7 Hochwasserschutzmaßnahmen für den Schutz von Häusern!

7 Hochwasserschutzmaßnahmen für den Schutz von Häusern!

Hoch­was­ser­schutz ist eine kom­ple­xe Sache. Des­halb hel­fen wir unse­ren Kun­den bei den ver­schie­de­nen Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men am und im Haus. Um wirk­lich alles rich­tig­zu­ma­chen, muss man manch­mal ein Exper­te sein, der Abschät­zen kann, wel­che Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men zu ergrei­fen sind. Da wir unmög­lich mit allen Betrof­fe­nen spre­chen kön­nen, haben wir uns dazu ent­schlos­sen unser Wis­sen wei­ter­zu­ge­ben. Unter ande­ren mit die­sem Arti­kel hier. Wir zei­gen Ihnen nun auf wel­che sie­ben Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men zu ergrei­fen sind, damit Sie Ihr Haus vor dem nächs­ten Hoch­was­ser schüt­zen.

Damit Sie nicht den Über­blick ver­lie­ren, hier eine kur­ze Zusam­men­fas­sung der The­men. Wir wer­den uns von den Maß­nah­men vor dem Hoch­was­ser bis zu den Maß­nah­men nach dem Hoch­was­ser vor­ar­bei­ten.

  1. Vor den Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men: Hoch­was­ser­ri­si­ko erken­nen
  2. Früh­warn­sys­tem bei Hoch­was­ser
  3.  Finan­zi­ell gegen das Hoch­was­ser vor­sor­gen
  4.  Bau­li­che Maß­nah­men zum Hoch­was­ser­schutz fürs Haus
  5.  Tem­po­rä­re Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men fürs Haus
  6.  Im Ernst­fall: Maß­nah­men bei Hoch­was­ser 
  7.  Maß­nah­men nach dem Hoch­was­ser

Nach die­sem Arti­kel wer­den Sie wis­sen was vor, wäh­rend und nach dem Hoch­was­ser zu tun ist. Damit wir kei­ne Zeit ver­lie­ren, legen wir nun auch direkt los.

Vor den Hochwasserschutzmaßnahmen: Hochwasserrisiko erkennen

Bevor Sie sich über­haupt Gedan­ken dar­über machen kön­nen, wel­che Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men Sie ergrei­fen, soll­ten Sie zuerst Ihr Risi­ko ken­nen. Wenn Sie schon ein­mal von Hoch­was­ser betrof­fen waren, soll­te Ihnen das Risi­ko rela­tiv klar sein. Sie ken­nen die Art des Hoch­was­sers, wel­ches Sie tref­fen kann und auch die Höhe, gegen die Sie sich schüt­zen müs­sen. Wenn Sie bis jetzt von Hoch­was­ser ver­schont wur­den, wird Ihnen die nach­fol­gen­de Lis­te hel­fen Ihr Risi­ko ein­zu­schät­zen. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen dazu fin­den Sie im Arti­kel Hoch­was­ser­schutz fürs Haus.

Die zwei größ­ten Gefah­ren sind Fluss­hoch­was­ser und Stark­re­gen. Die­se sind für den meis­ten Scha­den in Deutsch­land ver­ant­wort­lich. Auch zum Hoch­was­ser in Deutsch­land haben wir einen detail­lier­ten Arti­kel geschrie­ben, falls Sie wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu die­sem The­ma benö­ti­gen.  Wir haben für Sie also die ers­ten Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men zusam­men­ge­tra­gen, wenn Sie an einem Fluss/Bach, an der Küs­te leben oder von Stark­re­gen betrof­fen sein könn­ten.

Wenn Sie an einem Fluss/Bach oder an der Küste leben:

  • Sicht­kon­trol­le: Steigt der Fluss oder Bach in Ihrer Nähe an, müs­sen Sie des­sen Pegel­stand im Auge behal­ten. Kommt das Gewäs­ser in eine gefähr­li­che Höhe und droht über die Ufer zu tre­ten, soll­ten Sie Schutz­maß­nah­men vor­be­rei­ten.
  • Nach­rich­ten: War­nen die regio­na­len Medi­en vor einem Hoch­was­ser? Neh­men Sie die­se War­nun­gen ernst und befol­gen Sie die Anwei­sun­gen der Autoren und Spre­cher.
  • Apps: Wenn Sie in einem Hoch­was­ser­ge­biet leben, laden Sie sich am bes­ten Apps zur Früh­erken­nung run­ter, oder tra­gen Sie sich in News­let­ter ein, die regel­mä­ßig über Pegel­stän­de und Gefah­ren­la­gen infor­mie­ren.
  • Um Ihnen eini­ge Bei­spie­le zu nen­nen: KATWARN, NINA oder hochwasserzentralen.de
  • Wet­ter­be­richt: Fol­gen Sie dem Wet­ter­be­richt und ach­ten Sie vor allem auf die Regen­ent­wick­lung und Wahr­schein­lich­keit. Je län­ger es reg­net, des­to wahr­schein­li­cher wird ein Über­tre­ten der Flüs­se und Bäche. Mehr Details zu Stark­re­gen fin­den Sie in unse­rem Arti­kel über Stark­re­gen
  • Sire­nen: Soll­ten die Sire­nen ange­hen, wird wie folgt gewarnt:
  • War­nung (her­an­na­hen­de Gefahr!): 3 Min. gleich­blei­ben­der Dau­er­ton
  • Alarm (Gefahr!): eine Minu­te auf- und abschwel­len­der Heul­ton
  • Infor­mie­ren Sie sich ob Sie in einem Hoch­was­ser­ge­biet leben und wie hoch und wie oft das Was­ser in der Ver­gan­gen­heit stand.

Wenn Sie in einem Hoch­was­ser­ge­biet leben, hat der GDV ein Zonie­rungs­sys­tem instal­liert um die Häu­fig­keit von Hoch­was­ser abschät­zen zu kön­nen. Oft­mals stellt das jewei­li­ge Land die­se Lis­te online. Eine kur­ze Goog­le-Suche wird Ihnen hel­fen, fest­zu­stel­len ob Sie in einem Risi­ko­ge­biet leben. Prin­zi­pi­ell wer­den die Über­schwem­mungs­zo­nen in vier Gefähr­dungs­klas­sen ein­ge­teilt:

  • Gefähr­dungs­klas­se 1: Sehr gerin­ge Wahr­schein­lich­keit – Hoch­was­ser sta­tis­tisch sel­te­ner als ein­mal alle 200 Jah­re
  • Gefähr­dungs­klas­se 2: Nied­ri­ge Wahr­schein­lich­keit – Hoch­was­ser sta­tis­tisch ein­mal alle 100 bis 200 Jah­re
  • Gefähr­dungs­klas­se 3: Mitt­le­re Wahr­schein­lich­keit – Hoch­was­ser sta­tis­tisch ein­mal alle 10 bis 100 Jah­re
  • Gefähr­dungs­klas­se 4: Hohe Wahr­schein­lich­keit – Hoch­was­ser alle 10 Jah­re oder öfter

*ohne Nord- und Ost­see­inseln (Quel­le: https://www.financescout24.de/wissen/ratgeber/naturkatastrophen-schutzmassnahmen-gegen-hochwasser)

Wenn Sie von Starkregen betroffen sind:

  • Lei­der gibt es bei Stark­re­gen kaum Mög­lich­kei­ten früh­zei­tig gewarnt zu wer­den. Er tritt spon­tan auf und kann spon­tan wie­der ver­schwin­den.
  • Die ein­zi­ge Mög­lich­keit sich vor­zu­be­rei­ten, ist, den Wet­ter­be­richt zu ver­fol­gen, gera­de im Som­mer, wo es oft zu Stark­re­gen kommt.
  • Ach­ten Sie dar­auf, ob sich Unwet­ter zusam­men­brau­en und in Ihrer nahen Umge­bung Mel­dun­gen über Stark­re­gen exis­tie­ren. Oft hinkt die Bericht­erstat­tung hin­ter­her, weil es so kur­ze Ereig­nis­se sind und dann kann es für Sie schon zu spät sein.
  • Es gibt Apps, die eine genaue Regen­ent­wick­lung auf weni­ge Meter genau beob­ach­ten und anzei­gen kön­nen, die­se sind jedoch kos­ten­pflich­tig.
  • Pro­duk­te für die Früh­erken­nung von Stark­re­gen fin­den Sie in unse­rem Arti­kel über Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men vor dem Hoch­was­ser.
  • Wel­che Mög­lich­kei­ten für Sie in die­sem Bereich bestehen klä­ren wir im nächs­ten Abschnitt.

Soviel zu dem Hoch­was­ser­ri­si­ko. Wenn Sie nun wis­sen, wel­ches Hoch­was­ser Sie tref­fen kann, soll­ten Sie im zwei­ten Schritt her­aus­fin­den, wann es Sie trifft. Der zeit­li­che Fak­tor ist eben­so wich­tig wie das Risi­ko an sich. Die bes­ten Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men wer­den Ihnen nichts hel­fen, wenn Sie nach dem Hoch­was­ser statt vor dem Hoch­was­ser ergrif­fen wer­den. Im nächs­ten Abschnitt wid­men wir uns des­halb den ver­schie­de­nen Früh­warn­sys­te­men.

Frühwarnsystem bei Hochwasser

Unab­hän­gig von dem Hoch­was­ser­er­eig­nis, wel­ches Sie trifft, gibt es ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten vor dem Hoch­was­ser infor­miert zu wer­den. Da es lei­der noch kei­ne App gibt, die Ihnen genau Aus­kunft dar­über geben kann zu wel­chem Zeit­punkt Sie von Hoch­was­ser getrof­fen wer­den, müs­sen wir uns etwas anders wei­ter­hel­fen. Am bes­ten ist es, wenn Sie eine Kom­bi­na­ti­on auf ver­schie­de­nen Früh­warn­sys­te­men eta­blie­ren. Abhän­gig davon ob Sie von Fluss­hoch­was­ser oder Stark­re­gen betrof­fen sind, macht die ein oder ande­re Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­me zur Früh­war­nung mal mehr oder mal weni­ger Sinn.

Nach­rich­ten anschau­en: Egal ob Sie sich den Wet­ter­be­richt im Fern­se­hen, in der Zei­tung oder im Inter­net anschau­en, oft­mals war­nen die Meteo­ro­lo­gen vor Stark­re­ge­n­er­eig­nis­sen und Über­schwem­mun­gen. Wei­ter­hin wird auch oft in den Nach­rich­ten von gefähr­de­ten Gebie­ten berich­tet. Gera­de wenn grö­ße­re Flüs­se mit Hoch­was­ser dro­hen, kommt das oft in den aktu­el­len Nach­rich­ten. Wenn Sie sich online Infor­mie­ren wol­len, soll­ten Sie sich wetter.de, DWD oder Wet­te­ron­line anschau­en. Die Berich­te sind oft aktu­el­ler als im Fern­se­hen und damit gera­de bei Stark­re­gen rele­van­ter. Die Online­por­ta­le bie­ten auch News­let­ter an, damit Sie vor einem Unwet­ter per E‑Mail infor­miert wer­den.

Wet­ter­apps nut­zen: Neben den her­kömm­li­chen Infor­ma­ti­ons­quel­len, gibt es auch ver­schie­de­ne Apps, die Ihnen das Wet­ter vor­her­sa­gen kön­nen. Alle wich­ti­gen Por­ta­le zum Wet­ter haben auch ent­spre­chen­de Apps im Ange­bot. Wenn Sie nicht von Stark­re­gen, son­dern von Fluss­hoch­was­ser bedroht sind, soll­ten Sie sich die App zu den aktu­el­len Pegel­stän­den her­un­ter­la­den. Das Infor­ma­ti­ons­por­tal dazu heißt www.pegelonline.wsv.de und die App heißt mei­ne Pegel App.

Spe­zi­el­le Regen­apps instal­lie­ren: Haben Sie nun fest­ge­stellt, dass Sie von Stark­re­gen bedroht sind und Ihnen dadurch eine Über­schwem­mung ins Haus steht, gibt es sogar spe­zi­el­le Regen­apps. Die­se zei­gen viel genau­er als Wet­ter­apps an, wie viel Regen gera­de fällt. Oft­mals gibt es die­se Apps als kos­ten­lo­se und zah­lungs­pflich­ti­ge Ver­sio­nen. Wenn Sie schnell reagie­ren müs­sen und das müs­sen Sie bei Stark­re­gen, kann sich die Inves­ti­ti­on in sol­che Apps durch­aus loh­nen.

War­napps: Bei all­ge­mei­nen Kata­stro­phen­la­gen und dazu zählt Hoch­was­ser und Unwet­ter eben­falls, gibt es spe­zi­el­le War­napps. Die­se war­nen Sie vor Unwet­tern, Hoch­was­ser, Erd­be­ben und vie­len ande­ren Kata­stro­phen. Immer wenn es zu einem Aus­nah­me­zu­stand kommt, wer­den Sie mit den War­napps vor­her infor­miert. Die bekann­tes­ten Apps sind dabei Kat­warn und NINA.

Wet­ter beob­ach­ten und Wet­ter­sta­ti­on: Logisch ist auch, wenn Sie vor Ort sind, dass Sie das Wet­ter beob­ach­ten. Wenn Sie mer­ken, dass es extrem stark reg­net, kön­nen Sie dann die ent­spre­chen­den Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men ein­lei­ten. Legen Sie sich am bes­ten eine Wet­ter­sta­ti­on zu, die den Nie­der­schlag minüt­lich mes­sen kann.

Was­ser­mel­der: Gera­de, wenn das Hoch­was­ser in der Nacht kommt, soll­ten Sie sich einen Was­ser­mel­der zule­gen. Die­ser wird auf den Boden gestellt, am bes­ten an den Stel­len wo das Was­ser her­ein­kom­men kann. Sobald der Was­ser­mel­der mit Was­ser in Berüh­rung kommt, gibt er ein akus­ti­sches Signal ab. Es funk­tio­niert also ähn­lich wie bei einem Feu­er­mel­der, nur mit Was­ser.

Zu all die­sen Punk­ten haben wir ver­schie­de­ne Pro­dukt­emp­feh­lun­gen in unse­rem Arti­kel über Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men vor dem Hoch­was­ser zusam­men­ge­tra­gen.

Finanziell gegen das Hochwasser vorsorgen

Bevor wir im nächs­ten Teil zu den Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men fürs Haus kom­men, soll­ten wir zuerst noch das finan­zi­el­le Risi­ko adres­sie­ren. Sie wis­sen nun wel­ches Hoch­was­ser Sie tref­fen kann und auch wann es soweit ist. Bevor Sie nun aber den Kauf von ver­schie­de­nen Hoch­was­ser­schutz­sys­te­men in Erwä­gung zie­hen, soll­ten Sie das finan­zi­el­le Risi­ko eines Hoch­was­sers absi­chern. Ein Hoch­was­ser kos­tet im Schnitt 6.600,00 €. Ohne die rich­ti­ge Ver­si­che­rung müs­sen Sie die­ses Geld selbst auf­brin­gen oder dafür sor­gen, dass es nicht zu einem Hoch­was­ser kommt.

Der Grund, war­um wir Ver­si­che­run­gen an die­ser Stel­le adres­sie­ren ist sim­pel. Wenn Sie schon ein­mal Hoch­was­ser hat­ten, wer­den Sie kaum eine Ver­si­che­rung fin­den, die Sie noch auf­nimmt! Besor­gen Sie sich also vor dem Hoch­was­ser die pas­sen­de Ver­si­che­rung. Wich­tig dabei ist es, dass Sie eine Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung und eine Haus­rat­ver­si­che­rung mit Ele­men­tar­scha­den­schutz abschlie­ßen. Nur mit dem extra Bau­stein der Ele­men­tar­schä­den zahlt die Ver­si­che­rung bei einem Hoch­was­ser oder einer Sturz­flut.

Wenn Sie nun schon von einem Hoch­was­ser betrof­fen waren und kei­nen Ver­si­che­rungs­schutz hat­ten, gibt es für Sie trotz­dem noch Hoff­nung. Meist neh­men Sie die Ver­si­che­run­gen wie­der auf, wenn Sie Vor­sor­ge betrie­ben haben. Dazu gibt es ver­schie­de­ne Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men, die bei Ver­si­che­run­gen Anklang fin­den. Um die­se Maß­nah­men küm­mern wir uns jetzt.

Bauliche Maßnahmen zum Hochwasserschutz fürs Haus

Sie kön­nen sich auf zwei ver­schie­de­ne Arten vor Hoch­was­ser schüt­zen. Ent­we­der sor­gen Sie mit bau­li­chen Maß­nah­men gegen das Hoch­was­ser vor oder Sie trot­zen dem Was­ser mit nach­träg­li­chen Hoch­was­ser­schutz­sys­te­men. Hier erhal­ten Sie eine klei­ne Über­sicht an mög­li­chen Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men, die bau­li­che Ände­run­gen am Haus erfor­dern.

Schwel­len bau­en: Abhän­gig von der Höhe des Hoch­was­sers, kann es schon aus­rei­chen Schwel­len zu bau­en, die das Was­ser tem­po­rär zurück­hal­ten. Gera­de bei Stark­re­gen ist das Pro­blem oft­mals die Zeit. Das Was­ser kommt schnel­ler, als es abflie­ßen kann und sickert dadurch unge­hin­dert in die Woh­nung. Schwel­len an den betrof­fe­nen Stel­len zu bau­en kann Ihnen wert­vol­le Zeit ver­schaf­fen, die Ihr Pro­blem mit Stark­re­gen even­tu­ell kom­plett löst.

Was­ser umlei­ten: Manch­mal reicht es auch, wenn Sie das Was­ser umlei­ten. Vie­le unse­rer Kun­den instal­lie­ren neben dem Hoch­was­ser­schutz Dächer und Regen­rin­nen um das Was­ser umzu­lei­ten. Wenn Sie bei­spiels­wei­se ein Dach über den Kel­ler­ab­gang bau­en, kann das Was­ser zuerst auf das Gras flie­ßen, bevor es den Kel­ler­ab­gang her­un­ter­läuft. Auch hier gewin­nen Sie wert­vol­le Zeit oder kön­nen ein Hoch­was­ser sogar kom­plett ver­hin­dern.

Rück­stau­ven­til: Gera­de bei älte­ren Häu­sern ist der Rück­stau der Kana­li­sa­ti­on ein Pro­blem. Das Was­ser staut sich oder das Grund­was­ser steigt und drückt dann durch die Kanä­le zurück ins Haus. Dann kommt brau­ne Brü­he aus Dusche, Toi­let­te oder dem Ablauf im Kel­ler. Hier haben Sie nur eine Mög­lich­keit, Sie müs­sen ein Rück­stau­ven­til ein­bau­en. Sol­che Arbei­ten erle­digt fast jede Gas‑, Was­ser- und Hei­zungs­fir­ma.

Was­ser­dich­tes Mate­ri­al ver­wen­den: Wenn Sie sich dafür ent­schei­den, dass Sie das Was­ser ein­fach rein Lau­fen las­sen, weil sowie­so nicht viel um Kel­ler oder in der Gara­ge steht, soll­ten Sie auf was­ser­dich­te Mate­ria­li­en ach­ten. Nut­zen Sie Beton­bo­den statt Par­kett und kacheln Sie die Wän­de statt Tape­ten an die Wand zu kle­ben.

Was­ser­dich­te Fens­ter und Türen: Ein Mix aus Hoch­was­ser­schutz und bau­li­cher Maß­nah­me sind was­ser­dich­te Fens­ter und Türen. Sie haben die Mög­lich­keit Ihre aktu­el­len Fens­ter und Türen gegen was­ser­dich­te aus­zu­tau­schen. Die­se Maß­nah­me ist zwar nicht güns­tig, dafür haben Sie aber lang­fris­tig Ruhe vor Hoch­was­ser. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu die­sem The­ma fin­den Sie in unse­rem Arti­kel über was­ser­dich­te Fens­ter und was­ser­dich­te Türen.

Wenn Sie gegen das Hoch­was­ser schwe­re­re Geschüt­ze auf­fah­ren müs­sen oder bau­li­che Maß­nah­men zu umständ­lich sind, haben Sie noch die Mög­lich­keit von nach­träg­li­chem Hoch­was­ser­schutz. Es gibt vie­le ver­schie­de­ne Sys­te­me mit denen Sie Ihr Haus gegen Hoch­was­ser schüt­zen kön­nen. Wel­che das sind und wie Sie funk­tio­nie­ren, erfah­ren Sie im nächs­ten Abschnitt.

Temporäre Hochwasserschutzmaßnahmen fürs Haus

Da wir Spe­zia­lis­ten in die­sem Gebiet sind, kön­nen wir hier auch am meis­ten dazu sagen. Wir bera­ten unse­re Kun­den im Hoch­was­ser­schutz schon jah­re­lang. Wir ken­nen die Details und Nuan­cen der ver­schie­de­nen Maß­nah­men zum Hoch­was­ser­schutz fürs Haus. Aller­dings kann man zu jeder ein­zel­nen Öff­nung einen gan­zen Roman schrei­ben. Das wür­de den Rah­men die­ses Arti­kels spren­gen. Des­halb wer­den wir Ihnen hier kurz die Hoch­was­ser­schutz­sys­te­me vor­stel­len, die es so gibt. Wenn Sie tie­fer in die Mate­rie ein­stei­gen wol­len, haben wir zu jedem The­ma einen Arti­kel geschrie­ben. In die­sem Arti­kel fin­den Sie eine detail­lier­te Über­sicht. Ger­ne kön­nen Sie uns auch direkt kon­tak­tie­ren, wenn Fra­gen bestehen.

Hier haben wir für Sie die wich­tigs­ten Öff­nun­gen für den Hoch­was­ser­schutz zusam­men­ge­fasst und gehen kurz auf die Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men für die­se Öff­nun­gen ein.

Hoch­was­ser­schutz Fens­ter: Es gibt vie­le Mög­lich­kei­ten Ihr Fens­ter vor Hoch­was­ser zu schüt­zen. Was­ser­dich­te Fens­ter stel­len nur einen klei­nen Teil davon dar. Wenn Sie Ihr Fens­ter ohne bau­li­che Maß­nah­men schüt­zen wol­len, kön­nen Sie auch Acryl­schotts, Magen­schotts oder Alu-Auf­bau­ten zurück­grei­fen. Es gibt sogar auto­ma­ti­sche Schotts, die bei einem Was­ser­an­stieg voll­au­to­ma­tisch schlie­ßen.

Hoch­was­ser­schutz Tür: Ein wei­te­rer emp­find­li­cher Punkt am Haus ist der Kel­ler oder die Kel­ler­tür. Sie kön­nen Ihre Tür mit den unter­schied­lichs­ten Hoch­was­ser­schutz­sys­te­men schüt­zen. Wenn Sie einen Voll­ver­schluss benö­ti­gen, kön­nen Sie bei­spiels­wei­se Magnet­tü­ren für die eigent­li­che Tür instal­lie­ren. Soll­te die Abdich­tung der hal­ben Tür aus­rei­chen, kön­nen Sie auf Alu-Damm­bal­ken, Magen­schotts, Modul­plat­ten und ähn­li­che Sys­te­me zurück­grei­fen.

Hoch­was­ser­schutz Kanä­le: Wenn das Was­ser aus dem Kanal kommt, haben Sie neben der Instal­la­ti­on eines Rück­stau­ven­tils noch die Mög­lich­keit des tem­po­rä­ren Schut­zes. Sie kön­nen Absperr­bla­sen in WC, Dusche oder Ablauf set­zen und auf­pum­pen. Die Absperr­bla­sen hal­ten Druck­ver­hält­nis­se von über 1,5 Bar aus.

Soll­ten Sie zu die­sem Teil Fra­gen haben, kön­nen Sie sich ger­ne an uns wen­den oder die detail­lier­te­ren Arti­kel zura­te zie­hen.

Im Ernstfall: Maßnahmen bei Hochwasser

Wenn es bei Ihnen nun zum Hoch­was­ser gekom­men ist, gibt es ver­schie­de­ne Maß­nah­men, die Sie jetzt ergrei­fen müs­sen, um sich selbst zu schüt­zen. Unab­hän­gig davon ob Sie nun Hoch­was­ser­schutz­sys­te­me instal­liert haben oder nicht, mit Was­ser ist nicht zu spa­ßen. Gera­de, wenn es sich um brau­nes Was­ser han­delt, ist Vor­sicht gebo­ten. Die­se all­ge­mei­nen Regeln soll­ten Sie beach­ten.

Vor dem Hoch­was­ser:

  • Fens­ter, Türen und Öff­nun­gen am Haus schlie­ßen
  • Hoch­was­ser­schutz­sys­te­me (falls vor­han­den) anbrin­gen
  • Din­ge aus hoch­was­ser­ge­fähr­de­ten Räu­men in Sicher­heit brin­gen
  • Eine Not­fall­ta­sche packen, gera­de wenn man meh­re­re Tage ohne Strom aus­kom­men muss (Bei Über­tre­ten von Flüs­sen der Fall)

Wäh­rend dem Hoch­was­ser:

  • Elek­tro­ni­sche Gerä­te in der Nähe des Was­sers abstel­len, am bes­ten auch die Hei­zung in betrof­fe­nen Räu­men
  • In gefähr­de­ten Räu­men soll­ten Sie außer­dem den Strom ganz aus­stel­len
  • Dafür sor­gen, dass kei­ner ohne Schutz­maß­nah­men in das Was­ser geht (Gum­mi­stie­fel oder ähn­li­ches)
  • Feu­er­wehr anru­fen, damit die­se den Kel­ler aus­pum­pen, falls das Was­ser nicht allei­ne zurück­geht. Bei Hoch­was­ser­la­gen kann es rat­sam sein eine eige­ne Pum­pe zu besit­zen, da die Feu­er­wehr von meh­re­ren Per­so­nen gleich­zei­tig geru­fen wird.
  • Wenn Was­ser im Haus steht, soll­ten Sie auf jeden Fall auch genug Bil­der der Über­schwem­mung machen, bevor abge­pumpt wird

Neh­men Sie ein Hoch­was­ser auf kei­nen Fall auf die leich­te Schul­ter. Das Was­ser könn­te zu Infek­tio­nen füh­ren oder gene­rell ver­un­rei­nigt sein. Den­ken Sie auf jeden Fall auch an Ihre per­sön­li­che Schutz­aus­rüs­tung. Wat­ho­sen, Gum­mi­stie­fel und ähn­li­che Klei­dung, die Sie vor dem Hoch­was­ser schützt, soll­ten Sie im Haus haben. Wenn Sie von Fluss­hoch­was­ser betrof­fen sind, soll­ten Sie außer­dem genug Nah­rung, Was­ser, Strom und Wär­me im Haus haben um im Ernst­fall ein paar Tage aus­zu­hal­ten.

Maßnahmen nach dem Hochwasser

Ein Hoch­was­ser ist für vie­le scho­ckie­rend, gera­de wenn man das ers­te Mal damit zu tun hat. Vie­le sind sich unsi­cher, was nach dem Hoch­was­ser getan wer­den muss. Fängt man direkt an zu put­zen? Soll­te man erst mit der Ver­si­che­rung reden? Oder gibt es einen ande­ren Ansprech­part­ner? Wir haben die wich­tigs­ten Maß­nah­men nach einem Hoch­was­ser für Sie zusam­men­ge­fasst.

Nach dem Hoch­was­ser:

  • Ver­si­che­rung anru­fen und infor­mie­ren was getan wer­den muss. Oft alles erst mal so las­sen und Bil­der machen. Mes­sen, wie hoch das Was­ser war und eini­ge ande­re Din­ge
  • Elek­tro­nik erst ein­schal­ten, wenn Sie sicher sind, dass die­se nicht mit Was­ser in Berüh­rung gekom­men ist
  • Feu­er­wehr alar­mie­ren, wenn das Was­ser kon­ta­mi­niert wur­de
  • Strom und Gas wie­der anschal­ten, wenn Sie sicher sein kön­nen, dass die Gefahr vor­über ist
  • Auf­räu­men mit Gum­mi­hand­schu­hen, um Gesund­heits­ri­si­ken zu ver­mei­den
  • Pro­fes­sio­nel­le Fir­men kom­men las­sen, am bes­ten in Abspra­che mit der Ver­si­che­rung

Eine kom­plet­te Check­lis­te erhal­ten Sie hier https://www.bbk.bund.de/DE/Home/home_node.html

Wir hof­fen, dass wir Ihnen mit die­sem Arti­kel etwas wei­ter­hel­fen konn­ten und Sie jetzt einen guten Über­blick über die ver­schie­de­nen Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men haben. Soll­te bei Ihnen irgend­wann der Ernst­fall ein­tre­ten, kön­nen Sie sich ger­ne an uns wen­den oder die­sen Arti­kel lesen.