen es von innen mit Alu-Schotts oder von Außen mit Acryl­schotts. Der ele­gan­tes­te und ein­fachs­te Weg jedoch ist der Aus­tausch des bestehen­den Fens­ters gegen ein was­ser­dich­tes Kel­ler­fens­ter. Auch hier­zu haben wir ein Arti­kel geschrie­ben: Hoch­was­ser­schutz Kellerfenster
  • Licht­schäch­te gegen Regen schüt­zen: Ähn­lich wie bei Kel­ler­fens­tern ste­hen auch Luft­schäch­te oft ganz im Was­ser. Dafür gibt es klei­ne­re Vari­an­ten der oben genann­ten Sys­te­me für Kel­ler­fens­ter. Die­se sind auch ent­spre­chend günstiger.
  • Roh­re: Hier kön­nen Sie mit spe­zi­el­len Absperr­bla­sen behel­fen. Die­se wer­den meis­tens für den Kanal­bau ein­ge­setzt, funk­tio­nie­ren jedoch eben­falls sehr gut für den kurz­fris­ti­gen Hoch­was­ser­schutz von Roh­ren ver­schie­den Art. Hier gelan­gen Sie zum Shop von Absperr­bla­sen gegen Hochwasser

Wir hof­fen, dass wir Ihnen mit die­sen Arti­kel etwas mehr Klar­heit ver­schaf­fen konn­ten. Soll­ten Sie jedoch noch Fra­gen haben, dann kön­nen Sie uns ger­ne tele­fo­nisch oder per E‑Mail kontaktieren. 

Wie kann man sich selbst vor Hochwasser schützen?

Wie kann man sich selbst vor Hochwasser schützen?

Hoch­was­ser kann ziem­lich gefähr­lich wer­den, vor allem wenn man nicht genau weiß, wel­che Maß­nah­men man ergrei­fen soll. Auch wenn man es nicht glaubt, in Deutsch­land kommt es immer öfter zu Hoch­was­ser­er­eig­nis­sen. Mit der rich­ti­gen Vor­be­rei­tung kön­nen Sie mög­li­che Schä­den durch Hoch­was­ser ver­rin­gern oder sogar ganz ver­mei­den. Was genau in solch einer Situa­ti­on zu tun ist erfah­ren Sie in die­sem Artikel.

Wir wer­den auf fol­gen­de The­men etwas genau­er eingehen: 

  1. Was ist Hochwasserschutz?
  2. Wel­che Arten von Hoch­was­ser gibt es?
  3. Wie erken­ne ich das Hochwasserrisiko?
  4. Wel­che Maß­nah­men soll­te man bei Hoch­was­ser ergreifen?

1. Was ist Hochwasserschutz?

Bei Hoch­was­ser­schutz kommt es dar­auf an, wel­ches Hoch­was­ser gebän­digt wer­den muss und wie man die­sem am bes­ten begeg­nen soll­te. Wenn es sich bei­spiels­wei­se um Hoch­was­ser durch Stark­re­gen han­delt, dann wer­den ande­re Fak­to­ren für den Hoch­was­ser­schutz wich­ti­ger, als wenn es sich um Fluss­hoch­was­ser han­delt. Bei Fluss­hoch­was­ser hat man auch län­ge­re Vor­be­rei­tungs­zei­ten, als bei Stark­re­gen.

Außer­dem müs­sen wir die Fra­ge klä­ren, was Hoch­was­ser über­haupt ist: von Hoch­was­ser spricht man, wenn ein Gelän­de, zeit­lich begrenzt von Was­ser bedeckt ist, wel­ches nor­ma­ler­wei­se nicht von Was­ser bedeckt ist. Mög­li­che Ursa­chen dafür sind Fluss­hoch­was­ser, Stark­re­gen, Schnee­schmel­ze oder eine Sturm­flut.

Des Wei­te­ren kann man Hoch­was­ser in Fluss­hoch­was­ser, Sturm­flut und Sturz­flut auf­tei­len. Sturz­flu­ten wer­den dabei kurz­fris­tig von Stark­re­gen ver­ur­sacht, wäh­rend Fluss­hoch­was­ser durch einen Anstieg der Pegel­stän­de vorkommt.

Abhän­gig vom Hoch­was­ser kann man die­sem pas­siv oder aktiv etwas ent­ge­gen­set­zen. Pas­si­ver Hoch­was­ser­schutz ist vor allem bei Fluss­hoch­was­ser inter­es­sant. Denn wenn gan­ze Land­stri­che von Was­ser bedeckt sind, lohnt es sich für die Gemein­den oder Städ­te dem Hoch­was­ser mehr Platz ein­zu­räu­men und es  umzu­len­ken, statt es zurück­zu­hal­ten. Für pri­va­te Anwen­der ist pas­si­ver Hoch­was­ser­schutz etwas schwie­ri­ger zu bewerk­stel­li­gen, somit ist akti­ver Hoch­was­ser­schutz hier die rich­ti­ge Wahl.

Hier eine kur­ze Erklä­rung zum akti­ven und pas­si­ven Hochwasserschutz:

  • Akti­ver Hoch­was­ser­schutz – Die­se Art von Hoch­was­ser­schutz macht bei Stark­re­gen sinn, aber auch bei Fluss­hoch­was­ser und sogar bei Sturm­flu­ten ist es nicht zu ver­ach­ten. Das Was­ser wird hier am Ein­drin­gen in das Gebäu­de gehin­dert. Die äuße­ren Ein­flüs­se, wie Grün­flä­chen, Nei­gung des Gelän­des oder regel­mä­ßi­ges Prü­fen der Ent­wäs­se­rung blei­ben mehr oder weni­ger ver­nach­läs­sig­bar. Es gibt hier ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten den Hoch­was­ser­schutz aktiv zu betrei­ben. Wenn Sie mehr dar­über erfah­ren möch­ten, dann lesen Sie unse­ren Arti­kel  Was ist Hochwasserschutz?
  • Pas­si­ver Hoch­was­ser­schutz – Die­ser macht bei Fluss­hoch­was­ser und Sturm­flu­ten Sinn. Akti­ver Hoch­was­ser­schutz könn­te hier dazu füh­ren, dass das Gebäu­de auf­schwimmt und sich aus der Boden­ver­an­ke­rung löst. Für Infor­ma­tio­nen über die ange­pass­te Ver­hal­tens­wei­se bei Hoch­was­ser kön­nen Sie unse­ren Arti­kel über Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men lesen. 

2. Welche Arten von Hochwasser gibt es?

Hoch­was­ser kann man grob in vier Arten unter­schie­den. Es gibt das Fluss­hoch­was­ser, wenn Flüs­se über die Ufer tre­ten, die Sturz­flut, die durch Stark­re­gen ent­steht und die Sturm­flut, die auf­tritt, wenn das Meer einen kom­plet­ten Land­strich über­schwemmt. Außer­dem kann es vor allem in den Gebir­gen vor­kom­men, dass Hoch­was­ser durch Schnee­schmel­ze, die betrof­fe­nen Orte mit Was­ser­men­gen über­flu­tet, sobald der Schnee schmilzt. Gehen wir nun etwas genau­er dar­auf ein:

  • Fluss­hoch­was­ser – Wenn Pegel­stän­de stei­gen, führt das ab einem gewis­sen Punkt dazu, dass die Flüs­se über die Ufer tre­ten. Wenn sich die Flüs­se so wei­ter aus­deh­nen, kann es sein, dass Häu­ser und Leben davon bedroht wer­den. Das Fluss­hoch­was­ser ist somit eines der gefähr­lichs­ten. Es hält sich außer­dem län­ger als alle ande­ren Hoch­was­ser-Arten. Ein Fluss­hoch­was­ser kann meh­re­re Tage dau­ern und gan­ze Orte ver­wüs­ten. Die Ursa­chen dafür sind vielfältig.
  • Sturz­flut – Hier gibt es genau einen Grund: es reg­net zu viel Was­ser vom Him­mel und es kann nicht rich­tig abflie­ßen. Das führt oft dazu, dass Kel­ler vollau­fen, Gara­gen über­flu­tet wer­den und Mil­li­ar­den­schä­den ent­ste­hen. Sturz­flu­ten sind zwar an sich nicht so gefähr­lich wie Fluss­hoch­was­ser, trotz­dem wer­den die­se meis­tens unterschätzt.
  • Sturm­flut – In Küs­ten­ge­bie­ten kann es vor­kom­men, dass sich eine gro­ße Wel­le den Weg an Land bahnt. So pas­siert es, dass inner­halb von Sekun­den eine Stadt geflu­tet wird. Hier­bei han­delt es sich oft um gerin­ge Men­gen Was­ser, trotz­dem sind sogar gerin­ger Was­ser­men­gen, gera­de wenn es sich um Salz­was­ser han­delt, schäd­lich für Gebäu­de und Gegen­stän­de. Die Städ­te und Gemein­den haben in der Regel für die­sen Fall vor­ge­sorgt und das Risi­ko für die Bür­ger enorm mini­miert. Wenn Sie nicht an der Küs­te woh­nen, soll­ten Sie von die­sem Hoch­was­ser auch nicht betrof­fen sein.
  • Schnee­schmel­ze – Die­ses Phä­no­men kommt im Früh­ling in den Ber­gen vor. Der Schnee taut ab und das Was­ser bahnt sich dar­aus sei­nen Weg in Dör­fer und Städ­te. Ähn­lich wie bei Stark­re­gen, kann das ziem­lich plötz­lich pas­sie­ren und vie­le Men­schen überraschen.

3. Wie erkenne ich das Hochwasserrisiko?

Bevor Sie sich dar­über Gedan­ken machen kön­nen, wel­che Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men Sie ergrei­fen, soll­ten Sie zuerst Ihr Risi­ko ken­nen. Wenn Sie noch nie von Hoch­was­ser betrof­fen waren, dann wird Ihnen die nach­fol­gen­de Lis­te hel­fen Ihr Risi­ko einzuschätzen.

Die zwei größ­ten Gefah­ren, wie Sie nun bereits sehen konn­ten, sind Fluss­hoch­was­ser und Stark­re­gen. Die­se sind für die meis­ten Hoch­was­ser­schä­den in Deutsch­land ver­ant­wort­lich. Wenn Sie Infor­ma­tio­nen zum The­ma „Hoch­was­ser­schutz in Deutsch­land“ benö­ti­gen, dann haben wir auch dazu ein Arti­kel geschrieben.

Wir haben nun eine klei­ne Lis­te für Sie zusam­men­ge­stellt, mit eini­gen Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men, die Sie tref­fen soll­ten, wenn Sie an einem Fluss/Bach oder der Küs­te leben oder von Stark­re­gen betrof­fen sein könnten.

Wenn Sie an einem Fluss/Back oder an der Küs­te leben: 

  • Sicht­kon­trol­le – Wenn der Fluss oder Bach in Ihrer Nähe ansteigt, müs­sen Sie unbe­dingt des­sen Pegel­stand im Auge behalten.
  • Nach­rich­ten – Wenn die regio­na­len Medi­en vor Hoch­was­ser war­nen, soll­ten Sie dies ernst neh­men und den Anwei­sun­gen folgen.
  • Apps – Wenn Sie in einem Hoch­was­ser­ge­biet leben, laden Sie sich am bes­ten Apps zur Früh­erken­nung run­ter oder tra­gen Sie sich in News­let­ter ein, die regel­mä­ßig über Pegel­stän­de und Gefah­ren­la­gen informieren.
  • Wet­ter­be­richt – Fol­gen Sie dem Wet­ter­be­richt und ach­ten Sie auf die Regenentwicklung.
  • Sire­nen –  Soll­ten Sire­nen ange­hen, wird wie folgt gewarnt:
  • War­nung (her­an­na­hen­de Gefahr!): 3 Min. gleich­blei­ben­der Dauerton
  • Alarm (Gefahr!): eine Minu­te auf- und abschwel­len­der Heulton
  • Infor­mie­ren Sie sich ob Sie in einem Hoch­was­ser­ge­biet leben und wie hoch und wie oft das Was­ser in der Ver­gan­gen­heit stand.

Wenn Sie von Stark­re­gen betrof­fen sind: 

  • Lei­der gibt es in die­sem Fall fast kei­ne Mög­lich­keit früh­zei­tig gewarnt zu wer­den. Die Stark­re­ge­n­er­eig­nis­se tre­ten spon­tan auf und kön­nen schnell wie­der verschwinden.
  • Die ein­zi­ge Mög­lich­keit sich vor­zu­be­rei­ten ist den Wet­ter­be­richt aktiv zu verfolgen.
  • Ach­ten Sie dar­auf ob in Ihrer nahen Umge­bung Mel­dun­gen über Stark­re­gen existieren.
  • Es gibt Apps, wel­che die genaue Regen­ent­wick­lung auf weni­ge Meter genau beob­ach­ten und anzei­gen kön­nen, die­se sind jedoch kostenpflichtig.
  • Sie kön­nen Pro­duk­te für die Früh­erken­nung von Stark­re­gen in unse­rem Arti­kel über Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men vor dem Hoch­was­ser finden.

4. Welche Maßnahmen sollte man bei Hochwasser ergreifen?

Wenn es bei Ihnen bereits zu Hoch­was­ser gekom­men ist, gibt es ver­schie­de­ne Maß­nah­men, die Sie nun ergrei­fen müs­sen, um sich selbst zu schüt­zen. Fol­gen­de Regeln soll­ten Sie beachten:

Vor dem Hochwasser:

  • Fens­ter, Türen und Öff­nun­gen am Haus schließen
  • Hoch­was­ser­schutz­sys­te­me anbringen
  • Din­ge aus hoch­was­ser­ge­fähr­de­ten Räu­men in Sicher­heit bringen
  • Eine Not­fall­ta­sche packen, gera­de wenn Sie meh­re­re Tage ohne Strom aus­kom­men müssen

Wäh­rend dem Hochwasser:

  • Elek­tro­ni­sche Gerä­te in der Nähe des Was­sers abstel­len, am bes­ten auch die Hei­zung in betrof­fe­nen Räumen
  • In gefähr­de­ten Räu­men den Strom ganz ausstellen
  • Dafür sor­gen, dass Nie­mand ohne Schutz­maß­nah­men in das Was­ser geht (Gum­mi­stie­fel o.ä.)
  • Feu­er­wehr anru­fen, damit die­se gege­be­nen­falls den Kel­ler aus­pum­pen kann
  • Wenn Was­ser im Haus steht, soll­ten Sie genug Bil­der der Über­schwem­mung machen, bevor aus­ge­pumpt wird

Nach dem Hochwasser: 

  • Ver­si­che­rung anru­fen und infor­mie­ren was getan wer­den muss. Mes­sen wie hoch das Was­ser war und wel­che Schä­den ent­stan­den sind
  • Elek­tro­nik erst ein­schal­ten, wenn Sie sich sicher sind, dass die­se nicht mit Was­ser in Berüh­rung gekom­men ist
  • Feu­er­wehr alar­mie­ren, wenn das Was­ser kon­ta­mi­niert wurde
  • Strom und Gas anschal­ten, wenn Sie sich sicher sein kön­nen, dass kei­ne Gefahr mehr besteht
  • Auf­räu­men mit Gum­mi­hand­schu­hen, um Gesund­heits­ri­si­ken zu vermeiden
  • Pro­fes­sio­nel­le Fir­men kom­men las­sen, am bes­ten in Abspra­che mit der Versicherung

Eine kom­plet­te Check­lis­te erhal­ten Sie unter fol­gen­den Link: https://www.bbk.bund.de/DE/Home/home_node.html

Wir hof­fen, dass wir Ihnen mit die­sem Arti­kel wei­ter­hel­fen konn­ten und Sie nun wis­sen, was im Ernst­fall zu tun ist und wie Sie sich selbst vor Hoch­was­ser schüt­zen kön­nen. Soll­ten Sie noch Fra­gen oder Unklar­hei­ten haben, zögern Sie nicht und kon­tak­tie­ren Sie uns tele­fo­nisch oder per E‑Mail. 

Wann zahlt die Versicherung bei Starkregen? Ein Überblick!

Wann zahlt die Versicherung bei Starkregen? Ein Überblick!

Stark­re­ge­n­er­eig­nis­se kom­men in Deutsch­land immer öfter vor. Die Schä­den, die durch Stark­re­gen ent­ste­hen kön­nen, kön­nen ziem­lich kost­spie­lig werden.

In den meis­ten Fäl­len ist die Fol­ge: Was­ser dringt in den Kel­ler oder in die Wohn­räu­me ein. Das Tücki­sche:  Stark­re­gen ist unbe­re­chen­bar, Sie kön­nen jah­re­lang ver­schont blei­ben und kön­nen dann inner­halb von kür­zes­ter Zeit mehr­mals betrof­fen sein.

Was ist ein Stark­re­ge­n­er­eig­nis? Bei einem Stark­re­ge­n­er­eig­nis nie­selt es erst ein wenig, danach wird der Regen immer stär­ker, bis es wie aus Eimern schüttet. 

Die Stra­ßen lau­fen vol­ler Was­ser. Stark­re­gen dau­ert nur eine kur­ze Zeit, ein Stark­re­ge­n­er­eig­nis kann inner­halb von Minu­ten kom­men und genau­so schnell wie­der ver­schwin­den. Es gibt also kaum einen Unterschied. 

In die­sem Arti­kel wer­den wir klä­ren, wann viel Regen für Sie zu einem Pro­blem wer­den könn­te, was man tun kann, um Schä­den durch Stark­re­gen vor­zu­beu­gen und wer bei einem Was­ser­scha­den durch Stark­re­gen die anfal­len­den Kos­ten übernimmt.

Wann wird viel Regen zu einem Problem?

Um zu wis­sen, wann viel Regen zu einem Pro­blem für Sie wer­den könn­te, muss man sich die äuße­ren Fak­to­ren anschau­en und analysieren:

Tro­cken­heit des Bodens: Wenn es lan­ge nicht gereg­net hat und die Grün­flä­che, die sich in der Nähe oder direkt um Ihr Haus befin­det tro­cken ist und kaum Was­ser auf­neh­men kann, dann wird es problematisch.

Das Pro­blem ist Ihnen sicher­lich bekannt, wenn Sie Ihren Rasen bewäs­sern und das Was­ser nicht in der Erde ver­si­ckert, son­dern abfließt. Ins­be­son­de­re im Som­mer kön­nen die­se Pro­ble­me auf­tre­ten. Eine tro­cke­ne Rasen­flä­che kann plötz­lich auf­tre­ten­de Was­ser­mas­sen viel schlech­ter auf­neh­men als eine Feuchte.

Ober­flä­chen­ver­schluss: Hier sieht es ähn­lich aus. Wenn Sie wenig Grün­flä­che ange­legt haben und sich eher Beton, Asphalt oder ähn­li­ches, dann ist die Flä­che des Bodens ver­schlos­sen und somit sucht sich das Was­ser einen ande­ren Weg und fließt dann zu den tiefs­ten Punk­ten. Sie sind also in die­sem Fall gefähr­de­ter, als jemand, der mehr Grün­flä­che hat als Sie.

Kanal­sys­tem der Gemein­de oder Stadt: Die Kanal­sys­te­me sind meis­tens nicht dafür aus­ge­legt, hohe Men­ge an Was­ser auf­zu­neh­men und abzu­trans­por­tie­ren. Die­se sind näm­lich schon ziem­lich alt und damals wur­de nicht viel Erd­bo­den ver­schlos­sen, wie es heu­te der Fall ist.

Ein wei­te­res Pro­blem sind Blät­ter, Äste, Dreck oder Sons­ti­ges, wel­che das Kanal­sys­tem ver­stop­fen und somit das Ablau­fen des Was­sers erschwe­ren. Es kann eben­falls zu Pro­ble­men kom­men, wenn die Kanal­sys­te­me nicht regel­mä­ßig gerei­nigt und gesäu­bert werden.

Eige­ner Abfluss: Das­sel­be Pro­blem besteht auch bei Ihrem eige­nen Abfluss. Wenn die Regen­rin­nen vol­ler Schmutz, Blät­ter sind und der Abfluss im Kel­ler schon län­ger nicht mehr sau­ber gemacht wur­de, dann kann das Was­ser nicht mehr rich­tig abflie­ßen und fließt im schlimms­ten Fall in Ihr Haus.

Lage des Hau­ses: Die Lage des Hau­ses spielt eine wich­ti­ge Rol­le beim Ent­ste­hen von Über­schwem­mun­gen durch Stark­re­gen. Wenn Sie Bei­spiels­wei­se kei­nen Kel­ler haben und Ihr Haus höher steht als das der Nach­barn, dann soll­ten Sie vor Über­schwem­mun­gen durch Stark­re­gen rela­tiv sicher sein.

Wenn Sie hin­ge­gen einen gro­ßen Kel­ler besit­zen und das letz­te Haus in einer abfal­len­den Stra­ße sind, dann kön­nen Sie mit den Pro­ble­men durch Stark­re­gen rechnen.

Somit wis­sen wir nun, dass je ver­schlos­se­ner der Boden um Ihr Haus ist, je klei­ner und älter das Kanal­sys­tem der Stadt oder Gemein­de umso dich­ter der eige­ne Abfluss und je tie­fer das Haus liegt, des­to höher ist die Wahr­schein­lich­keit, dass Sie von Stark­re­gen über­rascht und über­schwemmt wer­den können.

Was kann ich tun, um Schäden durch Starkregen vorzubeugen?

Soll­ten Sie noch nie von Stark­re­gen betrof­fen wor­den sein, sind sich aber nicht sicher, ob es auch bei Ihnen dazu kom­men könn­te? Dann ist es wich­tig, dass Sie wis­sen was Sie tun kön­nen um im Ernst­fall mög­li­chen Schä­den vorzubeugen.

Es gibt ver­schie­de­ne Maß­nah­men, die Sie ergrei­fen kön­nen, um einem Scha­den vor­zu­beu­gen. Dazu haben wir für Sie die nach­fol­gen­de Lis­te zusammengestellt:

  • Boden und Tür­schwel­len erhö­hen: Wenn bei Ihnen weder eine Schwel­le noch eine Erhö­hung am Kel­ler­ein­gang oder Licht­schacht vor­han­den sein soll­te, dann soll­ten Sie sich die­se gege­be­nen­falls zule­gen. Meis­tens han­delt es sich nur um ein paar Zen­ti­me­ter Stark­re­gen, die­se kön­nen jedoch unbe­hin­dert eindringen.
  • Über­da­chung: Es kann ziem­lich hilf­reich sein, den Kel­ler­ein­gang durch eine Über­da­chung zu schüt­zen, somit wird das Was­ser direkt umgeleitet.
  • Rück­stau­klap­pe ein­bau­en: Soll­ten Sie die­se noch nicht besit­zen, dann soll­ten Sie eine Rück­stau­klap­pe auf jeden Fall ein­bau­en las­sen. Alter­na­tiv kön­nen Sie eben­falls Absperr­bla­sen gegen Hoch­was­ser kau­fen. Die­se wer­den in die Kanä­le und Roh­re gescho­ben. Es gibt näm­lich nichts schlim­me­res, als brau­nes Was­ser, wel­ches durch die Toi­let­te in das gan­ze Bad und die ange­schlos­se­nen Räu­me läuft.
  • Was­ser­mel­der instal­lie­ren: Ein Was­ser­mel­der sen­det ein akus­ti­sches Signal, wenn er mit Was­ser in Berüh­rung kommt. Die Sys­te­me gibt es sogar mit einer pas­sen­den App für die Mel­dung auf dem Han­dy. Sol­che Was­ser­mel­der kön­nen Sie in unse­rem Part­ner­shop kaufen.
  • Hoch­was­ser­schutz kau­fen: Die bes­te Lösung ist es, sich den pas­sen­den Hoch­was­ser­schutz zuzu­le­gen. Es ist immer bes­ser etwas für den Fall der Fäl­le daheim zu haben, als nicht vor­be­rei­tet zu sein, wenn es benö­tigt wird. Wir hel­fen Ihnen ger­ne bei Ihrer Aus­wahl der für Sie geeig­ne­ten Sys­te­me. Sie kön­nen uns dafür ger­ne per E‑Mail oder tele­fo­nisch kon­tak­tie­ren.

Was­ser­mel­der                                                                 mobi­ler Hoch­was­ser­schutz                                                                     sta­tio­nä­rer Hochwasserschutz

Regel­mä­ßi­ge Maß­nah­men um Schä­den durch Stark­re­gen zu vermeiden: 

  • Wet­ter­mel­dun­gen beach­ten: Schau­en Sie öfter in den Wet­ter­be­richt oder legen Sie sich War­napps zu, um die Mel­dun­gen über Stark­re­gen zu ver­fol­gen. Es gibt mitt­ler­wei­le sogar Apps, die die Ent­wick­lung des Regens alle 15 Minu­ten vorhersagen.
  • Kanä­le prü­fen: Schau­en Sie ab und an nach den Abflüs­sen und auch nach dem Gul­ly vor Ihrem Haus. Soll­ten die­se vol­ler Unrat oder Blät­ter sein, dann säu­bern Sie die­se oder mel­den Sie dies bei der Stadt oder Gemein­de damit die Abflüs­se gerei­nigt werden.
  • Dach­ent­wäs­se­rung prü­fen: Hal­ten Sie die­se eben­falls durch regel­mä­ßi­ge Rei­ni­gung sau­ber, um zu ver­mei­den, dass Regen­was­ser nicht rich­tig abflie­ßen kann.

Wei­te­re Maß­nah­men bei Starkregen: 

  • Zugän­ge schlie­ßen: Schlie­ßen Sie bei Stark­re­gen alle Fens­ter und Türen, ansons­ten über­nimmt Ihre Ver­si­che­rung den Scha­den nicht!
  • Wich­ti­ge Din­ge in Sicher­heit brin­gen: Lagern Sie alle wich­ti­gen Gegen­stän­de am bes­ten auf Rega­len oder direkt auf dem Dach­bo­den. Das­sel­be gilt natür­lich für Che­mi­ka­li­en, Far­ben und Öl.
  • Nach­bar schu­len: Wenn Sie einen Hoch­was­ser­schutz kau­fen, dann infor­mie­ren Sie Ihren Nach­barn dar­über, wie er die­sen ein­set­zen kann, wenn Sie nicht zu Hau­se sein sollten.
  • Wich­ti­ge Din­ge griff­be­reit haben: Stel­len Sie sich eine Not­fall­map­pe mit allen wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen und Num­mern zusam­men, die Sie im Ernst­fall benötigen.

All die genann­ten Maß­nah­men kön­nen natür­lich nur bedingt für einen Schutz sorgen. 

Wann zahlt die Versicherung bei Schäden durch Starkregen?

Soll­ten Sie einen Was­ser­scha­den durch Stark­re­gen erlit­ten haben, ohne vor­her eine ent­spre­chen­de Ver­si­che­rung zu besit­zen, dann haben wir lei­der kei­ne guten Nach­rich­ten. Sie müs­sen näm­lich in die­sem Fall für alle Schä­den selbst aufkommen.

Wenn Ihr Gebäu­de beschä­digt wur­de über­nimmt das nor­ma­ler­wei­se die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung. Die regu­lä­re Absi­che­rung bezahlt jedoch nur, wenn es durch Blitz- oder Sturm­schä­den Pro­ble­me gab. Die Ver­si­che­rung bezahlt also, wenn Ihr Dach abge­deckt wird und dadurch Regen das Mau­er­werk beschädigt.

Die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung zahlt jedoch nicht, wenn es zu einer Über­schwem­mung im Haus über Türen oder Fens­ter kommt.

Dies muss sepa­rat ver­si­chert wer­den. Dafür gibt es Ele­men­tar­scha­den­ver­si­che­run­gen. Der Bau­stein inner­halb der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung zahlt aller­dings auch nur die Schä­den, die am Gebäu­de selbst ent­ste­hen. Soll­ten Schä­den durch Stark­re­gen wegen einer feh­len­den Rück­stau­klap­pe oder deren Ver­sa­gen ver­ur­sacht wor­den sein, dann muss dies eben­falls im Nor­mal­fall extra mit der Ver­si­che­rung abge­stimmt werden.

Für alle Gegen­stän­de inner­halb des Hau­ses gibt es die Haus­rats­ver­si­che­rung. Die­se beinhal­tet also Klei­der, Möbel, Unter­la­gen, elek­tro­ni­sche Gerä­te und wei­te­res. Hier ist es jedoch wie bei der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung: alle Schä­den, die durch Stark­re­gen ver­ur­sacht wur­den müs­sen extra ver­si­chert wer­den und sind in der nor­ma­len Haus­rats­ver­si­che­rung nicht beinhaltet.

Soll­te Ihr Auto durch Stark­re­gen in Mit­lei­den­schaft gezo­gen wor­den sein, kommt dafür die Teil­kas­ko­ver­si­che­rung auf. Dies gilt eben­falls nur, wenn Sie nicht grob fahr­läs­sig gehan­delt haben.

Soll­ten Sie die Feu­er­wehr geru­fen haben, dann zah­len Sie die­se in der Regel selbst. Die Rech­nung dafür erhal­ten Sie von der Gemein­de oder Stadt.

Wenn Sie kei­ne pas­sen­de Ver­si­che­rung abge­schlos­sen haben und das Was­ser unge­hin­dert flie­ßen konn­te, blei­ben Sie auf den Kos­ten sit­zen. Wenn Sie anschlie­ßend eine Ver­si­che­rung abschlie­ßen möch­ten, wird es für Sie fast unmög­lich eine zu bekommen.

Weitere Fragen zu wann zahlt die Versicherung bei Starkregen?

Ist eine Stark­re­gen Ver­si­che­rung sinn­voll? Ja, eine Ver­si­che­rung gegen Stark­re­gen ist sinn­voll. Die Stark­re­ge­n­er­eig­nis­se neh­men immer mehr zu. Ein Scha­den kos­tet Sie schnell mal 7.000 € wäh­rend die Ele­men­tar­scha­den­ver­si­che­rung nur ein paar Euro mehr im Jahr kostet.

Wer haf­tet bei Sturm­schä­den am Auto durch Dach­zie­gel? Wenn Dach­zie­gel, Äste oder Bäu­me von einem Grund­stück aufs Auto fal­len, kön­nen Sie sich zunächst an den Grund­stücks­ei­gen­tü­mer wen­den. Die­ser muss jedoch nur den Scha­den­er­satz bezah­len, wenn ihn kei­ne Schuld trifft.

Soll­ten Sie wei­te­re Fra­gen rund um das The­ma Hoch­was­ser­schutz haben, ver­ein­ba­ren Sie ger­ne einen kos­ten­lo­sen Bera­tungs­ter­min mit uns oder kon­tak­tie­ren Sie uns direkt.

Wir freu­en uns von Ihnen zu hören!

Eine Übersicht der Hochwasser am Main und die Schutzmaßnahmen

Eine Übersicht der Hochwasser am Main und die Schutzmaßnahmen

Alle paar Jah­re kommt es in Deutsch­land zu mit­un­ter extre­men Fluss­hoch­was­ser. Die doku­men­tier­ten Ereig­nis­se rei­chen bis ins 17. Jahr­hun­dert zurück, somit gehört Hoch­was­ser zu Deutsch­land ein­fach dazu. Wir müs­sen uns also damit arran­gie­ren und ler­nen, damit zu leben. Wir müs­sen wis­sen wel­che Fol­gen es für uns mit sich brin­gen kann und wie wir uns davor schüt­zen können.

Aus die­sem Grund haben wir für Sie die­sen Arti­kel geschrie­ben. Wir zei­gen Ihnen 8 Fak­ten über Hoch­was­ser, damit Sie bes­ser dar­über infor­miert sind.

Eine kur­ze Über­sicht: In Deutsch­land kommt es jedes Jahr zu Über­schwem­mun­gen, die­se kön­nen fast jeden tref­fen, trotz­dem sind die meis­ten Men­schen völ­lig unge­schützt. Es gibt sehr vie­le Mög­lich­kei­ten, sich vor Hoch­was­ser zu schüt­zen, man muss nur das pas­sen­de Sys­tem fin­den. Es gibt Mög­lich­kei­ten die Türen, die Fens­ter und die Gara­gen­tü­ren zu schüt­zen. Dazu haben wir eben­falls einen Arti­kel geschrie­ben  7 Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men für den Schutz von Häusern!

Doch wie kommt es über­haupt zu Hoch­was­ser? Wel­che Gebie­te sind beson­ders gefähr­det? Wir wer­den genau die­se und noch mehr Fra­gen in die­sem Arti­kel beant­wor­ten. Hier eine klei­ne Übersicht:

  1. Was ist Hochwasser?
  2. Wel­che Arten von Hoch­was­ser gibt es?
  3. Schä­den durch Hoch­was­ser am Main
  4. Wer zahlt bei Schä­den durch Hochwasser?
  5. Hoch­was­ser­ri­si­ko erkennen
  6. Schutz­maß­nah­men bei Hoch­was­ser am Main

1. Was ist Hochwasser?

Hoch­was­ser ist eine zeit­lich beschränk­te Über­schwem­mung von nor­ma­ler­wei­se nicht mit Was­ser bedeck­ten Flä­chen, ins­be­son­de­re durch ober­ir­di­sche Gewäs­ser, wie Flüs­se und Bäche.

Über­flu­tun­gen kön­nen eben­falls durch Über­las­tun­gen aus dem Kanal­netz und durch urba­ne Sturz­flu­ten ver­ur­sacht werden.

Auf­grund von Stark­re­gen kann Abwas­ser aus den Kanä­len aus­tre­ten, wel­ches eine Über­flu­tung von Flä­chen zur Fol­ge hat und in Häu­ser ein­drin­gen kann. Hoch­was­ser gibt es mit unter­schied­li­chen Was­ser­stän­den, die Schreib­wei­se, wel­che die Abfluss­men­ge wird als „HQ“ bezeich­net: „H“ bedeu­tet Hoch­was­ser und „Q“ bedeu­tet Abfluss­men­ge. Je höher der Was­ser­stand ist, des­to höher ist das Gebiet, wel­ches mit Was­ser bedeckt ist.

Dabei gibt es häu­fi­ge, mitt­le­re und extre­me Hochwasserereignisse:

Häu­fi­ge Hochwasserereignisse
HQ10 Die­se bezeich­nen Ereig­nis­se, die sta­tis­tisch ein­mal in 10 Jah­ren mit erhöh­ten Was­ser­stän­den auf­tre­ten bzw. alle 10 Jah­re ein­mal auftreten
HQ20 Die­se bezeich­nen Ereig­nis­se, die sta­tis­tisch ein­mal in 20 Jah­ren mit erhöh­ten Was­ser­stän­den auf­tre­ten bzw. alle 20 Jah­re ein­mal auftreten
Mitt­le­re Hochwasserereignisse
HQ100 Die­se bezeich­nen Ereig­nis­se, die sta­tis­tisch ein­mal in 100 Jah­ren mit erhöh­ten Was­ser­stän­den auf­tre­ten bzw. alle 100 Jah­re ein­mal auftreten
Extre­me Hochwasserereignisse
HQEx­trem Die­se bezeich­nen Ereig­nis­se, die sta­tis­tisch in Zeit­räu­men von mehr als 100 Jah­ren mit erhöh­ten Was­ser­stän­den auftreten
Hoch­was­ser in Frankfurt

2. Welche Arten von Hochwasser gibt es?

Es gibt drei Arten von Hoch­was­ser: Fluss­hoch­was­ser, wenn Flüs­se über die Ufer tre­ten, die Sturm­flut, wel­che auf­tritt, wenn das Meer einen Land­strich oder die Küs­ten­re­gi­on über­schwemmt und Sturz­flu­ten, die durch Stark­re­gen ent­ste­hen. Außer­dem kann es gera­de in Gebir­gen zu Hoch­was­ser kom­men, hier kann die­ses durch Schnee­schmel­zen entstehen.

Fluss­hoch­was­ser: Die Flüs­se tre­ten über den Ufer, wenn die Pegel­stän­de stei­ge. Wenn sich das Was­ser so wei­ter aus­dehnt, kann es sogar sein, dass Häu­ser und Leben davon bedroht wer­den. Somit ist das Fluss­hoch­was­ser eines der gefähr­lichs­ten Hoch­was­ser­er­eig­nis­se. Es kann meh­re­re Tage dau­ern und gan­ze Orte ver­schlu­cken. Die Ursa­chen dafür sind vielfältig.

Sturz­flut: Bei einer Sturz­flut reg­net zu viel Was­ser vom Him­mel und es kann nicht mehr rich­tig abflie­ßen. Oft führt dies dazu, dass Kel­ler vor­lau­fen, Gara­gen über­flu­tet wer­den und sehr hohe finan­zi­el­le Schä­den ent­ste­hen. Die­ses Ereig­nis ist zwar nicht so gefähr­lich wie Fluss­hoch­was­ser, es wird jedoch meis­tens unterschätzt.

Sturm­flut: Die­ses Ereig­nis kommt an Küs­ten­ge­bie­ten vor. Hier kann es pas­sie­ren, dass der Wel­len­gang so stark wird, dass sich eine gro­ße Wel­le den Weg an Land bahnt und inner­halb von Sekun­den eine gan­ze Stadt flu­tet. Es han­delt sich zwar oft um gerin­ge Was­ser­hö­hen, aller­dings kann gera­de Salz­was­ser sehr schäd­lich für Gebäu­de und Gegen­stän­de wer­den. Die Städ­te, die davon betrof­fen sein könn­ten haben im Nor­mal­fall jedoch vor­ge­sorgt und das Risi­ko für die Bür­ger mini­miert. Wenn Sie nicht an der Küs­te leben, soll­ten Sie von die­sen Hoch­was­ser­er­eig­nis­sen ver­schont bleiben.

Schnee­schmel­zen: Wenn Sie in den Ber­gen woh­nen, dann haben Sie sicher­lich bereits von Schnee­schmel­zen gehört. Im Früh­ling kommt es hier oft dazu, dass der Schnee abtaut und das dadurch ent­ste­hen­de Was­ser sich den Weg in Dör­fer und Städ­te bahnt. Dies kann ähn­lich wie bei Stark­re­gen ziem­lich plötz­lich pas­sie­ren und vie­le Men­schen überraschen.

3. Schäden durch Hochwasser am Main

Hoch­was­ser stellt Men­schen oft vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen, wenn auf ein Mal das Eigen­tum beschä­digt oder gar völ­lig zer­stört wird und womög­lich das eige­ne zu Hau­se nicht mehr bewohn­bar ist.

Die Städ­te und Gemein­den am Main sind bei Hoch­was­ser beson­ders betrof­fen. Das letz­te gro­ße Hoch­was­ser in 2011 bedroh­te die Stadt Frank­furt, Hanau und Wert­heim. Der Pegel­stand hat­te damals knapp fünf Meter angezeigt.

Ein Hoch­was­ser an sich ist eigent­lich gar nicht gefähr­lich, da es zum jähr­li­chen Ver­lauf von den Abflüs­sen in einem Gewäs­ser gehört, genau­so wie Nied­rig­was­ser. Gefähr­lich wird es, wenn es zu Über­schwem­mun­gen kommt, wenn die­se auf besie­del­te Berei­che tref­fen, dann kön­nen sie sehr gro­ße Schä­den anrichten.

Da Hoch­was­ser meis­tens in einem Gewäs­ser vor­kommt, haben die Behör­den Ver­keh­run­gen getrof­fen, um die Men­schen vor Schä­den zu schützen.

Das gefähr­li­che an Hoch­was­ser ist jedoch, dass die Schutz­ein­rich­tun­gen nur für Ereig­nis­se mit einer gewis­sen Wie­der­kehr­zeit aus­ge­legt sind. Ein Hoch­was­ser,wel­ches laut der Sta­tis­tik ein­mal in zwei Jah­ren auf­tritt, führt nicht so viel Was­ser, wie ein Hoch­was­ser, wel­ches ein­mal in hun­dert Jah­ren auf­tritt. Genau hier liegt die Gefahr.

Den genau­en Schä­den zu bezif­fern, der durch Stark­re­gen ent­steht, ist nicht so einfach.

4. Wer zahlt bei Schäden durch Hochwasser?

Wir wis­sen nun, dass Hoch­was­ser ziem­lich gro­ße Schä­den ver­ur­sa­chen kann. Dabei stel­len Mie­ter und Ver­mie­ter sich sicher­lich eine Men­ge Fra­gen. Wir wer­den Ihnen nun eine klei­ne Über­sicht dar­über geben, in wel­chen Fäl­len die Ver­si­che­rung zahlt und wann Sie bezah­len müssen.

Begin­nen wir bei der Scha­dens­be­stä­ti­gung und Ersatz­un­ter­kunft: Hier ist der Ver­mie­ter in der Pflicht. Er muss dafür sor­gen, dass alle durch Hoch­was­ser ent­stan­de­nen Schä­den beho­ben wer­den. Dies gilt für das Abpum­pen des Was­sers, die Män­gel, wel­che das Gebäu­de selbst betref­fen oder ver­mie­te­te Einrichtungsgegenstände.

Die­ser muss eben­falls für sämt­li­che Repa­ra­tu­ren und Sanie­rungs­ar­bei­ten aufkommen.

Soll­te die Repa­ra­tur des Hau­ses oder der Woh­nung für den Ver­mie­ter wirt­schaft­lich nicht mehr zumut­bar sein, muss er dem Mie­ter eine Ersatz­woh­nung anbie­ten. Wenn kei­ne Mög­lich­keit besteht, dann kann der Miet­ver­trag gekün­digt werden.

Ver­si­che­run­gen: Man­che Mie­ter kön­nen Schä­den durch Hoch­was­ser mög­li­cher­wei­se über die Haus­rats­ver­si­che­rung abde­cken. Die­se Mög­lich­keit besteht jedoch nur, wenn dar­in eben­falls eine Ver­si­che­rung gegen Ele­men­tar­schä­den ent­hal­ten ist. Von der Ver­mie­ter­sei­te her gilt für die Gebäu­de­ver­si­che­rung das Gleiche.

Kann bei Hoch­was­ser­schä­den die Mie­te gekürzt wer­den? – Unter umstän­den ist dies mög­lich. Dies ist dann der Fall, wenn die Woh­nung für den Mie­ter nur ein­ge­schränkt genutzt wer­den kann. Eine Woh­nung, die nicht mehr bewohnt wer­den kann, kann sogar eine Miet­min­de­rung von bis zu 100% rechtfertigen.

Scha­dens­er­satz für den Mie­ter: Bei Natur­ka­ta­stro­phen wie einer Flut muss der Ver­mie­ter nicht haf­ten. Es sei denn, das Miet­ob­jekt liegt in einer Regi­on, die hoch­was­ser­ge­fähr­det ist. Außer­dem kann der Ver­mie­ter zum Scha­dens­er­satz her­an­ge­zo­gen wer­den, wenn er kei­ne Schutz­maß­nah­men ergreift, nach­dem sein Haus bereits in der Ver­gan­gen­heit durch Hoch­was­ser beschä­digt wurde.

5. Hochwasserrisiko erkennen

Bevor Sie sich Gedan­ken dar­über machen kön­nen, wel­che Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men Sie ergrei­fen, soll­ten Sie erst Ihr Risi­ko ken­nen. Wenn Sie bereits von Hoch­was­ser betrof­fen waren, dann haben Sie ja bereits Erfah­rung. Wenn es jedoch bis­her nicht der Fall war, wird Ihnen die fol­gen­de Lis­te dabei hel­fen, Ihr Risi­ko einzuschätzen.

Wenn Sie an einem Fluss/Bach oder an der Küs­te leben:

  • Sicht­kon­trol­le 
  • Nach­rich­ten 
  • Apps
  • Wet­ter­be­richt 
  • Sire­nen 
  • War­nung (her­an­na­hen­de Gefahr)
  • Alarm (Gefahr!)
  • Infor­mie­ren Sie sich, ob Sie in einem Hoch­was­ser­ge­biet leben und wie hoch das­Hoch­was­ser in der Ver­gan­gen­heit stand.

Wenn Sie in einem Hoch­was­ser­ge­biet leben, hat der GDV ein Zonie­rungs­sys­tem instal­liert, um die Häu­fig­keit von Hoch­was­ser abschät­zen zu kön­nen. Die Über­schwem­mungs­zo­nen wer­den in vier Gefähr­dungs­klas­sen eingeteilt:

  • Gefähr­dungs­klas­se 1 : Sehr gerin­ge Wahrscheinlichkeit
  • Gefähr­dungs­klas­se 2: Nied­ri­ge Wahrscheinlichkeit
  • Gefähr­dungs­klas­se 3: Mitt­le­re Wahrscheinlichkeit
  • Gefähr­dungs­klas­se 4: Hohe Wahrscheinlichkeit

Bei Stark­re­gen: 

  • Es gibt in die­sem Fall lei­der kaum Mög­lich­kei­ten früh­zei­tig gewarnt zu werden.
  • Die ein­zi­ge Mög­lich­keit sich vor­zu­be­rei­ten, ist den Wet­ter­be­richt zu ver­fol­gen, vor allem im Sommer.
  • Ach­ten Sie dar­auf, ob sich Umwet­ter zusam­men­brau­en und in Ihrer Umge­bung Mel­dun­gen über Stark­re­gen existieren.
  • Es gibt Apps, die eine genaue Regen­ent­wick­lung beob­ach­ten und anzei­gen kön­nen, die­se sind jedoch kostenpflichtig.

6. Schutzmaßnahmen Bei Hochwasser am Main

Wie Sie gera­de lesen konn­ten, haben Sie schon einen gro­ßen Schritt gemacht, wenn Sie den oben genann­ten Tipps fol­gen. Die­se erleich­tern Ihnen vie­les im Fall eines Hoch­was­sers.

Des Wei­te­ren kön­nen Sie finan­zi­ell gegen Hoch­was­ser vor­sor­gen. Dies kön­nen Sie mit einer Ver­si­che­rung am bes­ten tun. Wenn Sie beach­ten, dass ein Hoch­was­ser im Schnitt 6.600,00€ kos­tet, dann kann die­se sehr hilf­reich sein. Wich­tig dabei ist, dass Sie eine Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung und eine Haus­rats­ver­si­che­rung mit Ele­men­tar­scha­den­schutz abschließen.

Natür­lich gibt es auch bau­li­che Maß­nah­men zum Hoch­was­ser­schutz für Ihr Haus. Dafür gibt es fol­gen­de Möglichkeiten:

  • Schwel­len bauen 
  • Was­ser umleiten 
  • Rück­stau­ven­til 
  • Was­ser­dich­tes Mate­ri­al verwenden 
  • Was­ser­dich­te Fens­ter und Türen 

Genaue­re Infor­ma­tio­nen erhal­ten Sie in unse­rem Arti­kel  7 Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men für den Schutz von Häusern!

Im Ernst­fall gibt es ver­schie­de­ne Maß­nah­men, die Sie jetzt ergrei­fen müs­sen, um sich selbst zu schüt­zen. Unab­hän­gig davon, ob Sie Hoch­was­ser­schutz­sys­te­me instal­liert haben oder nicht. Fol­gen­de Regeln soll­ten Sie beachten: 

  • Fens­ter, Türen und Öff­nun­gen am Haus schließen
  • Hoch­was­ser­schutz­sys­te­me (falls vor­han­den) anbringen
  • Din­ge aus hoch­was­ser­ge­fähr­de­ten Räu­men in Sicher­heit bringen
  • Eine Not­fall­ta­sche packen
  • Elek­tro­ni­sche Gerä­te in der Nähe des Was­sers abstellen
  • In gefähr­de­ten Räu­men den Strom ganz ausstellen
  • Kei­ner soll­te ohne getrof­fe­ne Schutz­maß­nah­men in das Was­ser gehen
  • Feu­er­wehr anru­fen, falls das Was­ser nicht allein zurückgeht
  • Wenn Was­ser im Haus steht, soll­ten Sie genü­gend Bil­der der Über­schwem­mung machen, bevor es abge­pumpt wird

Wir hof­fen, dass wir Ihnen mit die­sem Arti­kel eine gute Über­sicht über die Schutz­maß­nah­men geben konn­ten, die Sie im Hoch­was­ser­fall ergrei­fen können.

Soll­ten Sie in der Nähe des Mains oder eines ande­ren Flus­ses leben und von Hoch­was­ser betrof­fen sein, bera­ten wir Sie ger­ne um sich opti­mal abzusichern.

Hin­ter­las­sen Sie dafür ger­ne eine Anfra­ge auf unse­rer Web­site, schrei­ben Sie uns eine E‑Mail oder kon­tak­tie­ren sie uns telefonisch.

Wir freu­en uns von Ihnen zu hören!

Schaden durch eindringendes Regenwasser am Auto? Das ist zu tun!

Schaden durch eindringendes Regenwasser am Auto? Das ist zu tun!

Die Fra­ge, was bei einem Scha­den durch ein­drin­gen­des Regen­was­ser am Auto zu tun ist wird uns oft gestellt. Man weiß ein­fach nicht, was man in solch einer Situa­ti­on tun soll und wel­che Ver­si­che­rung in wel­chem Fall genau greift. Genau aus die­sem Grund haben wir die­sen Arti­kel für Sie geschrieben.

Wir hof­fen Ihnen etwas mehr Klar­heit über die­ses The­ma ver­schaf­fen zu kön­nen und Ihnen hilf­rei­che Infor­ma­tio­nen zu lie­fern, falls Sie von einem Scha­den durch ein­drin­gen­des Regen­was­ser am Auto betrof­fen sind.

Wir wer­den in fol­gen­de The­men genau­er eingehen:

  1. Was tun bei Hoch­was­ser am Auto?
  2. Wie kön­nen Sie die Gara­gen­ein­fahrt gegen Hoch­was­ser schützen?
  3. Was bezahlt die Ver­si­che­rung bei Schä­den am Auto durch Wasser?
  4. Was kann bei Hoch­was­ser passieren?

1. Was tun bei Hochwasser am Auto?

Soll­te Was­ser in Ihr Fahr­zeug gelan­gen müs­sen Sie davon aus­ge­hen, dass die­ses bereits die Elek­tro­nik beschä­digt hat oder eben­falls in ande­re Fahr­zeug­tei­le ein­ge­drun­gen ist. Somit besteht das Risi­ko, dass es zu einem Kurz­schluss oder ande­re Fol­ge­schä­den in Bau­tei­len wie bei­spiels­wei­se dem Motor kommt.

Even­tu­ell kann es eben­falls zu Was­ser­an­samm­lun­gen kom­men, die im ers­tem Moment viel­leicht nicht ersicht­lich sind und spä­ter Schä­den ver­ur­sa­chen werden.

Wenn Ihr Auto von Hoch­was­ser betrof­fen ist, dann soll­ten Sie das Auto auf kei­nen Fall lau­fen las­sen, bei Bedarf das Auto an einem tro­cke­nen Ort schie­ben oder schlep­pen, die Bat­te­rie abklem­men und das Auto in die nächs­te Werk­statt schlep­pen lassen.

Hier ein paar Tipps, um Schä­den zu ver­mei­den:

  1. Durch­que­ren Sie kei­ne vom Hoch­was­ser betrof­fe­ne Stre­cken. Am Bes­ten wäre es, wenn Sie wen­den und eine ande­re Stre­cke fah­ren. Wenn wen­den nicht mög­lich sein soll­te, dann stel­len Sie das Fahr­zeug ab und war­ten Sie, bis sich die Situa­ti­on gebes­sert hat: das Was­ser ist abge­flos­sen oder ein Wen­den ist wie­der möglich.
  2. Ver­mei­den Sie vom Hoch­was­ser gefähr­de­te Gebie­te, wenn Unwet­ter­war­nun­gen aus­ge­ge­ben wer­den. Las­sen Sie das Auto in sol­chen Fäl­len lie­ber ste­hen und benut­zen Sie öffent­li­che Verkehrsmittel.
  3. Stel­len Sie Ihr Fahr­zeug mög­lichst sicher ab. Par­ken Sie nicht auf Park­plät­zen, die sich in Fluss­nä­he befin­den, par­ken Sie wenn mög­lich in Park­häu­sern auf den obe­ren Etagen.
  4. Schüt­zen Sie Ihre Tief­ga­ra­ge gegen Stark­re­gen und Hoch­was­ser. Dazu spä­ter mehr.
  5. Spe­zi­ell im Win­ter soll­ten Sie Schnee­an­samm­lun­gen in der Nähe von Gara­gen ver­mei­den. Hier könn­te sich näm­lich Schmutz­was­ser in der Gara­ge sam­meln. So ein Scha­den wird von der Ver­si­che­rung nicht über­nom­men, da die­ser sicher­lich ver­meid­bar gewe­sen wäre.

Eine Ver­si­che­rung über­prüft immer, ob der Scha­den, der ver­ur­sacht wur­de ver­meid­bar gewe­sen wäre. Wenn der Fah­rer Bei­spiels­wei­se bewusst in das Hoch­was­ser­ge­biet lenkt, muss die­ser eine Teil­schuld oder schlimms­ten­falls mit einer Ableh­nung der Kos­ten durch die Ver­si­che­rung rechnen.

Es gibt noch einen wei­te­ren sehr wich­ti­gen Punkt: Sie soll­ten Fotos von der Unfall­stel­le machen, damit sich die Ver­si­che­rung sich spä­ter ein Bild von dem Scha­den und dem Hoch­was­ser machen kann.

Fol­gen­des soll­te auf den Bil­dern erkenn­bar sein:

  • Stand­ort des Fahrzeugs
  • Umge­bung – Schä­den in der Nähe (Bsp. ande­re beschä­dig­te Fahr­zeu­ge), Spu­ren des Hoch­was­sers.
  • Beschä­di­gun­gen des Fahr­zeugs – Was­ser­ein­tritt, Fuss­raum, Fotos beim Öff­nen der Türe, Was­ser­ein­la­ge­run­gen, Sitzbezüge.
  • Sicht­ba­rer Was­ser­stand am Äuße­ren des Fahrzeuges 
  • Ver­schmut­zungs­grad des Was­sers (Schlamm, Öl usw.)

2. Wie können Sie die Garageneinfahrt gegen Hochwasser schützen?

Wir hat­ten vor­her kurz das The­ma Gara­gen­ein­fahrt ange­spro­chen, dies ist näm­lich, wie Sie sehen konn­ten ein wich­ti­ger Punkt zum Schutz Ihres Autos bei Hoch­was­ser oder Über­flu­tun­gen. Die Gara­ge ist ein sehr emp­find­li­cher Punkt am Haus, wenn es um Hoch­was­ser geht.

Die nahe­lie­gends­te Lösung ist meis­tens der Schutz der Gara­gen­ein­fahrt statt des Gara­gen­tors.

Um sicher­zu­stel­len, dass der Hoch­was­ser­schutz der Gara­gen­ein­fahrt funk­tio­niert, müs­sen Sie den Fluss des Was­sers und die Höhe ken­nen. Die Gara­ge liegt meis­tens tie­fer, als das Stra­ßen­ni­veau, dies führt natür­lich dazu, dass das Was­ser hier­her fließt.

Sie kön­nen ein Magnet­schott oder ein Alu-Damm­bal­ken-Sys­tem zwi­schen die bei­den Mau­er­wer­ke anbrin­gen. Die Vor­aus­set­zung hier­für ist die Höhe des Was­sers und das Ver­hin­dern eines Rückflusses.

Das Hoch­was­ser darf in die­sem Fall nicht höher sein, als die Mau­er vor dem Gara­gen­tor. Wenn Sie Bei­spiels­wei­se eine 40 cm hohe Mau­er haben, das Was­ser das letz­te Mal jedoch über 50 cm hoch durch die Stra­ßen geströmt ist, wird Ihnen der Hoch­was­ser­schutz vor der Gara­gen­ein­fahrt nichts bringen.

Auch wenn neben dem Mau­er­werk noch Öff­nun­gen vor­han­den sind, müs­sen Sie die­se ent­we­der schlie­ßen oder der Hoch­was­ser­schutz der Gara­gen­ein­fahrt wird nicht funktionieren.

Wenn Sie es geschafft haben, das Was­ser vom tie­fer lie­gen­den Gara­gen­tor fern­zu­hal­ten, dann haben Sie einen sehr gro­ßen Vor­teil geschaf­fen. Sie müs­sen näm­lich weni­ger Was­ser zurück­hal­ten, da die­ses wei­ter fließt und Sie müs­sen sich kei­ne Sor­gen um die Sta­tik machen.

Wenn Sie mehr Infor­ma­tio­nen zu die­sem The­ma benö­ti­gen, dann lesen Sie ger­ne unse­ren Arti­kel Hoch­was­ser­schutz Gara­gen­ein­fahrt .

   

Alu-Damm­bal­ken Sys­te­me und Magnet­schott zum Hoch­was­ser­schutz von Gara­gen (Für wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu den Pro­duk­ten neh­men Sie ger­ne Kon­takt zu uns auf)

3. Was bezahlt die Versicherung bei Schäden am Auto durch Wasser?

Ver­si­che­run­gen bie­ten uns Schutz, um uns vor Schä­den zu bewah­ren. Die meist genutz­te Auto­ver­si­che­rung ist die Teil­kas­ko, hier wer­den fol­gen­de Natur­ge­wal­ten abgedeckt:

  • Scha­den am Auto durch Sturm
  • Erd­rutsch
  • Beu­len und Ris­se durch Hagel
  • Erd­sen­kung
  • Erd­be­ben
  • Lawi­nen
  • Vul­kan­aus­bruch
  • Über­schwem­mun­gen, wie schon besprochen
  • Und natür­lich auch Schä­den am Auto durch Hochwasser

Wenn Sie eine Teil­kas­ko- oder Voll­kas­ko­ver­si­che­rung abge­schlos­sen haben, kön­nen Sie einen Scha­den­er­satz bean­tra­gen. Die Selbst­be­tei­li­gung für die Teil­kas­ko­ver­si­che­rung ist das Ein­zi­ge, was Sie im Scha­den­fall selbst ent­rich­ten müssen.

Soll­ten Sie einen Schutz­brief bei einer Ver­si­che­rung oder einem Auto­mo­bil­club haben, dann rufen Sie die Hot­line an und las­sen Sie ein Ser­vice- oder Abschlepp­fahr­zeug kom­men. Der Schutz­brief wird dann die Abschlepp­wa­gen- oder Ber­gungs­kos­ten und auch Unfall-oder Pan­nen­hil­fe übernehmen.

Ein Schutz­brief umfasst in der Regel eben­falls wei­te­re Zusatz­leis­tun­gen, wie bei­spiels­wei­se ein Ersatzauto.

Ver­si­che­rer der Teil­kas­ko­ver­si­che­rung über­neh­men meis­tens nur das Abschlep­pen zur nächs­ten Werk­statt. Man­che Ver­si­che­rer über­neh­men jedoch, je nach Tarif sogar die­se Kos­ten nicht. Des­halb ist es emp­feh­lens­wert den Scha­den der Ver­si­che­rung sowie dem Schutz­brief-Anbie­ter zu melden.

Wenn Sie in einem Risi­ko­ge­biet leben, dann soll­ten Sie am bes­ten eine Voll­kas­ko-Ver­si­che­rung abschließen! 

Soll­te es zu einem Scha­den an Ihrem Auto kom­men, dann mel­den Sie dies umge­hend der Versicherung.

Fol­gen­de Fra­gen müs­sen geklärt werden:

  1. Ist der Scha­den versichert?
  2. Sind die Kos­ten für das Abschlep­pen versichert?
  3. Wer infor­miert den Abschleppdienst?
  4. Wel­che Werk­statt kommt in Frage?

Wenn der Scha­den über die Teil­kas­ko­ver­si­che­rung über­nom­men wird, erfolgt im Fol­ge­jahr kei­ne Rück­stu­fung. Sie müs­sen in die­sem Fall ledig­lich die Selbst­be­tei­li­gung bezahlen.

4. Was kann bei Hochwasser mit dem Auto passieren?

Soll­te Ihr Auto einem Hoch­was­ser aus­ge­setzt sein, rät der ADAC zu fol­gen­den wich­ti­gen Grund­re­geln: Auf kei­nen Fall den Wagen star­ten, Bat­te­rie abklem­men, Auto zur Werk­statt schlep­pen las­sen und die Ver­si­che­rung informieren.

Wenn man erkennt, wie tief der Wagen im Was­ser stand, ist eine gro­be Abschät­zung der Schä­den möglich:

  • Was­ser­stand bis zur Mit­te des Stoß­fän­gers – Hier dürf­te der Innen­raum der meis­ten Fahr­zeu­ge tro­cken geblie­ben sein, somit ist das Scha­dens­ri­si­ko gering. Von der Werk­statt wer­den Lenk­ge­trie­be, Betriebs- und Fetstell­brem­se, Gelen­ke der Antriebs­wel­len, Rad­la­ger, Licht­ma­schi­ne und ande­re, in die­sem Fall mög­li­cher­wei­se ungüns­tig plat­zier­te Bau­tei­le geprüft. Soll­ten Sie von die­sem Was­ser­stand betrof­fen sein und Was­ser in den Innen­raum gelangt sein, dann unter­füt­tern Sie die feuch­te Tex­til­ver­klei­dun­gen im Innen­raum mit saug­fä­hi­gem Papier.
  • Was­ser­stand über dem Tür­schwel­len und/oder im Innen­raum – Hier geht der ADAC von einem mitt­le­ren bis hohen Scha­dens­ri­si­ko aus. Vie­les hängt in die­sem Fall von der tech­ni­schen Kon­zep­ti­on des Fahr­zeugs ab. Vie­le Geschä­dig­te kom­men um das Her­aus­rei­ßen und Erneu­ern des oft ver­kleb­ten Tep­pich­bo­dens nicht her­um. Betrof­fe­ne müs­sen eben­falls die Tür- und Sei­ten­ver­klei­dun­gen, sowie die Tür­schwel­len unter­su­chen, dahin­ter befin­den sich näm­lich Hohl­räu­me, die mit Was­ser voll­lau­fen können.
  • Was­ser­stand bis zur Schei­ben­un­ter­kan­te – Das Scha­den­si­ri­si­ko ist in die­sem Fall sehr hoch, die Bestands­auf­nah­me ist hier sehr auf­wen­dig. Nach sol­chen Pegel­stän­den soll­ten Sie meis­tens von einem wirt­schaft­li­chen Total­scha­den aus­ge­hen. Bei kas­ko­ver­si­cher­ten Fahr­zeu­gen urteilt ein Sach­ver­stän­di­ger, ob sich die Ret­tung des Wagens lohnt.

Wir hof­fen, dass wir Ihnen mit die­sem Arti­kel eine Hil­fe an die Hand geben konn­ten, damit Sie wis­sen was zu tun ist, soll­ten Sie von einem Scha­den am Auto durch ein­drin­gen­des Regen­was­ser betrof­fen sein.

Soll­ten Sie wei­te­re Fra­gen rund um das The­ma Hoch­was­ser­schutz haben, hin­ter­las­sen Sie ger­ne eine Anfra­ge auf unse­rer Web­site oder spre­chen Sie uns direkt an.

Wir freu­en uns von Ihnen zu hören!

Was muss man tun bei Starkregen am Haus? Eine Handlungsempfehlung

Was muss man tun bei Starkregen am Haus? Eine Handlungsempfehlung

Hoch­was­ser, wel­ches durch Stark­re­gen ent­steht ver­ur­sacht 60% aller Hoch­was­ser­schä­den. Vie­le Men­schen den­ken, dass Sie nur von Hoch­was­ser betrof­fen sein könn­ten, wenn Sie in der Nähe eines Sees oder Flus­ses leben.

Dies stimmt jedoch nicht ganz, denn von Hoch­was­ser am eige­nen Haus kann man auch betrof­fen sein, wenn plötz­lich Stark­re­gen auftritt.

Sie haben jedoch eine Mög­lich­keit um sich vor den Schä­den am eige­nen Haus zu schüt­zen. Aus die­sem Grund haben wir die­sen Arti­kel geschrieben.

Wir wer­den auf fol­gen­de The­men näher eingehen: 

  1. Was ist Starkregen?
  2. Wie kann man Schä­den durch Stark­re­gen am Haus vorbeugen?
  3. Was tun, wenn bereits Schä­den durch Stark­re­gen an Ihrem Haus ent­stan­den sind?
  4. Wie kön­nen Sie Schä­den am Haus durch Stark­re­gen vermeiden? 

1. Was ist Starkregen?

Um alle Fra­gen rund um Stark­re­gen klä­ren zu kön­nen müs­sen wir zunächst klä­ren, was Stark­re­gen über­haupt bedeu­tet. Stark­re­gen hat eigent­lich jeder von uns schon ein­mal erlebt.

Es nie­selt erst ein biss­chen, danach wird der Regen etwas stär­ker und dann schüt­ten es auf ein­mal wie aus Eimern. Wenn dies pas­siert, dann lau­fen die Stra­ßen vol­ler Wasser.

In die­sem Fall spricht man von einem Stark­re­ge­n­er­eig­nis oder von Stark­re­gen. Zwi­schen die­sen bei­den Begrif­fen gibt es eigent­lich so gut wie kei­nen Unter­schied. Stark­re­gen hält län­ger an als nur ein paar Minu­ten, ein Stark­re­ge­n­er­eig­nis kann hin­ge­gen inner­halb von Minu­ten kom­men und wie­der gehen.

Der DWD (Deut­sche Wet­ter­dienst) hat fol­gen­des defi­niert: Wenn es 15 bis 25 l/m²pro Stun­de reg­net oder inner­halb von sechs Stun­den 20 bis 35l/m² fal­len, gilt dies als mar­kan­tes Wet­ter. Alle über 25l/m² pro Stun­de oder 35l/m² in sechs Stun­den ist Unwetter. 

Stark­re­gen ist also die Men­ge an Was­ser, die vom Him­mel reg­net in einem bestimm­ten Zeit­raum. Die Schä­den, die dadurch ent­ste­hen kön­nen sind oft sehr schlimm. Lei­der beschäf­tigt man sich jedoch oft erst mit Stark­re­gen, wenn es bereits zu spät ist.

In Deutsch­land kommt es immer öfter zu Über­schwem­mun­gen durch Stark­re­gen, die den Kel­ler bis zur Ober­kan­te mit Was­ser voll lau­fen las­sen. Es ist nicht so ein­fach den genau­en Scha­den zu bezif­fern, der jedes Jahr durch Stark­re­gen vers­ur­sacht wird.

Hier ein klei­nes Bei­spiel über das Risi­ko: Wenn sie einen 100qm gro­ßen Kel­ler haben und hier durch Stark­re­gen 50 cm Was­ser ste­hen, dann haben Sie unge­fähr 5000 l Was­ser im Kel­ler. 5000 l Was­ser ent­spricht unge­fähr der Men­ge, die bei Stark­re­gen von 50l/m² pro Stun­de auf 100 qm entsteht.

Wenn Sie bei­spiels­wei­se alles um Ihr Haus zube­to­niert haben und der Abfluss des Was­sers nicht aus­rei­chend gewähr­leis­tet ist, dann wird das Was­ser zu dem tiefs­ten Punkt hin­lau­fen, dem Keller.

2. Wie kann man Schäden durch Starkregen am Haus vorbeugen?

Fol­gen­de Maß­nah­men kön­nen Sie am Haus ergrei­fen, um Schä­den durch Stark­re­gen vorzubeugen:

  • Boden und Tür­schwel­len erhö­hen: Wenn Sie kei­ne Schwel­le am Kel­ler­ein­gang oder Licht­schacht haben, dann soll­ten Sie even­tu­ell etwas Geld und Zeit inves­tie­ren. Oft han­delt es sich hier­bei näm­lich um ein paar Zen­ti­me­ter Stark­re­gen, wel­che ein rie­sen Cha­os ver­ur­sa­chen kön­nen, wenn die­se unge­hin­dert in das Haus­in­ne­re ein­drin­gen können.
  • Über­da­chung: Es kann oft hilf­reich sein den Kel­ler­ein­gang durch eine Über­da­chung zu schüt­zen, damit das Was­ser direkt umge­lei­tet wird.
  • Rück­stau­klap­pe ein­bau­en: Dies ist ein wich­ti­ger Punkt. Alter­na­tiv haben Sie auch die Mög­lich­keit Absperr­bla­sen gegen Hoch­was­ser zu kau­fen. Die­se wer­den in die Kanä­le und Röh­re gescho­ben. Hier kom­men Sie zum Pro­dukt.
  • Was­ser­mel­der instal­lie­ren: Ein Was­ser­mel­der sen­det ein akus­ti­schen Signal, wenn er mit Was­ser in Berüh­rung kommt. Die­se Sys­te­me fin­den Sie such mit pas­sen­der App für die Mel­dung auf dem Han­dy. Den pas­sen­den Arti­kel zum The­ma fin­den Sie hier. Sol­che Was­ser­mel­der kön­nen Sie wei­ter­hin in unse­rem Part­ner­shop kau­fen.
  • Hoch­was­ser­schutz kau­fen: Am bes­ten ist es natür­lich, wenn Sie sich den pas­sen­den Hoch­was­ser­schutz zule­gen. Es ist immer bes­ser etwas zu Hau­se zu haben und es nicht zu benö­ti­gen, als nichts zu haben, wenn es benö­tigt wird.

Das eige­ne Ver­hal­ten umstellen: 

  • Zugän­ge schlie­ßen: Bei Stark­re­gen soll­ten Sie alle Fens­ter und Türen schließen.
  • Wich­ti­ge Din­ge in Sicher­heit brin­gen: Wich­ti­ge Gegen­stän­de und Che­mi­ka­li­en, Far­ben und Öl nicht am tiefs­ten Punkt des Hau­ses lagern.
  • Nach­bar schu­len: Infor­mie­ren Sie Ihren Nach­barn dar­über, wenn Sie einen Hoch­was­ser­schutz kau­fen. Die­ser kann hel­fen, wenn Sie nicht zu Hau­se sein sollten.
  • Wich­ti­ge Din­ge griff­be­reit haben: Stel­len Sie sich eine Not­fall­map­pe mit allen wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen und Num­mern zusammen.

Regel­mä­ßi­ge Maß­nah­men um Schä­den durch Stark­re­gen zu vermeiden: 

  • Wet­ter­mel­dun­gen beach­ten: Schau­en Sie öfter in den Wet­ter­be­richt oder laden Sie sich War­napps runter.
  • Kanä­le prü­fen: Schau­en Sie ab und an nach den außen lie­gen­den Abflüs­sen und auch nach dem Gul­ly vor Ihrem Haus.
  • Dach­ent­wäs­se­rung anschau­en: Ver­schmutz­te Regen­rin­nen und Fall­roh­re füh­ren oft dazu, dass Regen­was­ser nicht rich­tig abflie­ßen kann und ins Haus läuft.

3. Was tun, wenn bereits Schäden durch Starkregen an Ihrem Haus entstanden sind?

Wenn das Was­ser bereits im Kel­ler steht, sind die Schä­den nicht mehr zu ver­mei­den. Es gibt jedoch trotz­dem eini­ge Maß­nah­men, die bei Hoch­was­ser durch Stark­re­gen zu ergrei­fen sind.

Wäh­rend des Hoch­was­sers ist es sehr wich­tig, dass Sie den Kon­takt mit kon­ta­mi­nier­tem Was­ser ver­mei­den. Wenn es sich um nur ein wenig Was­ser han­delt, wel­ches durch die Kel­ler­tür oder das Fens­ter ins Haus gelangt ist, soll­te das gesund­heit­li­che Risi­ko jedoch gering sein.

Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind oder das Was­ser über 10 cm in Ihrem Kel­ler steht, dann soll­ten Sie auf jeden Fall die Feu­er­wehr rufen.

Stel­len Sie den Strom aus, bevor irgend­je­mand in Kon­takt mit dem Was­ser kommt und machen Sie Fotos vom ent­stan­de­nen Scha­den, die Sie spä­te der Ver­si­che­rung über­mit­teln können.

Wenn der Kel­ler dann aus­ge­pumpt wur­de beginnt die rich­ti­ge Arbeit. Doku­men­tie­ren Sie hier eben­falls so viel wie mög­lich. Das Bes­te wären, wenn Sie bereits vor dem Aus­pum­pen mit Ihrer Ver­si­che­rung in Kon­takt tre­ten. Fan­gen Sie erst mit den Auf­räum­ar­bei­ten an, wenn Sie dies mit Ihrer Ver­si­che­rung abge­stimmt haben.

Sobald alles mit der Ver­si­che­rung geklärt wur­de, kön­nen Sie mit dem Put­zen und Auf­räu­men begin­nen. Lüf­ten Sie den Kel­ler und fan­gen Sie an, Gegen­stän­de aus­zu­räu­men die trock­nen müs­sen. Erst dann kön­nen Sie den Kel­ler wie­der in den ursprüng­li­chen Zustand versetzen.

4. Wie können Sie Schäden am Haus durch Starkregen vermeiden?

Wenn Sie bereits von Stark­re­gen betrof­fen waren, dann haben Sie einen Vor­teil! Denn Sie ken­nen die mög­li­chen Schä­den, die die­ser ver­ur­sa­chen kann. Sie wis­sen, wo die Schwach­stel­len am Haus sind und wie hoch das Was­ser wer­den kann.

Somit kön­nen Sie auch alle Maß­nah­men ergrei­fen, um das nächs­te Hoch­was­ser zu ver­mei­den. Wir zei­gen Ihnen nun wie Sie die­sen phy­si­schen und finan­zi­el­len Scha­den ver­mei­den können.

Um den phy­si­schen Scha­den zu ver­mei­den müs­sen Sie das Was­ser dar­an hin­dern, dass es über­haupt erst Scha­den anrich­ten kann. Dies geht nur, wenn Sie das Was­ser vom Haus fern halten.

Damit Ihnen das gelingt gibt es ver­schie­de­ne Hoch­was­ser­schutz-Sys­te­me für alle ver­schie­de­nen Öff­nun­gen am Haus. Für Kel­ler­fens­ter kön­nen Sie bei­spiels­wei­se Acryl­schotts zum abdich­ten nut­zen, Kel­ler­tü­ren kön­nen hin­ge­gen mit Alu-Damm­bal­ken oder einer mobi­len Sper­re ver­schlos­sen werden.

Um zu ver­hin­dern, dass das Was­ser durch das Kanal­sys­tem ein­dringt, soll­ten Sie eine Rück­stau­klap­pe ein­bau­en. Außer­dem ist auch eine per­sön­li­che Schutz­aus­rüs­tung wichtig.

Sie kön­nen eben­falls bau­lich eini­ges ver­än­dern, damit so wenig Scha­den wie mög­lich ent­steht, wenn die Hoch­was­ser­schutz-Sys­te­me ver­sa­gen sollten.

Lagern Sie dafür so wenig wie mög­lich in betrof­fe­nen Räu­men und am bes­ten in Rega­len. Steck­do­sen soll­ten Sie in den betrof­fe­nen Räu­men am bes­ten höher setzen.

Außer­dem wäre es wich­tig, dass Sie Flie­ßen am Boden und an den Wän­den ver­bau­en. Tep­pich, Holz und Tape­ten reagie­ren näm­lich emp­find­li­cher auf Wasser.

Den finan­zi­el­len Scha­den kön­nen Sie mit den pas­sen­den Ver­si­che­run­gen ver­mei­den. Es lohnt sich auf jeden Fall eine Ele­men­tar­ver­si­che­rung abzu­schlie­ßen. Auch wenn die Eigen­be­tei­li­gung bei sol­chen Ver­si­che­run­gen oft sehr hoch ist, lohn es sich am Ende.

Im schlimms­ten Fall kommt es zu einem Total­scha­den des Hau­ses, wel­chen die Ver­si­che­rung dann auf­fan­gen wür­de. Spa­ren Sie am Bes­ten regel­mä­ßig Geld ein, damit Sie für Schä­den auf­kom­men kön­nen, die von der Ver­si­che­run­gen nicht über­nom­men werden.

Wir hof­fen, dass wir Ihnen mit die­sem Arti­kel das The­ma Stark­re­gen näher brin­gen konn­ten, damit Sie sich und Ihr Eigen­heim in Zukunft bes­ser schüt­zen können.

Um mehr über die für Sie pas­sen­den Sys­te­me zu erfah­ren lesen Sie ger­ne hier weiter.

Falls Sie eine per­sön­li­che Bera­tung rund um das The­ma Hoch­was­ser­schutz wün­schen neh­men Sie ger­ne tele­fo­nisch Kon­takt mit uns auf oder hin­ter­las­sen Sie eine Anfra­ge auf unse­rer Website.

Wir freu­en uns von Ihnen zu hören!

Mobile Hochwasserschutzwand: Flexibel gegen Hochwasser vorgehen!

Mobile Hochwasserschutzwand: Flexibel gegen Hochwasser vorgehen!

Vie­le Kun­den fra­gen uns bei der Kon­takt­auf­nah­me wor­um es sich bei einer Hoch­was­ser­schutz­wand han­delt. Es gibt vie­le ver­schie­de­ne Hoch­was­ser­schutz­wän­de, um sich effek­tiv gegen Hoch­was­ser abzu­si­chern. Um Ihnen einen bes­se­ren Über­blick über die ein­zel­nen Hoch­was­ser­schutz­sys­te­me zu geben  haben wir die­sen Arti­kel für Sie geschrieben.

Was ist eine mobi­le Hoch­was­ser­schutz­wand? Es han­delt sich um ein Sys­tem aus sta­bi­len Mate­ria­li­en, dass meis­tens waa­ge­recht nach oben geht und vor eine Öff­nung gestellt wird und mehr oder weni­ger fle­xi­bel in sei­nem Ein­satz­be­reich ist.

Wir erklä­ren Ihnen nun was eine Hoch­was­ser­schutz­wand ist, wo man die­se ein­set­zen kann und gehen auch auf die Kos­ten der ver­schie­de­nen mobi­len Hoch­was­ser­schutz­wän­de ein.

Dam-Easy-Hoch­was­ser­bar­rie­re

Was ist eine mobile Hochwasserschutzwand?

Wie man dem Begriff bereits ent­neh­men kann, han­delt es sich hier­bei um eine Wand für den Hoch­was­ser­schutz. Es han­delt sich um ein mobi­les oder sta­tio­nä­res Hoch­was­ser­schutz­sys­tem, wel­ches wie eine Wand gegen Hoch­was­ser funktioniert.

Unter die­sen Begriff fal­len alle Hoch­was­ser­schutz­sys­te­me, die Sie vor die Tür, Gara­ge oder das Fens­ter set­zen und wie eine Wand kon­zi­piert sind. Dazu zäh­len bei­spiels­wei­se Alu-Damm­bal­ken, Modul­bau­plat­ten, Schlauch­plat­ten­sys­te­me, mobi­le Hoch­was­ser­schutz­sys­te­me, Magnet­schotts und eini­ge mehr.

In unse­rem Part­ner­shop kön­nen Sie bei­spiels­wei­se die Dam Easy Hoch­was­ser­bar­rie­re erhal­ten. Die­se ist geeig­net für die Mon­ta­ge in glat­ten Tür­lai­bun­gen mit den Abmes­sun­gen von 780 mm – 1100 mm oder in grö­ße­ren Öff­nun­gen mit Verlängerungsstange.

Die mobi­le Hoch­was­ser­schutz­wand funk­tio­niert für Türen ohne Schrau­ben, Schie­nen, Boh­ren oder ähn­li­chen Zusatz­ar­bei­ten. Hier gelan­gen Sie zu einem Link unse­res Part­ner­shops: Mobi­le Hoch­was­ser­schutz­wand für Türen: Dam Easy Hochwassersperre 

Somit spre­chen wir bei Hoch­was­ser­schutz­wän­den von fes­ten Sys­te­men aus sta­bi­len Mate­ria­li­en, die gera­de nach oben gehen und vor eine Öff­nung gestellt wer­den. Mobi­le Sys­te­me wie Sand­sä­cke, Schläu­che oder ähn­li­ches gehö­ren nicht dazu. Wenn Sie wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu mobi­len Sys­te­men benö­ti­gen, dann kli­cken Sie ger­ne auf die­sen Link: Mobi­ler Hoch­was­ser­schutz: Kos­ten der ver­schie­de­nen Systeme!

Hoch­was­ser­schutz­wän­de sind meis­tens etwas teu­rer als Sand­sä­cke und mobi­le Schlauch­sys­te­me. Somit ist es wich­tig für Sie zu wis­sen, ob es sich über­haupt lohnt eines zu kaufen.

Eine Hoch­was­ser­schutz­wand ist in man­chen Fäl­len am sinn­volls­ten. Bei Fluss­hoch­was­ser und Stark­re­gen kön­nen Hoch­was­ser­schutz­wän­de zum Bei­spiel eben­falls ein­ge­setzt wer­den. Gera­de, wenn Sie über 20 cm Was­ser zurück­hal­ten müs­sen, soll­ten Sie sich die ver­schie­de­nen Optio­nen genau anschauen.

Bei Stark­re­gen ist eine Hoch­was­ser­schutz­wand beson­ders wich­tig, da Sie schnell auf­ge­baut wer­den kann und sofort schützt.

Eine Hoch­was­ser­schutz­wand ist außer­dem sehr hilf­reich, wenn Sie nicht mehr so schwer heben kön­nen und einen Schutz suchen, der eben­falls funk­tio­niert, wenn kei­ner zu Hau­se ist und Sie dau­er­haft geschützt sein möch­ten. Die meis­ten Hoch­was­ser­schutz­wän­de wer­den vor die Öff­nung gesetzt und ver­schlie­ßen die­se was­ser­dicht.

Ein Vor­teil die­ses Sys­tems ist somit der schnel­le Auf­bau und der dau­er­haf­te Schutz. Außer­dem gibt es für fast jeden Wunsch ein pas­sen­des Sys­tem. Sie kön­nen also Bei­spiels­wei­se ein Magnet­schott mit Tür­funk­ti­on instal­lie­ren, um damit Türen dau­er­haft abzu­si­chern und schnell wie­der öff­nen zu können.

Der Nach­teil an sol­chen Sys­te­men sind natür­lich die Kos­ten und der Auf­wand der ers­ten Instal­la­ti­on. Je nach­dem wel­ches Sys­tem Sie wäh­len kön­nen teil­wei­se Kos­ten von über 500,00€ auf Sie zukom­men. Wenn wir bei­spiels­wei­se das beschrie­be­ne Sys­tem „Magnet­schott mit Tür­funk­ti­on“ neh­men kos­tet dies über 1.000,00€.

Als Alter­na­ti­ve kön­nen Sie zu einer kom­plett mobi­len Hoch­was­ser­schutz­wand grei­fen. Die oben genann­te Dam Easy Hoch­was­ser­schutz­wand kos­tet 689,00€ und ist kom­plett mobil.

Hydro-Sack                                                                                                                  Hydro-Sna­ke

Wo kann eine mobile Hochwasserschutzwand eingesetzt werden?

Vor allem Türen kön­nen Sie mit Hoch­was­ser­schutz­wän­den ver­schlie­ßen. Die meis­ten Sys­te­me wer­den dazu in die Lai­bung vor der Tür gestellt oder instal­liert. Sie haben jedoch eben­falls die Mög­lich­keit Sys­te­me auf das Mau­er­werk oder hin­ter die Tür zu setzen.

Sie kön­nen sowohl klei­ne Stau­hö­hen absi­chern, als auch einen kom­plet­ten Ver­schluss der Tür errei­chen. Bei vie­len Sys­te­men kön­nen Sie auch die Brei­te frei wäh­len, da nicht jede Tür gleich ist.

Die Wän­de sind eben­falls für Fens­ter nutz­bar. Hier macht die Abdich­tung meis­tens jedoch nur Sinn, wenn es sich um eben­erdi­ge Fens­ter han­delt. Fens­ter unter der Erde müs­sen meis­tens mit ande­ren Sys­te­men ver­schlos­sen werden.

Bei Gara­gen wer­den oft Stau­hö­hen von über 20 cm und Brei­ten von über 2,50 m benö­tigt. Mobi­le Sys­te­me rei­chen bei die­sen Maßen lei­der nicht mehr aus, somit kommt man nicht um mobi­le Hoch­was­ser­schutz­wän­de her­um. Mit Sys­te­men wie Alu-Damm­bal­ken oder Magnet­schotts bekom­men Sie Ihre Gara­ge garan­tiert wasserdicht.

Mobi­le Hoch­was­ser­schutz­wän­de kön­nen eben­falls bei der Ter­ras­sen­tür, dem Win­ter­gar­ten oder ande­ren mehr­flü­ge­li­gen Türen zum Ein­satz kom­men. Wenn man hier Stau­hö­hen von 20 cm absi­chern muss, dann machen die­se Sys­te­me abso­lut Sinn.

Hoch­was­ser­schutz Kellerabgang

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Punkt der Hoch­was­ser­schutz­wand ist, dass man auch hier zwi­schen mobi­len und sta­tio­nä­ren Hoch­was­ser­schutz­wän­den unterscheidet:

Mobi­le Hoch­was­ser­schutz­wän­de sind alle Sys­te­me, die man ohne Schrau­ben und Dübel ein­set­zen kann. Dazu zäh­len spreiz­ba­re Metall­kon­struk­tio­nen, Flutschotts und Schlauch­plat­ten­sys­te­me. Die­se wer­den zwi­schen eine Wand gestellt und sind mit weni­gen Hand­grif­fen installiert.

Vor­teil dabei ist die ein­fa­che Anwen­dung. Der Nach­teil jedoch ist, dass Sie einer sehr gera­de Wand benö­ti­gen, damit es funk­tio­niert und sogar dann kommt es zu einer gerin­gen Sicke­rungs­ra­te. Mobi­le Hoch­was­ser­schutz­wän­de sind somit nur geeig­net, wenn Sie vor Ort sind und nach­bes­sern können.

Sta­tio­nä­re Hoch­was­ser­schutz­wän­de müs­sen instal­liert wer­den. Dies kön­nen ent­we­der Sie oder ein Mon­ta­ge­team bewerk­stel­li­gen. Meis­tens wer­den Schie­nen inner­halb, vor oder hin­ter der Lai­bung ange­bracht. Der Vor­teil hier ist die hohe Dich­tig­keit und das die Sys­te­me auf fast jedem Mau­er­werk ein­ge­setzt wer­den können.

Dazu gehö­ren Sys­te­me, wie Alu-Damm­bal­ken, Magnet­schotts, Modul­bau­plat­ten, Schlauch­plat­ten, Flutschotts und was­ser­dich­te Türen.

Bei sta­tio­nä­ren Sys­te­men haben Sie auch noch die Mög­lich­keit das gan­ze Sys­tem auf und abzu­bau­en, wie Sie es möchten.

Waben­plat­te mit Türfunktion

Kosten von mobilen Hochwasserschutzwänden

Für jede Öff­nung eig­nen sich ver­schie­de­ne mobi­len Sys­te­me. Im Fol­gen­den haben wir Ihnen eine klei­ne Lis­te mit den ver­schie­de­nen Sys­tem für die jewei­li­gen Öff­nun­gen zusammengestellt:

Mobi­ler Hoch­was­ser­schutz Tür 

Stau­hö­hen von bis zu 15 cm – Dafür gibt es den Hydro­sack (29,90€), was­ser­ge­füll­te Schläu­che (ab 90,00€), PE-Sper­ren(ab 230,00€), dies sind die güns­tigs­ten Sys­te­me. Der Hydro­sack ist mit Poly­mer gefüllt, um sich dann mit Was­ser voll­zu­sau­gen und wird wie ein Sand­sack ein­ge­setzt. Was­ser­ge­füll­te Schläu­che nut­zen das Was­ser hin­ge­gen um eine fle­xi­ble Sper­re zu bil­den. PE-Sper­ren funk­tio­nie­ren kom­plett ohne Was­ser und wer­den auf dem Boden ausgelegt.

Was­ser­ge­füll­te Schläu­che                                                                                                                                           PE-Sper­ren

Stau­hö­hen bis zu 15 cm – Die Sys­te­me vari­ie­ren natür­lich in Höhe, Län­ge und Preis. Ein Hydro­sack kos­tet etwa 29,90€, ein Was­ser­ge­füll­ter Schlauch 90,00€ und die  PE-Sper­re erhal­ten Sie ab 230,00€.

Stau­hö­hen über 25 cm – Hier raten wir zu ande­ren mobi­len Hoch­was­ser­schutz­sys­te­men zu grei­fen, wel­che jedoch nicht mehr all­zu mobil sind.

Unse­re Kun­den haben gute Erfah­run­gen mit Alu-Damm­bal­ken, Magnet­schotts, Modul­bau­plat­ten und Schlauch­plat­ten­sys­te­men gemacht. Das güns­tigs­te Sys­tem hier ist das Alu-Damm­bal­ken-Sys­tem, die­ses gibt es bei einer Stau­hö­he von 60 cm und einer Brei­te von 100 cm ab ca. 500,00€. Modul­bau­plat­ten kos­ten in die­sen Maßen ca. 700,00€ und Magnet­schotts etwa 900,00€ zzgl. Montage.

Wenn Sie Ihre Tür kom­plett abdich­ten möch­ten, dann gibt es halb-mobi­le Hoch­was­ser­schutz­sys­te­me. Hier kön­nen Sie eben­falls zu Alu-Damm­bal­ken, Magnet­schotts und Modul­bau­plat­ten grei­fen, die Kos­ten hier­für lie­gen jedoch höher. Für eine kom­plet­te Abdich­tung müs­sen Sie hier mit über 2.000,00€ rechnen.

Alu-Damm­bal­ken-Sys­tem

Mobi­ler Hoch­was­ser­schutz Fenster 

Hier gibt es bereits weni­ger Aus­wahl­mög­lich­kei­ten. Das liegt vor allem an der Lage des Fens­ters. Wenn das Fens­ter unter­ir­disch liegt, dann soll­te man es lie­ber kom­plett ver­schlie­ßen, bevor man zu einem mobi­len Sys­tem greift. Um ehr­lich zu sein gibt es kaum mobi­le Sys­te­me für Fens­ter.

Um das Kel­ler­fens­ter kom­plett abzu­dich­ten sind Magnet­schotts, Alu-Auf­sät­ze und Hoch­was­ser­schutz­fens­ter zum selbst mon­tie­ren die mobils­ten Hoch­was­ser­schutz­sys­te­me auf dem Markt. Die­se sind zwar nicht wirk­lich mobil, kom­men dem Begriff jedoch am nächs­ten. Die Kos­ten hän­gen hier stark von der Grö­ße des Fens­ters ab.

Alu-Auf­sät­ze kos­ten in einer klei­nen Vari­an­te unge­fähr 430,00€, Hoch­was­ser­schutz­fens­ter zur Selbst­mon­ta­ge ca. 500,00€ und Magnet­schotts ca. 600,00€ zzgl. Einbaukosten.

Acryl-Schott für ein Kellerfenster

Mobi­ler Hoch­was­ser­schutz Garage 

Im Prin­zip kön­nen Sie hier alle Sys­te­me nut­zen, die Sie auch für den Schutz der Tür ver­wen­den. Es gibt jedoch noch wei­te­re Sys­te­me, wel­che spe­zi­ell für die Gara­ge ent­wi­ckelt wurden.

Bei nied­ri­gem Hoch­was­ser kön­nen Sie ein Abdich­tungs­set für die Gara­ge kau­fen. Die­ses ist unge­fähr 4 cm hoch und wird unter das Gara­gen­tor instal­liert. Das gan­ze Set in der 2,52 m Aus­füh­rung kos­tet etwa 137,00€.

Sie kön­nen eben­falls ver­schie­de­ne ande­re mobi­len Hoch­was­ser­schutz­sys­te­me nut­zen, die eigent­lich für den Gelän­de­schutz ent­wi­ckelt wur­den. Hier gibt es den Schlauchwall, den Dop­pel­kam­mer­schlauch und die Leni­or-Sper­re. Bei die­sen Sys­te­men kön­nen Sie mit etwa 400,00€ bis 1500,00€ abhän­gig von der Stau­hö­he und Län­ge des Hoch­was­sers rechnen.

Außer­dem kön­nen Sie auch die Hydro-Sna­ke, wel­che mit Poly­me­ren gefüllt ist nut­zen. Die­se ist in unse­rem Part­ner­shop erhält­lich und kos­tet 27,90€. Hier der Link dazu: Was­ser­sper­ren für die Gara­ge: Über­blick der Systeme

Sie kön­nen natür­lich eben­falls Alu-Damm­bal­ken, Magnet­schotts, Sand­sä­cke und ande­re bereits erwähn­ten Sys­te­me für die Gara­ge nut­zen. Beach­ten Sie hier­bei jedoch, dass Sie hier mehr Mate­ri­al benö­ti­gen und die Kos­ten somit höher werden.

Wir hof­fen, dass wir Ihnen mit die­sem Arti­kel einen guten Über­blick über die ver­schie­de­nen mobi­len Hoch­was­ser­schutz­wän­de geben konnten.

Wenn Sie wei­te­re Infor­ma­tio­nen oder eine per­sön­li­che Bera­tung wün­schen spre­chen Sie uns ger­ne an.

Wir freu­en uns von Ihnen zu hören!

Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen: Diese Maßnahmen gibt es!

Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen: Diese Maßnahmen gibt es!

His­to­ri­sche Hoch­was­ser hat es in Nord­rhein-West­fa­len und dem Rest von Deutsch­land immer wie­der gege­ben. Es kommt jedes Jahr zu hun­der­ten Über­schwem­mun­gen in ganz Deutschland.

Meis­tens wird ein Nach­bar­dorf unbe­merkt über­schwemmt und die Kel­ler lau­fen voll. Hoch­was­ser kann jeden tref­fen, den­noch ist lan­ge nicht jeder aus­rei­chend abgesichert.

Nicht nur, dass es ver­schie­de­ne Arten von Hoch­was­ser gibt, jedes Hoch­was­ser erfor­dert auch spe­zi­fi­sche Maß­nah­men die jeweils zu tref­fen sind.

Wann und wo fand die stärks­te Über­schwem­mung in Nord­rhein-West­fa­len statt? 1926 traf es den Nie­der­rhein am hef­tigs­ten. Dies war die schlimms­te Hoch­was­ser­ka­ta­stro­phe des Rheins in der Geschichte.

In Düs­sel­dorf stan­den eini­ge Häu­ser sogar bis zu den obe­ren Eta­gen unter Was­ser. Todes­op­fer gab es glück­li­cher­wei­se keine.

In die­sem Arti­kel wer­den wir Ihnen die ver­schie­de­nen Arten von Hoch­was­ser erklä­ren, wie der Hoch­was­ser­schutz am Rhein funk­tio­niert und wel­che Maß­nah­men vor einem Hoch­was­ser zu ergrei­fen sind.

Wir hof­fen, dass wir Ihnen damit etwas mehr Klar­heit im Umgang mit Hoch­was­ser und den zu tref­fen­den Vor­keh­run­gen ver­schaf­fen können.

Welche Arten von Hochwasser gibt es in Nordrhein-Westfalen?

Grob unter­schie­den gibt es vier Arten von Hoch­was­ser. Von Fluss­hoch­was­ser spricht man bei­spiels­wei­se, wenn Flüs­se über die Ufer treten.

Wenn sich die­se dann wei­ter­hin aus­deh­nen, kann es sein, dass Häu­ser und Leben bedroht wer­den. Somit ist das Fluss­hoch­was­ser eine der gefähr­lichs­ten Hoch­was­ser­ar­ten. Es hält sich außer­dem auch län­ger als alle anderen.

Gehen wir nun etwas genau­er auf die ver­schie­de­nen Hoch­was­ser-Arten ein:

  • Fluss­hoch­was­ser – Wenn die Pegel­stän­de stei­gen, führt dies ab einem gewis­sen Punkt dazu, dass die Flüs­se über die Ufer tre­ten.  Das Fluss­hoch­was­ser ist eine der gefähr­lichs­ten Hoch­was­ser­ar­ten und kann meh­re­re Tage andau­ern. Die Ursa­chen von Fluss­hoch­was­ser sind vielfaltig.
  • Sturz­flut – Bei einer Sturz­flut kommt durch Regen zu viel Was­ser vom Him­mel und es kann nicht mehr rich­tig abflie­ßen. Oft führt dies dazu, dass Kel­ler voll­lau­fen, Gara­gen über­flu­tet wer­den und Mil­lio­nen­schä­den ent­ste­hen. Sturz­flu­ten sind zwar an sich nicht so gefähr­lich wie Fluss­hoch­was­ser, wer­den jedoch oft­mals unterschätzt!
  • Sturm­flut - Die­se Art von Hoch­was­ser kann an Küs­ten­ge­bie­ten vor­kom­men. Hier kann es pas­sie­ren, dass der Wel­len­gang so stark wird, dass eine gro­ße Wel­le auf Land läuft. Inner­halb von Sekun­den wird dann eine Stadt geflu­tet. Hier han­delt es sich zwar oft um gerin­ge Pegel­stän­de, trotz­dem kön­nen auch die­se, gera­de wenn es sich um Salz­was­ser han­delt, schäd­lich für Gebäu­de und pri­va­te Gegen­stän­de sein. In der Regel haben Städ­te und Gemein­den aber für die­sen Fall vor­ge­sorgt und das Risi­ko für die Bür­ger mini­miert. Es wur­den dafür näm­lich Dei­che gebaut, die vor die­sem Ereig­nis schüt­zen sol­len. Wenn Sie nicht an der Küs­te woh­nen, dann soll­ten Sie von die­sem Phä­no­men auch nicht betrof­fen sein.
  • Schnee­schmel­ze – Davon sind Sie beson­ders betrof­fen, wenn Sie in den Ber­gen leben! Im Früh­ling kommt es oft dazu, dass der Schnee abtaut und sich das Was­ser dar­aus sei­nen Weg in Dör­fer und Städ­te bahnt. Dies kann, ähn­lich wie bei Stark­re­gen, ziem­lich plötz­lich pas­sie­ren und sehr über­ra­schend sein.

Es ist eben­falls wich­tig zu klä­ren, wie es über­haupt zu einer Über­schwem­mung kommt. Dazu kommt es näm­lich, wenn Was­ser durch Regen oder Schnee­schmel­ze auf gesät­tig­ten Boden trifft und nicht aus­rei­chend ver­si­ckern kann.

In die­sem Fall steht dort Was­ser, wo nor­ma­ler­wei­se kei­nes steht und dies wird zu einem Pro­blem für Men­schen und Gebäude.

Die Grün­de für Über­schwem­mun­gen kann man dabei auch noch wei­ter unter­tei­len. Wenn Pegel­stän­de stei­gen und Flüs­se oder Bäche über die Ufer tre­ten, dann kommt es zu Fluss­hoch­was­ser.

Ins­ge­samt kommt es im End­ef­fekt immer dann zu einer Über­schwem­mung, wenn Was­ser nicht ver­si­ckern kann und dort ein­fließt, wo es nor­ma­ler­wei­se nicht fließt.

Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfahlen: Hochwasser am Rhein

Am Rhein gelingt der Hoch­was­ser­schutz nur dann, wenn er zwi­schen den anlie­gen­den Staa­ten Schweiz, Deutsch­land und Nie­der­lan­de und inner­halb Deutsch­lands zwi­schen den anlie­gen­den Bun­des­län­dern (Baden-Würt­tem­berg, Hes­sen, Rhein­land-Pfalz, Nord­rhein-West­fa­len) abge­stimmt wird.

Für die nord­rhein-west­fä­li­sche Rhein­stre­cke müs­sen ein­heit­li­che Vor­ga­ben gel­tet und gleich­zei­tig die ört­li­chen Bedin­gun­gen beach­tet werden.

Aus die­sem Grund legt Nord­rhein-West­fa­len Flüs­se fest, die zur Bemes­sung der Hoch­was­ser­schutz Anla­gen die­nen. Außer­dem wer­den wei­te­re sicher­heits­re­le­van­te Vor­ga­ben gemacht.

Die Pla­nung und Umset­zung bestimm­ter Pro­jek­te über­neh­men jedoch trotz­dem die regio­nal zustän­di­ge Kom­mu­ne und der Deichverband.

Nord­rhein-West­fa­len arbei­tet in der „Inter­na­tio­na­len Kom­mis­si­on zum Schutz des Rheins“ (IKSR) mit.

Um für die Men­schen, die am Nie­der­rhein leben siche­re Wohn‑, Lebens- und Arbeits­be­din­gun­gen zu schaf­fen, sind sehr stand­fes­te und auch gegen sehr sel­te­ne Hoch­was­ser ange­leg­te Dei­che und Hoch­was­ser­schutz Anla­gen unverzichtbar.

Um die Wel­len­schei­tel der extre­men Hoch­was­ser­er­eig­nis­se in einem beherrsch­ba­ren Rah­men zu hal­ten, benö­ti­gen die Flüs­se mehr Raum. Somit kön­nen sich die Was­ser­mas­sen in die Flä­che aus­deh­nen, dadurch wird wie­der­um das Hoch­was­ser reduziert.

Um dem Rhein bei Hoch­was­ser wie­der mehr Platz für sei­ne hohen Abfluss­men­gen zu bie­ten, wur­den an sechs Stand­or­ten Deich­rück­ver­le­gun­gen in das Hoch­was­ser­schutz­kon­zept auf­ge­nom­men. Außer­dem soll noch ein Teil der Hoch­was­ser­ab­flüs­se des Rheins in drei steu­er­ba­ren Rück­hal­te­räu­men zwi­schen­ge­spei­chert werden.

Bei hef­ti­gen Som­mer­ge­wit­tern kön­nen lokal auch klei­ne­re Flüs­se und Bäche sturz­flut­ar­tig anschwel­len und schlim­me Über­schwem­mun­gen ver­ur­sa­chen. Aus die­sem Grund muss auch hier Hoch­was­ser­schutz betrie­ben wer­den. Ein Schutz durch tech­ni­sche Schutz­bau­ten ist hier jedoch nur ein­ge­schränkt möglich.

Für Gewäs­ser, bei denen durch Hoch­was­ser mehr als nur gering­fü­gi­ge Schä­den ent­ste­hen kön­nen, wer­den Über­schwem­mungs­ge­bie­te ermit­telt und festgesetzt.

Dies dient dazu, die Betrof­fe­nen zu infor­mie­ren, wohin das Was­ser bei hohen Hoch­was­ser­ab­flüs­sen gelan­gen kann. Außer­dem sind in bestimm­ten Über­schwem­mungs­ge­bie­ten bestimm­te Bau­maß­nah­men ver­bo­ten, die die­sen den Was­ser­ab­fluss behin­dern könnten.

Welche Hochwasserschutzmaßnahmen sind vor dem Hochwasser zur ergreifen?

Es ist sehr wich­tig, dass Sie das Wet­ter beob­ach­ten. Denn der bes­te Hoch­was­ser­schutz wird Ihnen nichts brin­gen, wenn Sie dies nicht tun und den Hoch­was­ser­schutz erst instal­lie­ren, wenn es bereits reg­net. Wenn Sie wis­sen möch­ten ab wann regen zu einem Pro­blem wer­den kann, dann kön­nen Sie übri­gens ger­ne unse­ren Arti­kel über Stark­re­gen lesen.

Sie soll­ten als ers­tes die Gefah­ren­la­ge abschät­zen und her­aus­fin­den, wel­che Pro­ble­me beim nächs­ten Hoch­was­ser auf­tre­ten könn­ten. Denn bei einem Fluss­hoch­was­ser müs­sen Sie bei­spiels­wei­se anders vor­sor­gen als bei einem Stark­re­gen. Fol­gen­de Vor­sor­ge soll­ten Sie für das Hoch­was­ser ergreifen:

  • Hoch­was­ser­schutz und Was­ser­mel­derWas­ser­mel­der sen­den ein akus­ti­sches Signal, sobald Sie mit Hoch­was­ser in Kon­takt kom­men. Wenn man die­se Mel­der an vor­her betrof­fe­ne Stel­len legt, wird man sogar bei einem Was­ser­ein­bruch in der Nacht alar­miert und kann reagie­ren. Natür­lich soll­ten Sie eben­falls den pas­sen­den Hoch­was­ser­schutz zur Hand haben um sich dann auch absi­chern zu kön­nen. Dazu kön­nen Sie ger­ne unser Arti­kel „Hoch­was­ser­schutz Haus“ lesen.
  • Eige­ne Schutz­aus­rich­tung und Vor­sor­ge – Wen Sie mit dem Was­ser und Schlamm in Kon­takt kom­men, kann dies gesund­heit­li­che Fol­gen haben. Aus die­sem Grund ist es wich­tig, dass Sie wäh­rend und nach dem Hoch­was­ser eine gewis­se Schutz­aus­rüs­tung haben. Legen Sie sich am bes­ten pas­sen­de Gum­mi­stie­fel oder Watt­ho­sen für den Schutz der Bei­ne zu. Für Auf­räum­ar­bei­ten soll­ten Sie außer­dem sta­bi­le Hand­schu­he und even­tu­ell auch einen Mund­schutz tragen.
  • Her­aus­fin­den wann der Ernst­fall ein­tritt – Sie soll­ten etwas frü­her her­aus­fin­den, wann das Hoch­was­ser auf­läuft. Kom­bi­nie­ren Sie hier­für eine Wet­ter­sta­ti­on, einen Was­ser­mel­der und die ver­schie­de­nen Wet­ter­apps und Nach­rich­ten zum Wet­ter. So kön­nen Sie genau abschät­zen, was auf Sie zukommt.
  • Finan­zi­el­les Risi­ko mini­mie­ren – Auch wenn Sie alle Vor­keh­run­gen getrof­fen haben, um sich abzu­si­chern bleibt das finan­zi­el­le Risi­ko. Die­ses kön­nen Sie nur mit der rich­ti­gen Ver­si­che­rung oder einem dicken finan­zi­el­len Pols­ter auf­fan­gen. Beach­ten Sie jedoch, dass wenn Sie bereits mit Hoch­was­ser zu kämp­fen hat­ten und kei­ne Ver­si­che­rung abge­schlos­sen haben, dann wird es schwie­rig eine pas­sen­de Ver­si­che­rung nach­träg­lich zu finden.

Wir hof­fen, dass Sie nun etwas schlau­er sind als zuvor. Soll­ten Sie wei­te­re Infor­ma­tio­nen rund um das The­ma Hoch­was­ser­schutz benö­ti­gen kon­tak­tie­ren Sie uns ger­ne per E‑Mail oder tele­fo­nisch. Wir hel­fen Ihnen ger­ne weiter!

Weitere Fragen zum Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen

Wie viel Regen ist viel? Es wer­den zwei Stu­fen vom DWD defi­niert: Regen von 15 bis 25lm² in einer Stun­de oder 20 bis 35 l/m² in sechs Stun­den gilt als mar­kan­te Wet­ter­war­nung. Regen­men­gen über 25l/m² in einer Stun­de oder über 35l/m² in 6 Stun­den gel­ten als Unwetterwarnung.

Wel­che Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men gibt es? Dei­che und Mau­ern sind klas­si­sche tech­ni­sche Schutz­maß­nah­men gegen Hoch­was­ser. Die­se sind auf Pegel­stän­de aus­ge­rich­tet, die auf his­to­ri­schen Erfah­run­gen beru­hen. Dazu kön­nen zusätz­li­che beweg­li­che Schutz­wän­de auf­ge­stellt werden.

Wir hof­fe, dass wir Ihnen mit die­sem Arti­kel den Hoch­was­ser­schutz in Nord­rhein-West­fah­len etwas näher brin­gen konn­ten und Ihnen der Arti­kel gefal­len hat.

Falls Sie wei­te­re Fra­gen zum The­ma Hoch­was­ser­schutz haben oder eine per­sön­li­che Bera­tung wün­schen kon­tak­tie­ren Sie uns gerne.

Wir freu­en uns von Ihnen zu hören!

Hochwasserschutz Automatisch: Übersicht der Anbieter!

Hochwasserschutz Automatisch: Übersicht der Anbieter!

Oft wis­sen unse­re Kun­den gar nicht genau was bei Hoch­was­ser eigent­lich zu tun ist. Aus die­sem Grund haben wir uns dazu ent­schie­den einen Leit­fa­den über Hoch­was­ser­schutz zu schrei­ben, wel­che Hoch­was­ser­schutz­sys­te­me Sie anwen­den kön­nen und an wel­che Anbie­ter Sie sich dafür wen­den können.

Wir hel­fen Ihnen dabei, als pri­va­ter Anwen­der den pas­sen­den Hoch­was­ser­schutz zu fin­den. Eine Fra­ge die unse­re Kun­den des Öfte­ren beschäf­tigt wenn Sie von Stark­re­gen betrof­fen sind ist, ob es ein auto­ma­ti­sches Hoch­was­ser­schutz­sys­tem sein sollte?

Wel­che Mög­lich­kei­ten zum Hoch­was­ser­schutz gibt es? Um sich gegen Hoch­was­ser zu schüt­zen, kön­nen Sie ver­schie­de­ne Sys­te­me ver­wen­den. Hier muss man jedoch zwi­schen mobi­len und semi-sta­tio­nä­ren Hoch­was­ser­schutz­sys­te­men unterscheiden. 

Es gibt, wie bereits erwähnt, eben­falls einen unter­schied zwi­schen auto­ma­ti­schem Hoch­was­ser­schutz und den her­kömm­li­chen Schutz­maß­nah­men bei denen Sie bei jedem Hoch­was­ser­er­eig­nis selbst aktiv wer­den müssen. 

Dies ist beson­ders bei Stark­re­gen ein Risi­ko, da Sie nicht immer vor Ort sein kön­nen und gege­be­nen­falls ein­fach nicht schnell genug reagie­ren können.

Um Ihnen dabei zu hel­fen den pas­sen­den Hoch­was­ser­schutz zu wäh­len und Ihnen Zeit bei der Aus­wahl eines Anbie­ters zu spa­ren, haben wir die­sen Arti­kel geschrieben.

Wir wer­den als ers­tes den Unter­schied zwi­schen mobi­len und semi-sta­tio­nä­ren Hoch­was­ser­schutz­sys­te­men erklä­ren und wer­den Ihnen dann eini­ge Anbie­ter und Sys­te­me für Türen und Fens­ter vorstellen.

Was ist der Unterschied zwischen mobilem und semi-stationärem Hochwasserschutz?

Um den rich­ti­gen Anbie­ter und den pas­sen­den Hoch­was­ser­schutz zu fin­den, müs­sen zuerst bestimm­te Punk­te geklärt wer­den. Als ers­tes muss Ihnen klar wer­den, wel­ches Hoch­was­ser­er­eig­nis Sie betrifft, dann soll­ten Sie wis­sen was mobi­ler Hoch­was­ser­schutz bedeutet.

Es gibt ver­schie­de­ne Arten von Hoch­was­ser. Grob wird es in Fluss­hoch­was­ser, Sturm­flut und Stark­re­gen unter­teilt. Bei Stark­re­gen han­delt es sich um eine leich­te Über­schwem­mung von eini­gen Minu­ten oder Stun­den. Bei Fluss­hoch­was­ser kann es hin­ge­gen vor­kom­men, dass ein gan­zer Land­strich meh­re­re Tage lang unter Was­ser steht.

Kom­men wir nun zur Unter­schei­dung zwi­schen mobi­lem und semi-sta­tio­nä­rem Hoch­was­ser­schutz. Wie es der Name schon sagt, han­delt es sich bei mobi­len Hoch­was­ser­schutz­sys­te­men um Sys­te­me, wel­che abso­lut fle­xi­bel im Ein­satz­ort sind. Die­ses Sys­te­me wer­den weder ver­schraubt noch gedübelt.

Semi-sta­tio­nä­re Sys­te­me wer­den hin­ge­gen fest in den jewei­li­gen Öff­nun­gen ange­bracht, kön­nen jedoch bei Bedarf ein­fach abge­nom­men wer­den. Dazu zäh­len bei­spiels­wei­se Alu-Damm­bal­ken-Sys­te­me, die meist fälsch­li­cher­wei­se als mobi­ler Hoch­was­ser­schutz ver­kauft werden.

Mobi­le Hoch­was­ser­schutz­sys­te­me soll­ten ein­ge­setzt wer­den, wenn man das Hoch­was­ser vom Haus fern hal­ten möch­te. Dies macht gera­de bei Fluss­hoch­was­ser Sinn, da hier oft­mals Ihr Mau­er­werk durch das Hoch­was­ser in Mit­lei­den­schaft gezo­gen wer­den würde.

Dadurch ver­mei­den Sie außer­dem ein Auf­schwim­men Ihres Hau­ses. Die­se Sys­te­me kön­nen Sie eben­falls vor ein­zel­ne Öff­nun­gen set­zen, wenn ein Stark­re­gen erwar­tet wird. Mobi­le Hoch­was­ser­schutz­s­te­me funk­tio­nie­ren bes­ser bei Fluss­hoch­was­ser, weil sich die­ses lan­ge vor­her ankün­digt und man mehr Zeit hat um zu reagieren.

Semi-Sta­tio­nä­re Hoch­was­ser­schutz­sys­te­me und auto­ma­ti­sche Hoch­was­ser­schutz­sys­te­me wer­den opti­mal ein­ge­setzt, wenn Sie von Stark­re­gen über­rascht wer­den. Die­se Sys­te­me sind schnel­ler ein­setz­bar, da vor­her bereits hand­werk­li­che Maß­nah­men ergrif­fen wur­den. Soll­ten Sie bei Stark­re­gen Pro­ble­me mit Ihrem Mau­er­werk haben, kön­nen Sie natür­lich auch hier zu mobi­len Sys­te­men greifen.

Soll­ten Sie sich den­noch nicht sicher sein, ob Sie zu einem mobi­len oder semi-sta­tio­nä­ren Sys­tem grei­fen soll­ten, dann kön­nen Sie ger­ne Kon­takt mit uns auf­neh­men. Eine fach­li­che Bera­tung ist in den meis­ten Fäl­len sinn­voll und die­se erhal­ten Sie bei uns völ­lig kostenlos!

Auto­ma­ti­sche Hoch­was­ser­schutz­sys­te­me sind immer sinn­voll und auch für den Pri­vat­ge­brauch abso­lut zu emp­feh­len, die­se sind auch nur gering­fü­gig teu­rer als manu­el­le Sys­te­me. Grob gesagt kann man mit einem Auf­schlag von ca. 20% – 30% auf den Nor­mal­preis rechnen.

Dafür bekom­men Sie einen auto­ma­ti­schen Hoch­was­ser­schutz der Sie abso­lut effek­tiv vor Hoch­was­ser absi­chert damit Sie beru­higt Ihr Haus für län­ge­re Zeit­räu­me ver­las­sen kön­nen, ohne sich sor­gen zu machen, dass es zu einer Über­schwem­mung kommt.

Hochwasserschutz von Fenstern – Wie teuer ist ein automatischer Hochwasserschutz

Bei dem Hoch­was­ser­schutz von Fens­tern kommt es dar­auf an, um was für eine Art von Fens­ter es sich han­delt. Ist es ein Fens­ter, wel­ches nicht in den Kel­ler führt? Liegt das Fens­ter unter der Erde?

Bei Fens­tern, die nicht in den Kel­ler füh­ren und über der Erde lie­gen kann es näm­lich sein, dass Sie das Fens­ter gar nicht schüt­zen müs­sen oder wenn ein Schutz benö­tigt wird, eine hal­be Abdich­tung ausreicht!

Wenn das Fens­ter hin­ge­gen unter der Erde liegt, kommt man um eine kom­plet­te Abdich­tung nicht her­um. Hier­bei ist es beson­ders wich­tig ein Sys­tem zu wäh­len, dass mög­lichst zu 100% dicht hält und auch einem gewis­sen Was­ser­druck stand­hal­ten kann.

Begin­nen wir mit dem Hoch­was­ser­schutz für ein hal­bes Fens­ter (100 x 60cm):

  • Sand­sä­cke – Wenn Sie eine Sand­sack­li­nie auf­bau­en, benö­ti­gen Sie unge­fähr 12 Sand­sä­cke bei die­ser Brei­te und Stau­hö­he. Die Kos­ten für gefüll­te Sand­sä­cke, die zu Ihnen nach Hau­se gelie­fert wer­den lie­gen bei etwa 98,00€. Eine sehr gute Alter­na­ti­ve dazu bie­ten wir Ihnen in unse­rem Part­ner­shop. Hier ein Link dazu:  Hydro-Sna­ke
  • Alu-Damm­bal­ken – Die Bal­ken kön­nen Sie ent­we­der auf oder in die Fens­ter­lai­bung set­zen. Der Preis dafür liegt bei ca. 418,88€ zuzüg­lich Ein­bau­kos­ten. Hier bekom­men Sie mehr Infos dazu: Hoch­was­ser­schutz-mit-Alu-Damm­bal­ken
  • Acry­plat­te – Kos­ten für eine sta­bi­le Plat­te zzgl. Ein­bau lie­gen bei 595,00€.
  • Magnet­schott – Dies ist ein Sys­tem wel­ches ein­fach instal­liert wird und 100% was­ser­dicht ist. Ein Magnet­schott kos­tet unge­fähr 613,00€ zzgl. Einbau.

Hoch­was­ser­schutz eines Kel­ler­fens­ters (klein) 

  • Alu-Auf­satz von innen – Preis dafür ligen bei ca. 499,00€ ohne Ein­bau­kos­ten. Die­ses Pro­dukt erhal­ten Sie bei unse­rem Part­ner­shop, hier der Link dazu: Hoch­was­ser­schutz-Fens­ter-zum-selbst-bau­en
  • Alu-Damm­bal­ken - Die Bal­ken kön­nen Sie ent­we­der auf oder in die Fens­ter­lai­bung set­zen. Hier bekom­men Sie mehr Infos dazu: Hoch­was­ser­schutz-mit-Alu-Damm­bal­ken
  • Acryl­schott – Die­se kos­ten um die 928,00€ inklu­si­ve Einbau.
  • Magnet­schott – Die­se wer­den mit einem Rah­men, wel­cher vor das Fens­ter mon­tiert wird, ange­bracht und ver­schlie­ßen die Fens­ter­öff­nung zu 100% was­ser­dicht. Preis ca. 950,00€ zzgl. Einbau.
  • Was­ser­dich­te Fens­ter – Dies ist die ele­gan­tes­te aber auch teu­ers­te Lösung. Das bestehen­de Fens­ter wird mit einem was­ser­dich­ten ersetzt. Preis­lich lie­gen Sie hier bei etwa 809,00€ zzgl. 714,00€ Einbaukosten.

Hoch­was­ser­schutz für ein Kel­ler­fens­ter und was­ser­dich­te Fens­ter (mit­tel) 

  • Alu-Auf­satz von innen – Hier ist das die güns­tigs­te Alter­na­ti­ve. In der Grö­ße 100 x 60 cm kos­tet der Auf­satz 499,00€.
  • Alu-Damm­bal­ken – Die Bal­ken kön­nen Sie , wie oben beschrie­ben, ent­we­der auf oder in die Fens­ter­lai­bung set­zen. Hier bekom­men Sie mehr Infos dazu: Hoch­was­ser­schutz-mit-Alu-Damm­bal­ken
  • Acryl­schott – Die­se kos­ten um die 1200,00 € inklu­si­ve Einbau.
  • Magnet­schott – Die­se wer­den mit einem Rah­men, wel­cher vor das Fens­ter mon­tiert wird, ange­bracht und ver­schlie­ßen die Fens­ter­öff­nung zu 100% was­ser­dicht. Preis ca. 1100,00€ € zzgl. Einbau
  • Was­ser­dich­te Fens­ter – Die­se Alter­na­ti­ve gibt es in ver­schie­de­nen Vari­an­ten. Für mehr Infor­ma­tio­nen kli­cken Sie auf fol­gen­den Link: Was­ser­dich­te-Kel­ler­fens­ter-schuet­zen-sie-sich-bei-Hoch­was­ser

Im Bereich der auto­ma­ti­schen Schutz­lö­sun­gen für Kel­ler­fens­ter kön­nen Sie auf die Stan­dard­prei­se für Acryl­schotts 20% – 30% aufschlagen.

 

Für den Hoch­was­ser­schutz für ein Kel­ler­fens­ter und was­ser­dich­te Fens­ter (groß) haben Sie die sel­ben Mög­lich­kei­ten, wie die oben beschriebenen.

Bei den ver­schie­de­nen Sys­te­men gibt es auch Aus­nah­men. Bis­her haben Sie die ver­schie­de­nen Sys­te­me von rela­tiv ein­fa­chen Fens­tern gese­hen. Es gibt jedoch auch eini­ge kom­ple­xe­re Aus­gangs­si­tua­tio­nen, hier ein paar Beispiele:

  • Win­ter­gar­ten – Wenn der Win­ter­gar­ten ungüns­tig im Gelän­de liegt, dann kann es auch hier zu einer Über­schwem­mung kom­men. Hier stei­gen logi­scher­wei­se auch die Kos­ten für den Hoch­was­ser­schutz, da eine sehr gro­ße Flä­che geschützt wer­den muss.
  • Kom­pli­zier­te Fens­ter – Wenn Sie ein Dreh/Kippfenster mit 3 ver­schie­de­nen Fens­tern, die in eines inte­griert wur­den haben möch­ten, dann gehört auch dies zu den kom­ple­xe­ren Fäl­len, in denen Sie preis­lich mehr ein­kal­ku­lie­ren müssen.
  • Ein­bruch­schutz – Für den Hoch­was­ser­schutz ist ein Ein­bruch­schutz vor dem Fens­ter schwie­rig. Die Instal­la­ti­on von vie­len Sys­te­men wird hier erschwert, wenn Sie über­haupt mög­lich ist, ohne den Ein­bruch­schutz abzumontieren.
  • Extrem klei­ne Fens­ter – Für klei­ne Öff­nun­gen muss oft ein eige­nes Sys­tem ent­wi­ckelt wer­den, wel­ches den Preis natür­lich eben­falls nach oben treibt.

Dam Easy-Hoch­was­ser­bar­rie­re                                          Hydro-Sack                                                                          Hydro-Snake

Hochwasserschutz von Türen

Auch hier kommt es bei dem Sys­tem, wel­ches Sie nut­zen soll­ten auf die Art der Tür an. Grund­sätz­lich gilt: je klei­ner die Öff­nung ist, des­to günstiger.

Nied­ri­ge Was­ser­bar­rie­re für die Tür (Unter 25 cm) 

  • Hydro­sack – Die­ser ist mit Poly­mer gefüllt und saugt sich mit Was­ser voll. Die Kos­ten hier­für lie­gen bei 29,90€. Unter fol­gen­dem Link kön­nen Sie die­sen erhal­ten: Hydro-sack-2er-pack-sand­sack-ersatz­sys­tem
  • Was­ser­sper­re – Wird mit Was­ser gefüllt und erreicht eine Stau­hö­he von bis zu 10 cm. Die­se Sper­re kos­tet 89,13€ und Sie kön­nen die­se hier erhal­ten: Absperr­deich-zur-was­ser­be­fu­el­lung
  • Pig Sper­re – Man kann die­se ein­fach ver­le­gen und wie­der­ver­wen­den. Bei einem Meter Brei­te muss der Deich ent­we­der in einem leich­ten U oder vor der Tür­lai­bung ver­legt wer­den. Ein Deich kos­tet 233,24€. Die­sen bekom­men Sie hier: Pig-spill­blo­cker-dei­che
  • Sand­sä­cke – Für eine Stau­hö­he von 25 cm und 1 m Län­ge wer­den etwa 35 Säcke benötigt.
  • Alu-Damm­bal­ken – Sind schnel­ler auf- und ein­ge­baut als Sand­sä­cke. Die güns­tigs­ten Sys­te­me begin­nen bei 342,72€ für 20 cm Stauhöhe.
  • Magnet­schotts – Dies ist eine noch ein­fa­che­re und voll­kom­men was­ser­dich­te Lösung. Die­se erhal­ten Sie in einer Stau­hö­he von 25 cm ab 534,31 zzgl. Einbaukosten.

Magnet­schott mit Türfunktion

Hoch­was­ser­schutz einer Tür bei mitt­le­rer Stau­hö­he (25 – 60 cm) 

  • Alu-Damm­bal­ken – In die­sem Fall ist dies die güns­tigs­te Alter­na­ti­ve. Sogar güns­ti­ger als Sand­sä­cke. Mit den Maßen 100 cm x 60 cm lie­gen die Kos­ten bei 514,08€ zzgl. Trans­port­kos­ten. Dies bekom­men Sie bei uns. Hier der Link dazu: Ein­gangs­tu­er-mit-alu-damm­bal­ken-sys­te­m/
  • Sand­sä­cke
  • Dam Easy Hoch­was­ser­bar­rie­re – Die­se bie­tet Schutz von 60 cm Stau­hö­he. Die Bar­rie­re funk­tio­niert ohne Schrau­ben, Dübeln oder ande­re Ein­bau­ten. Den Schutz bekom­men Sie ent­we­der bei uns oder in unse­rem Part­ner­shop. Hier gelan­gen Sie zur Sei­te: Dam-easy-hoch­was­ser­schutz-fuer-tue­ren
  • Magnet­schott
  • Hoch­was­ser­tür – Dies ist die ein­fachs­te und ele­gan­tes­te Lösung. Den­noch ist es die teu­ers­te. Der Preis solch einer Tür liegt bei 2913,12€ zzgl. 833,00€ Ein­bau­kos­ten. Dazu haben wir eben­falls etwas im Ange­bot: Was­ser­fes­te-Tue­ren
Hoch­was­ser­schutz Tür

Hoch­was­ser­schutz einer Tür bei hoher Stau­hö­he (60 cm – 140 cm) 

  • Alu-Damm­bal­ken 
  • Magnet­schott 
  • Hoch­was­ser­tür 

Wir hof­fen, dass wir Ihnen bei der Aus­wahl Ihres Hoch­was­ser­schutz behilf­lich sein konn­ten. Wenn Sie wei­te­re Infor­ma­tio­nen benö­ti­gen, kön­nen Sie sich ger­ne per E‑Mail oder tele­fo­nisch an uns wen­den. Wir sind ger­ne für Sie da und hel­fen Ihnen jeder­zeit weiter. 

Alu-Damm­bal­ken Garage

Weitere Fragen zum Hochwasserschutz

Wie funk­tio­niert der Hoch­was­ser­schutz einer Gara­ge? Der Schutz der Gara­ge funk­tio­niert genau­so, wie der Schutz einer Tür. Hier kön­nen Sie eben­falls Sand­sä­cke, was­ser­ge­füll­te Schläu­che und ähn­li­che Sys­te­me ver­wen­den. Hier fin­den Sie wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu die­sem The­ma: Hoch­was­ser­schutz-gara­gen­ein­fahrt-sicher-gegen-hoch­was­ser/

Was sind druck­was­ser­dich­te Fens­ter? Alle Fens­ter, die für den Hoch­was­ser­schutz ein­ge­baut wer­den, sind druck­was­ser­dicht. Die Fens­ter wer­den so in das Mau­er­werk ein­ge­bracht, dass das Fens­ter einen druck­was­ser­dich­ten Anschluss hat.

 

Hochwasserschutz in Mecklenburg-Vorpommern: Diese Maßnahmen gibt es!

Hochwasserschutz in Mecklenburg-Vorpommern: Diese Maßnahmen gibt es!

Alle paar Jah­re wird Deutsch­land von schlim­men Hoch­was­ser­er­eig­nis­sen heim­ge­sucht. Hoch­was­ser ist somit nichts neu­es, trotz­dem beschäf­ti­gen sich immer noch viel zu wenig Men­schen damit und wenn es dann zu Hoch­was­ser kommt, weiß man oft­mals nicht was zu tun ist. Aus die­sem Grund haben wir beschlos­sen Sie heu­te etwas über das The­ma Hoch­was­ser­schutz in Meck­len­burg-Vor­pom­mern aufzuklären.

Haupt­säch­lich wer­den wir über ein bestimm­tes Hoch­was­ser­er­eig­nis in Meck­len­burg-Vor­pom­mern spre­chen und wel­che Maß­nah­men es gibt um sich effek­tiv zu schützen.

Wel­che Schä­den kön­nen durch Hoch­was­ser im Haus ent­ste­hen? Der am ein­fachs­ten zu behe­ben­de Scha­den ist der Finan­zi­el­le. Wenn Sie eine pas­sen­de Ver­si­che­rung abge­schlos­sen haben, zahlt die­se meis­tens den kom­plet­ten Scha­den. Außer­dem kön­nen Sie unter Umstän­den eini­ge Ihrer gelieb­ten Gegen­stän­de und Erin­ne­rungs­stü­cke verlieren.

Auf jeden Fall geht jedes Hoch­was­ser­er­eig­nis, wel­ches einen per­sön­lich betrifft mit einem hohen Maß an men­ta­ler Belas­tung und vie­len Unan­nehm­lich­kei­ten einher.

Des­halb wer­den wir in die­sem Arti­kel klä­ren wel­che Hoch­was­ser­ar­ten es gibt und wel­che Schä­den das jewei­li­ge Hoch­was­ser ver­ur­sa­chen kann.

Außer­dem klä­ren wir von wel­chem Hoch­was­ser Sie in Meck­len­burg-Vor­pom­mern beson­ders betrof­fen sein kön­nen und wel­che Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men Sie ergrei­fen kön­nen um Ihr Haus opti­mal vor Hoch­was­ser zu schüt­zen.

Welche Arten von Hochwasser gibt es in Mecklenburg-Vorpommern?

Grob unter­schie­den gibt es vier Arten von Hochwasser:

Fluss­hoch­was­ser – Die­se Art von Hoch­was­ser kann ent­ste­hen, wenn die Pegel­stän­de stei­gen. Dies führt ab einen gewis­sen Punkt dazu, dass die Flüs­se über die Ufer tre­ten. Wenn sich die­se so wei­ter aus­deh­nen, kann es pas­sie­ren, dass Häu­ser und Leben davon bedroht wer­den. Somit ist das Fluss­hoch­was­ser eines des gefähr­lichs­ten. Außer­dem hält es oft auch län­ger an als alle ande­ren Hoch­was­ser­ar­ten. Ein Fluss­hoch­was­ser kann meh­re­re Tage andau­ern, die Ursa­chen dafür sind vielfältig.

Sturz­flut – Bei einer Sturz­flut reg­net zu viel Was­ser vom Him­mel und es kann nicht mehr rich­tig abflie­ßen. Dies führt oft dazu, dass Kel­ler voll­lau­fen, Gara­gen über­flu­tet wer­den und Mil­li­ar­den­schä­den ent­ste­hen. Sturz­flu­ten sind zwar nicht so gefähr­lich wie Fluss­hoch­was­ser, wer­den jedoch meis­tens unterschätzt.

Sturm­flut – An Küs­ten­ge­bie­ten kann es vor­kom­men, dass der Wel­len­drang so stark wird, dass sich eine gro­ße Wel­le den Weg an Land bahnt. Somit wird inner­halb von Sekun­den eine gan­ze Stadt geflu­tet. Hier han­delt es sich zwar oft um gerin­ge­re Was­ser­stän­de, trotz­dem kön­nen die­se, gera­de wenn es sich um Salz­was­ser han­delt, schäd­lich für Gebäu­de und Gegen­stän­de sein. In der Regen haben die Städ­te und Gemein­de jedoch für die­sen Fall vor­ge­sorgt und das Risi­ko für die Bür­ger best­mög­lich minimiert.

Schnee­schmel­ze – Die­ses Phä­no­men kommt meis­tens im Früh­ling vor. Hier kommt es oft dazu, dass der Schnee abtaut und sich das Was­ser dar­aus sei­nen Weg in Dör­fer und Städ­te bahnt. Dies kann ähn­lich wie Stark­re­gen ziem­lich plötz­lich pas­sie­ren und vie­le über­ra­schen. Davon sind meis­tens Men­schen betrof­fen, die in den Ber­gen leben.

Die wich­tigs­ten Arten von Hoch­was­ser sind Fluss­hoch­was­ser und Sturz­flu­ten, sie sind für den größ­ten Teil der Schä­den in Deutsch­land ver­ant­wort­lich.

In Meck­len­burg-Vor­pom­mern kön­nen Sie natür­lich von Stark­re­gen und Sturz­flu­ten betrof­fen sein, am wahr­schein­lichs­ten wäre jedoch eine Sturm­flut. Aus die­sem Grund wer­den wir uns heu­te die­se Art von Hoch­was­ser genau­er ansehen.

Wie bereits beschrie­ben spricht man von einer Sturm­flut all­ge­mein immer dann, wenn der Mee­res­spie­gel auf­grund eines Stur­mes an den Küs­ten ansteigt. Frü­her kam es dabei meis­tens zu Schä­den in der Land­schaft und zu Todes­fäl­len bei Men­schen und Tie­ren. In Euro­pa sind die Küs­ten jedoch mitt­ler­wei­le durch Dei­che so geschützt, dass es kaum noch zu ernst­haf­ten Schä­den kommt.

An vie­len Küs­ten, die bei­spiels­wei­se an der Nord­see oder dem Atlan­tik lie­gen, wer­den Sturm­flu­ten oft durch den Ein­fluss der Tide ver­stärkt. An der deut­schen Nord­see­küs­te spricht man von einer Sturm­flut, wenn der Was­ser­stand 1,50 m höher liegt als bei mitt­le­rem Hoch­was­ser.

Sturmfluten in Mecklenburg-Vorpommern: Wie entstehen sie eigentlich?

Wenn das Hoch­was­ser 1,50 Meter bis 2,50 Meter höher als das mitt­le­re Hoch­was­ser auf­läuft, spricht man von einer leich­ten Sturm­flut. Zwi­schen 2,50 und 3,50 Meter über dem mitt­le­ren Hoch­was­ser han­delt es sich um eine schwe­re Sturm­flut und ab 3,50 Meter um eine sehr schwe­re Sturm­flut. An der Ost­see­küs­te gibt es kei­ne ech­ten Sturm­flu­ten, es kommt aber zu Sturm­hoch­was­ser, das aber genau­so gefähr­lich sein kann.

Damit es Sturm­flu­ten geben kann muss ein deut­li­cher Unter­schied zwi­schen Hoch- und Nied­rig­was­ser vor­han­den sein. Die­ser kommt vor allem durch die Anzie­hungs­kraft des Mon­des zustan­de, der sich um die Erde dreht. Zwei Mal pro Tag stellt sich Hoch­was­ser ein, dazwi­schen Nied­rig­was­ser. Bei Neu­mond wir­ken die Anzie­hungs­kräf­te von Son­ne und Mond zusam­men und das Hoch­was­ser fällt stär­ker aus. Hier spricht man von einer so genann­ten Spring­ti­de oder Spring­flut.

Damit eine Sturm­flut ent­steht, müs­sen ver­schie­de­ne Fak­to­ren zusam­men­kom­men. Ein Tief zieht bei­spiels­wei­se vom Atlan­tik nach Skan­di­na­vi­en, an der Süd­sei­te des Tiefs weht west­li­cher und auf der Rück­sei­te nord­west­li­cher Wind. Bei aus­rei­chen­dem Andau­ern­den des Sturms zu pas­sen­der Zeit wird das Was­ser gegen die Küs­te gedrückt und läuft somit höher auf. Die unter­schied­li­chen Mond­pha­sen kön­nen zusätz­lich meh­re­re Dezi­me­ter aus­ma­chen. Eine so genann­te Fern­wel­le kann eine Sturm­flut eben­falls noch erhöhen.

An der Ost­see ist gele­gent­lich mit deut­lich erhöh­ten Was­ser­stän­den zu rechen. Hier kann man jedoch nicht von Sturm­flu­ten spre­chen, da hier die Tide kaum vor­han­den ist. Der genaue Begriff dafür ist „Sturm­hoch­was­ser“. Eine all­ge­mein gül­ti­ge Defi­ni­ti­on für Hoch­was­ser gibt es an der Ost­see nicht, meis­tens spricht man hier bei Was­ser­stän­den ab 1,00 Meter über Nor­mal­null von einem leich­ten Sturm­hoch­was­ser, ab 1,50 Meter von einem schwe­ren Sturm­hoch­was­ser und bei mehr als 2,00 Meter von einem sehr schwe­ren Sturm­hoch­was­ser. Sol­che Was­ser­stän­de kom­men jedoch nur sel­ten vor.

Am 13.11.1872 gab es aller­dings ein schwe­res Hoch­was­ser mit Was­ser­stän­den von 3,00 bis 3,50 Meter über Nor­mal­null, stel­len­wei­se sogar noch dar­über. Damals kamen hun­der­te Men­schen ums Leben, gan­ze Ort­schaf­ten wur­den zer­stört und mehr als 600 Schif­fe wur­den zer­stört. An vie­len Stel­len gibt es noch heu­te Flut­mar­ken, wel­che an das Hoch­was­ser erinnern.

Die Ost­see ist ein fast abge­schlos­se­nes Bin­nen­meer, somit weist sie die Beson­der­heit des „Bade­wannen­ef­fekts“ auf. Wenn das Was­ser durch einen star­ken Wind aus einem Teil der Ost­see in einen ande­ren gedrückt wird, kann es bei plötz­li­chen Nach­las­sen des Win­des schnell zurück­schwap­pen und so zu erhöh­ten Was­ser­stän­den füh­ren. Dadurch kam es bereits zu Über­flu­tun­gen in Hafen­städ­ten, also eine Art Sturm­hoch­was­ser ohne Sturm.

Hochwasserschutz in Mecklenburg-Vorpommern – So können Sie sich schützen

Bereits im 16. und 17 Jahr­hun­dert mach­ten sich die Nord- und Ost­see­an­woh­ner Gedan­ken über den Sturm­flut-Schutz. Mit der Zeit wur­den Dei­che gebaut, die immer wie­der erhöht wer­den muss­ten. Im 20. Jahr­hun­dert wur­den sogar eini­ge Flüs­se, wie die Einer und Stör mit Sperr­wer­ken abge­schot­tet, um die Über­schwem­mung der Ein­zugs­ge­bie­te durch Sturm­fu­ten zu ver­hin­dern. An ver­schied­nen gefähr­de­ten Küs­ten­ab­schnit­ten schüt­zen eben­falls Tetra­po­den aus Beton die Küs­te.

Für die gesam­te deut­sche Küs­te an Nord- und Ost­see gibt es das Bun­des­amt für See­schiff­fahrt und Hydro­gra­phie (BSH) in Ham­burg, wel­ches direkt mit dem benach­bar­ten See­wet­ter­amt War­nun­gen vor Sturm­flu­ten her­aus­gibt. In Nie­der­sach­sen gibt es außer­dem noch den Warn­dienst des Land­be­trie­bes für Was­ser­wirt­schaft, Küs­ten- und Natur­schutz (NLWKN). Ein­zel­ne Städ­te haben zusätz­lich einen eige­nen Sturm­flut­warn­dienst ent­wi­ckelt.

Eine gute Vor­sor­ge bei Hoch­was­ser besteht aus meh­re­ren Bau­stei­nen. Es ist wich­tig, dass Sie die rich­ti­gen Infor­ma­tio­nen zur rich­ti­gen Zeit bekom­men. Somit sind Infor­ma­tio­nen über die Wet­ter­la­ge wich­tig. Dafür gibt es Apps und Nach­rich­ten­diens­te. Fol­gen­de Infor­ma­ti­ons­quel­len sind die wich­tigs­ten, die Sie vor einem Hoch­was­ser beach­ten sollten:

  • Nach­rich­ten beach­ten und auf dem Lau­fen­den blei­ben: Infor­mie­ren Sie sich online oder im Fern­se­hen über die aktu­el­le Wet­ter­la­ge in Ihrem Gebiet.
  • Wet­ter­apps nutzen
  • War­napps: Sie wer­den von einer War­napp gewarnt, wann auch immer ein Aus­nah­me­zu­stand auf­tritt. Hier­un­ter fal­len auch Erd­be­ben, Stür­me und vie­les mehr. Dafür kön­nen Sie sich Kat­warn, Nina oder die Hoch­was­serzen­tra­len mit der Mei­ne Pegel App.

Außer­dem ist es wich­tig, dass Sie eine eige­ne Schutz­aus­rüs­tung bereit haben, dies ist wich­tig, egal um wel­ches Hoch­was­ser es sich han­delt. Mit Che­mi­ka­li­en oder Fäka­li­en ver­un­rei­nig­tes Was­ser ist kei­ne Sel­ten­heit. Legen Sie sich somit Ihrem Hoch­was­ser pas­sen­de Gum­mi­stie­fel oder Wat­ho­sen für den Schutz der Bei­ne zu. Für Auf­räum­ar­bei­ten soll­ten Sie sta­bi­le Hand­schu­he und even­tu­ell einen Munsd­chutz tragen.

Um finan­zi­el­le Risi­ken zu mini­mie­ren kön­nen Sie eben­falls Vor­keh­run­gen tref­fen. Dies kön­nen Sie mit der rich­ti­gen Ver­si­che­rung tun. Wenn Sie jedoch bereits von Hoch­was­ser betrof­fen waren und kein Hoch­was­ser­schutz vor­han­den oder eine pas­sen­de Ver­si­che­rung abge­schlos­sen war, dann wird es auch in Zukunft schwer sein eine Ver­si­che­rung abzu­schlie­ßen. Die ein­zi­ge Mög­lich­keit, die Ihnen hier bleibt ist mit den pas­sen­den Hoch­was­ser­schutz-Sys­te­men vor­zu­sor­gen und dann nach der pas­sen­den Ver­si­che­rung zu suchen.

Zu den Maß­nah­me gegen den Hoch­was­ser selbst zäh­len die ver­schie­de­nen Hoch­was­ser­schutz-Sys­te­me, es gibt für jede Öff­nung ein pas­sen­des Hoch­was­ser­schutz-Sys­tem.

Wenn Sie dazu Fra­gen haben und sich ger­ne bera­ten las­sen möch­ten, dann kön­nen Sie sich ein­fach tele­fo­nisch oder per E‑Mail an uns wenden. 

Wir freu­en uns von Ihnen zu hören!

Weitere Fragen zu Hochwasserschutz in Mecklenburg-Vorpommern

War­um ist Küs­ten­schutz wich­tig? Die­se Schutz­maß­nah­men sol­len nied­rig lie­gen­de, vom Men­schen genutz­te Gebie­te in Mee­res­hö­he vor Über­flu­tun­gen bei Sturm­flu­ten schüt­zen, zum ande­ren aber auch die Küs­ten selbst vor Ufer­rück­gang und Land­ver­lust.

Wie funk­tio­niert der Deich­bau? Die Dei­che schüt­zen die Häu­ser der Städ­te und Dör­fer vor dem Hoch­was­ser. Dei­che wer­den nicht nur an den Flüs­sen, son­dern auch am Meer gebaut. Der unte­re Teil, zum Was­ser hin, wird meis­tens mit Stei­nen gepflas­tert. Damit kann das Was­ser noch abflie­ßen, es reißt jedoch kein Deich­ma­te­ri­al mit.

Für Infor­ma­tio­nen zum The­ma Sturz­flut lesen Sie ger­ne die­sen Arti­kel.